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Vizemeister Bonn kommt mit Ex-NBA-Akteur

Basketball-Bundesliga Vizemeister Bonn kommt mit Ex-NBA-Akteur

Auf die Göttinger Erstliga-Basketballer wartet am Dienstagabend in der Lokhalle der erste richtige Gradmesser. Ohne den bisherigen Gegnern aus Tübingen, Gießen und Paderborn zu nahe treten zu wollen: Mit dem amtierenden Deutschen Vizemeister Telekom Baskets Bonn, der jüngst mit einer spektakulären Neuverpflichtung überraschte, betritt in dieser Spielzeit erstmals eines der Top-Teams das Lokhallen-Parkett.

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Weiter stark verbessert und hochmotiviert: MEG-Center Jason Boone, hier im Match gegen Ulm, will mit seinen Veilchen eine Siegesserie starten. Am besten bereits heute Abend gegen Titelfavorit Bonn.

Quelle: Pförtner

Tipoff der Partie ist um 19.30 Uhr. Als Ehrengast begrüßen die Veilchen, die den vierten Heimsieg in Serie schaffen wollen, Fußball-WM-Held Andreas Brehme. Verzichten muss MEG-Coach John Patrick nach wie vor auf den verletzten Taj Finger, den die Schulterprobleme dazu zwingen, sich einer Operation zu unterziehen. Dadurch wird er in dieser Saison wohl nicht mehr zum Einsatz kommen.

„Ich habe ein gutes Gefühl, was das neue Team betrifft. Wir arbeiten im Training sehr hart, und viele Spielsysteme funktionieren schon recht gut. Ich bin mir sicher, dass wir das auch in den nächsten Spielen zeigen werden“, blickt MEG-Center Jason Boone optimistisch auf die kommenden Partien. Auch in der vergangenen Spielzeit habe es einige Zeit gebraucht, bis sich das Team gefunden habe. „Wir hatten zwar einen besseren Start, aber so richtig gefestigt waren wir erst gegen Mitte November. Ich glaube, dass wir das mit dieser Mannschaft auch schaffen können. Zu Hause haben wir unsere Qualität ja schon gezeigt. Und ich glaube, dass wir auch gegen die starken Bonner, die auch der Favorit in der Lokhalle sind, gewinnen können. Wir brauchen dann nur den ersten Auswärtssieg, dann glaube ich, dass wir eine Serie hinlegen können. Unser Team hat die Qualität“, betont Boone.

Mit dem Tabellenfünften aus Bonn stellt sich ein Team in der Lokhalle vor, das konsequent Halbfeld-Basketball spielt. Mit Jared Jordan verfügen die Telekom Baskets über einen Spielmacher (Playmaker) der alten Schule. Der 25-Jährige setzt seine Mitspieler perfekt in Szene, verteilt im Schnitt sieben Pässe pro Spiel, die unmittelbar zum Korberfolg führen (Assists). Topscorer des Vizemeisters ist Bryce Taylor. Der Shooting-Guard kommt im Schnitt auf 17 Punkte und ist sowohl ein Distanzwurf-Spezialist als auch ein Akteur mit viel Zug zum Korb.

Günschel jetzt Kochs Assistent

Unter den Körben stehen Bonns Headcoach Michael „Mike“ Koch mit Routinier Chris Ensminger und dem athletischen 129-Kilogramm-Koloss John Bowler zwei Top-Center zur Verfügung. Der 36-Jährige Ensminger markiert durchschnittlich zwölf Punkte, Bowler, der schwerste Akteur der BBL, steuert im Schnitt elf Zähler bei. Bei soviel Qualität unterm Korb hat es der deutsche National-Center Tim Ohlbrecht schwer. Daher wird das 21-jährige, 2,10 Meter lange Talent oft als Power-Forward eingesetzt. Seine Werte sind dennoch beachtlich, Ohlbrecht spielt im Schnitt 19 Minuten und markiert neun Punkten.

Erstmals im magenta-farbenen Dress der Bonner wird wohl Ronald Dupree auflaufen. Der 2,01 Meter große Forward soll den langzeitverletzten Vincent Yarbrough ersetzen. Um die Lücke des Leistungsträgers adäquat zu füllen, ließ sich der Vizemeister zu einem finanziellen Kraftakt hinreißen. Dupree wechselt mit der Empfehlung von 154 Einsätzen in der nordamerikanischen Basketballliga an den Rhein. „Wir haben uns wirtschaftlich damit sehr schwer getan, da gibt es nichts zu beschönigen“, zitiert der Bonner Generalanzeiger Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich. Mit diesem Transfer demonstrierte der Klub eindrucksvoll seine Ambitionen. „Wir sind der Rekord-Vizemeister. Wir nehmen einen erneuten Anlauf, machen dennoch weiter. Wir wollen ganz oben mitspielen“, sagte Wiedlich beim Tipoff-Meeting Anfang Oktober.

In Reihen der Bonner kehrt Peter Günschel in die Lokhalle zurück. Der 29-Jährige war von 2007 bis 2009 Patricks Assistent-Coach und heuerte im Oktober bei den Telekom Baskets an. Es habe mehrere Bewerber gegeben, aber Günschel sei der Wunschkandidat von Headcoach Michael Koch gewesen. In Göttingen wurde Günschel von Stefan Mienack als Kotrainer ersetzt, in Bonn tritt Günschel die Nachfolge von Karsten Schul an, der an die Sporthochschule Köln wechselte.

Von Mark Bambey

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