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Regional Volleyball: VSG ASC Göttingen macht Titel und Aufstieg vorzeitig klar
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00:17 28.02.2013
Machen Drittliga-Aufstieg der VSG ASC Göttingen perfekt: Julian Hoffmann, Daniel Schmeling, Michael Wollring, Patrick Steinmüller, Tobias Harms (verdeckt) und Fabian Gillmann (v.l.). Quelle: Pförtner
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Göttingen

Der Aufschlag von Julian Hoffmann ist also nicht nur zum Matchball geworden, sondern die VSG ASC Göttingen konnte beim Stand von 2:1 nach Sätzen und 24:20 mit dem letzten Punkt die Meisterschaft in der Volleyball-Regionalliga vorzeitig klar machen. Und Hoffmanns Aufschlag ist stark, er senkt sich zwischen zwei Jorker Annahmespielern ins Feld. Was nun folgt ist frenetischer Jubel.  Alle Dämme brechen, und die Mannschaft feierte mit dem Publikum den vorzeitigen Titelgewinn. Das letztlich hart erkämpfte 3:1 (24:26, 25:21, 25:20, 25:20) über den TuS Jork ist vergessen.

Erwartet unangenehme Gegner

Dabei hatte es für die Gastgeber anfangs nicht gut ausgesehen. Jork war der erwartet unangenehme Gegner, die Göttinger taten sich im Spielaufbau ungewohnt schwer. Besonders Libero Bartek Mayschak war die Nervosität anzumerken, dem sonst sehr sicheren Annahmespezialisten versprangen im ersten Satz reihenweise die Bälle. So musste Zuspieler Daniel Schmeling lange Wege gehen, um den Ball überhaupt im Spiel zu halten, an schnelle Offensivaktionen war nicht zu denken.

Beim 8:13 zeigte die Mannschaft von Trainer Matthias Polkähn zum ersten mal eine der Qualitäten, die sie zum Meister gemacht hat: Sie haderte nicht, sondern kämpfte sich als Mannschaft verbissen in das Match hinein. Außenangreifer Harms rettete in der Defensive zweimal spektakulär gegen Jorker Angriffe, Johannes Schönewolf verwertete den Ball krachend in der Offensive. Durch starke Blockaktionen kämpfte sich das Team Göttingen wieder an den TuS Jork heran, über 15:19 und 20:23 egalisierten sie den Spielstand noch zum 24:24. Aber noch machten die Nerven den Göttingern einen Strich durch die Rechnung: Jork verwertete nach zwei unnötigen Fehlern der Gastgeber im Spielaufbau cool zum 26:24.

Großer Jubel bei den Regionalliga-Volleyballern der VSG ASC Göttingen. Mit einem 3:1-Heimsieg gegen den TuS Jork hat sich das Team von Trainer Matthias Polkähn die Regionalliga-Meisterschaft und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die 3. Liga gesichert.

Beim Seitenwechsel schien Coach Polkähn die richtigen Worte gefunden zu haben, langsam legte sich die Nervosität seiner Akteure, der weiterhin sehr effektive Block des Teams Göttingen war die Basis für die Wende. Beim 12:11 ging die Heimmannschaft zum ersten Mal in Führung und ließ sich diese nicht mehr nehmen. Das 25:21 war nun schon deutlich sicherer herausgespielt, auch die Annahme hatte nun zu gewohnter Stabilität gefunden.

Göttinger zünden Turbo

In Satz drei knüpfte Polkähns Truppe nahtlos an die Leistung aus Durchgang zwei an. Lange hielten die defensiv extrem starken Jorker die Sätze offen, doch ab dem fünfzehnten Punkt zündete Polkähns Mannschaft den Turbo und holte sich die entscheidende Führung. „Es war ein Matchballspiel, das hing bei den Spielern im Hinterkopf und hat sie anfangs eher gelähmt als beflügelt. Jork war der erwartet starke Gegner, es hatte im Block oder in der Abwehr immer noch eine Hand am Ball, hat richtig gut verteidigt und eine tolle Moral bewiesen“, sagte Polkähn.

Genau durch diese Moral und starke Defensive verhinderte Jork ein schnelles Ende im vierten Satz. Das Team Göttingen führte schon mit 13:5, doch die Gäste kamen zurück, waren in der Verteidigung wie eine Gummiwand, die alle Angriffe zurückfederte.

Meisterstück

Bis auf 18:22 kam Jork wieder heran. Doch mit einem knallharten Angriff von Tobias Harms sowie einem Block von Fabian Gillmann sorgte Göttingen für die Punkte 23 und 24. Dann machte Hoffmann mit seinem Ass den Deckel drauf und danach folgte der überschwängliche Jubel über den Arbeitssieg, der den Göttingern den Titel brachte. „Wir freuen uns, dass wir heute vor heimischer Kulisse den Titel geholt haben und mit unserem tollen Publikum den Aufstieg feiern können“, freut sich Polkähn nach dem Meisterstück.

Von Peter König

Stiller Genießer: Trainer Matthias Polkähn freut sich über vorzeitigen Aufstieg.
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