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Der Triathlon der Pferde

Vielseitigkeitsturnier in Holzerode Der Triathlon der Pferde

Als „Krone der Reiterei“ wird die Vielseitigkeit ehrfurchtsvoll bezeichnet. Der König dieses Sports und einige seiner fähigsten Gefolgsleute präsentieren von Freitag bis Sonntag ihr beeindruckendes Können beim Internationalen Vielseitigkeitsturnier mit Kreis- und Bezirksmeisterschaften des RV Holzerode.

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Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Holzerode. Angeführt vom dreifachen Olympiasieger Michael Jung gibt sich ein Trio aus deutschen Goldmedaillengewinnern die Ehre. Neben Superstar Jung treten Andreas Dibowski und Frank Ostholt an. Das prominente Starterfeld komplettiert Ostholts Gattin Sara Algotsson-Ostholt, behängt mit der Silbermedaille von London 2012.

Alle vier reiten die schwierige internationale CIC**-Prüfung, eine kurze Vielseitigkeitsprüfung auf einem maximal 3000 Meter langen Parcours. „Das entspricht dem Niveau einer M-Vielseitigkeit“, berichtet der Vereinsvorsitzende Herbert Klengel. Als schwere L-Prüfung ist die CIC* einzustufen. Niedriges L-Niveau hat der Wettbewerb für talentierte Jugendliche, die in einer speziellen Serie antreten. Etwas einfacher haben es dagegen die Reiter der Kreis- und Bezirksmeisterschaften bei der A**-Prüfung.

Wobei einfach relativ zu sehen ist. Die Hindernisse im Parcours sind zwar nur zwischen einem und 1,15 Meter hoch, können mitunter aber eine gewaltige Herausforderung darstellen. „Je nachdem, wie sie ins Gelände gebaut sind, müssen die Sprünge bergauf und von unterschiedlichen Bodensystemen bewältigt werden“, sagt Klengel.

Um für eine A-Prüfung bereit zu sein, benötige ein Pferd eine zwei- bis dreijährige Ausbildung, so Klengel. Bei Zwei-Sterne-Prüfungen sei kaum ein Ross jünger als sieben Jahre. „Deswegen gibt es so wenige Vielseitigkeitsreiter, weil es dauert, bis sich Geld verdienen lässt“, erklärt der Radiologe. Das Erfassen von Hinderniskombinationen und den Aufgaben im Gelände sei vergleichbar mit dem Lernen von Vokabeln. Der Markt für gut ausgebildete Vielseitigkeitspferde ist dennoch kaum existent, da die meisten Tiere „Ein-Mann-Pferde“ seien, die mit dem Reiter zu einem engen Team verschmelzen. „Werden sie von jemand anderem geritten, kann das komplett in die Hose gehen, weil sie beispielsweise dessen Körpersprache fehl deuten“, erzählt Klengel.

Die Pferde absolvieren den Geländeritt bei ihrem „Triathlon“ am liebsten. „Sie machen ein langes Gesicht, wenn es in die Halle geht. Ein kurzer Ritt im Freien ist danach immer eine schöne Belohnung“, sagt Klengel.

Besonders viel liegt dem Reitsport-Experten an der Sicherheit. Nachdem er 2014 vor Ort den Tod des ihm gut bekannten jungen Reiters Benjamin Winter in Luhmühlen miterlebt hatte, habe er das Klengel-System entwickelt, das sich unter anderem in Holzerode in der Testphase befindet. Dabei sind manche Sprünge abwerfbar, so dass die Gefahr von Stürzen deutlich reduziert wird.

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