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„Vielleicht bin ich bald Trainer in Deutschland“

Tageblatt-Interview mit Andreas Brehme „Vielleicht bin ich bald Trainer in Deutschland“

Mit seinem verwandelten Elfmeter zum 1:0-Sieg über Argentinien im Fußball-WM-Finale 1990 in Rom hat sich Andreas Brehme unsterblich gemacht. Vor dem Basketball-Bundesligaspiel zwischen der MEG und Bonn sprach Mark Bambey mit dem WM-Helden unter anderem über Basketball spielende Fußball-Profis, seine Trainer-Ambitionen und den Suizid Robert Enkes.

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Hier noch im Hotel Freizeit In, bald vielleicht wieder auf der Fußball-Bundesliga-Bühne zu sehen: Andreas Brehme.

Quelle: Theodoro da Silva

Es ist viel über Sie als Fußball-Star bekannt, Basketball taucht in Ihrer Vita nicht auf. Sind Sie im Stillen etwa ein Basketball-Fan?
Nicht wirklich, obwohl ich den Sport sehr interessant finde. Er ist dynamisch und athletisch. Es war das erste Spiel, das ich in Deutschland live gesehen habe. Göttingen ist also meine Premiere. Als ich in Italien Fußball gespielt habe, bin ich recht regelmäßig beim Basketball in Mailand gewesen. Da waren 10 000 bis 15 000 Zuschauer. Da will Göttingen ja wohl auch gerne hinkommen.

Haben Sie selbst mal ein wenig Basketball gespielt?
Na klar, aber nur ein wenig. Bei Inter Mailand haben wir Basketball oft zum Warmmachen gespielt.

In anderen europäischen Ländern, wie eben zum Beispiel in Italien, hat sich Basketball als beliebte Volkssportart längst etabliert. Warum hinkt Deutschland Ihrer Meinung nach hinterher?
Fußball dominiert in Deutschland schon sehr. Dem Basketball fehlt einfach mal ein internationaler Erfolg. Dass es möglich ist, aus dem Schatten des Fußballs hervorzutreten, beweist der Handball. Die Hallen sind gut besucht, in Kiel kommen durchschnittlich 12 000 Fans in Hamburg 8000, das mediale Interesse ist auch da, und dann kommen auch die großen Sponsoren.

Apropos Sponsoren. Sie sind derzeit als Manager für das Unternehmen PNI, einem Förderer des Göttinger Basketballs, tätig. Was machen Sie sonst noch?
Ich bin noch viel für Adidas unterwegs und auch für den Deutschen Fußball-Bund.

Vermissen Sie nicht die Arbeit bei einem Fußball-Klub?
Doch, unbedingt. In letzter Zeit habe ich auch mehrere Anfragen bekommen. Ich bilde mich ja auch ständig fort. Zuletzt war ich in Italien – in Mailand und Verona.

Also besteht die Chance, Andreas Brehme bald wieder als Funktionär beim Fußball zu sehen?
Ja, mich interessiert die Arbeit als Trainer oder Manager sehr. Vielleicht bin ich ja bald Trainer in Deutschland. Das wird sich noch bis Weihnachten entscheiden.

Verraten Sie mehr? Vielleicht in der Bundesliga?
Nein, das kann ich wirklich noch nicht sagen.

Falls es Ihre Zeit zulässt, besteht die Chance, Sie ein weiteres Mal in der Lokhalle beim Basketball zu sehen?
Es hat mir gut gefallen, das war ein tolles Tempo und gute Athletik. Ich kann mir vorstellen, noch einmal zu kommen.

Zurück zum Fußball. Der Suizid von National-Torwart Robert Enke bewegt und schockiert die Menschen. Wie haben Sie diese Nachricht aufgenommen?
Auch ich bin sehr traurig. Ich glaube, wenn Robert diese Anteilnahme geahnt hätte, hätte er sich das anders überlegt.

Ist denn der Druck im Profi-Fußball größer geworden?
Nein, absolut nicht. Es spielen immer noch elf gegen elf, und die Medien waren früher auch immer präsent.

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