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Regional VfL Hameln kommt zum TV Jahn Duderstadt
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00:23 24.03.2013
Will im Spitzenspiel gegen Hameln auf den Punkt topfit sein: Jan-Philipp Naß (TV Jahn Duderstadt). Quelle: Kunze
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Hameln

Die Gäste aus der Rattenfängerstadt sind nach zwei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und haben zuletzt mit  29:23 gegen die SG Hohnhorst/Haste gewonnen. Und das ohne den 24-jährigen Torjäger Jannis Pille,  der  erfolgreich am vorderen Kreuzband des linken Knies operiert  wurde und mit einem Comeback erst zum Start der neuen Saison rechnet – dann vielleicht sogar in der 3. Liga. Das Team um die Torjäger Oliver Glatz (98/33), Torben Höltje (86/7), Heiko Heemann (86) und Dean Wood (81/22) arbeitet bereits daran.

Zu Glanzzeiten spielten die Hamelner in der 1. Liga, landeten in der Saison 1993/94 mit der Vizemeisterschaft hinter dem THW Kiel den bisher größte Erfolg  und  erreichten in der darauffolgenden Saison das Halbfinale des EHF-Cup. Dort scheiterten der VfL aber knapp am späteren Sieger und spanischen Spitzenclub BM Granollers. Den Sonnenseiten folgten jedoch dunkle Wolken:

Abstieg,  im April 2002 Rückgabe der Bundesliga-Lizenz, 1,3 Millionen Euro Schulden. Im November 2001 wurde bereits ein Insolvenzantrag gestellt. Da viele Gläubiger auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichteten, konnte dieser jedoch abgewendet werden.

Heute werden in Hameln deutlich kleinere Brötchen gebacken: „Aktuell laufen die Planungen zweigleisig. Wir wissen, was im Falle des Aufstiegs auf uns zukommen würde“, sagt Manager Ralph Krone vor dem Schlagerspiel in Duderstadt. „Sollten wir am Ende der Saison in der Oberliga Niedersachsen den ersten Tabellenplatz belegen und das finanzielle Minimum gesichert haben, werden wir gemeinsam mit der Mannschaft über den Aufstieg entscheiden.

Aus heutiger Sicht gibt es keinen Spieler, der die dritte Liga nicht mit angehen würde.“ Auch nicht der junge Erfolgstrainer Sönke Koß (36), der bereits im Januar seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2014 verlängert hat.  „Ich bin sehr zufrieden, wir haben eine Einheit zwischen Mannschaft und Trainer und dazu auch noch den sportlichen Erfolg“, unterstreicht der B-Lizenz-Inhaber und ehemalige Spieler von Eintracht Hildesheim.

„Unser Ziel ist es nach wie vor, die Spieler aus unserer eigenen Jugend an die erste Mannschaft heranzuführen und dort zu integrieren. Es ist für uns aktuell kein Ziel, eine „Profimannschaft“ für die dritte Liga zu verpflichten. Dazu stehen uns aus heutiger Sicht auch die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung. Weiterhin würden wir es nicht zulassen, die gesamte Arbeit einer Abteilung an das Wohl und Wehe einer einzigen Mannschaft zu hängen.

Kontinuität hat hier ganz klar den Vorrang“, gibt Manager Ralph Krone klar zu verstehen. „Generell dauert die Saison noch bis zum 1. Juni. Von daher kann noch einiges passieren. Wir freuen uns über den aktuellen Erfolg, wissen aber auch, wie schnell sich das Blatt wenden kann“, unterstreicht der Manager des Tabellenzweiten.

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