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Regional Vom Rekordchampion bis zum Newcomer: Diese Teams sind dabei
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12:00 11.08.2018
Ist mit dem THW Kiel am Wochenende 18./19. August in der Göttinger Sparkassen-Arena dabei: Nationaltorwart Andreas Wolff. Quelle: dpa
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Göttingen

Der Rekordchampion: THW Kiel (1. Bundesliga)

Der 1904 gegründete Turnverein Hassee Winterbek – kurz THW – ist seit Jahrzehnten das Nonplusultra des deutschen Handballs. Mit 20 nationalen Titeln und zehn DHB-Pokal-Siegen sind die Norddeutschen in beiden Wettbewerben Rekordchampion. Auch international gaben die „Zebras“ in der Vergangenheit häufig den Ton an: Je dreimal gewann Kiel die Champions-League und den EHF-Pokal.

Das Kommando an der Kieler Förde hat seit 2008 Erfolgstrainer Alfred Gíslason. Der Isländer wird den Verein am Ende der nächsten Saison aber verlassen. In den vergangenen Jahren musste der THW unter seiner Leitung die Vormachtstellung vorerst einbüßen: Die letzte Meisterschaft reicht ins Jahr 2015 zurück, der DHB-Pokal wurde zuletzt 2017 gewonnen. In der abgelaufenen Bundesliga-Saison belegten die Kieler lediglich Platz 5. Und auch im Pokal war in der vergangenen Serie früh Endstation – gegen Hannover Burgdorf im Achtelfinale.

Wie man es vom THW gewohnt ist, ist auch der Kader der Saison 2018/19 gespickt mit Nationalspielern. So werden zum Beispiel die deutschen EM-Helden von 2016, Steffen Weinhold, Andreas Wolff oder Patrick Wiencek, auch in der kommenden Saison das THW-Trikot tragen. Zudem haben die Verantwortlichen das Team unter anderem durch die Verpflichtungen von Hendrik Pekeler und Harald Reinkind – vom Pokal-Sieger Rhein-Neckar Löwen – verstärkt.

Der Altmeister: TUSEM Essen (2. Bundesliga)

Gegner des THW Kiel im ersten Halbfinale des Pokal-Turniers in der Sparkassen-Arena ist TUSEM Essen. TUSEM steht für Turn- und Sportverein Essen-Margaretenhöhe. Der Zweitligist war vor allem in den 1980er Jahren eine große Nummer auf der deutschen Handballbühne. Drei Meisterschaften und drei Pokalsiege holten die Westdeutschen. Einmalig, im Jahr 2005, gewann Essen sogar den EHF-Pokal. Zum vorerst letzten Mal spielte der Klub in der Saison 2012/13 in der 1. Bundesliga.

Ehemalige Spieler des Vereins sind Handball-Größen wie Martin Schwalb, Oliver Roggisch oder auch Kiel-Trainer Gíslason, der zweimal Meister in Essen wurde. Auch Spieler wie Guðjón Valur Sigurdsson (Rhein-Neckar Löwen), Julius Kühn (MT Melsungen) oder Michael Haaß (HC Erlangen), die heute noch aktiv sind, trugen einst das Trikot der Rot-Weißen.

In der abgelaufenen Zweitliga-Saison sicherte sich Essen mit seinem erst 24 Jahre alten Chef-Trainer Jaron Siewert, dem jüngsten Trainer im deutschen Profi-Handball, einen sicheren Platz im Tabellenmittelfeld. Im Pokal gab es unterdessen nichts zu holen: Das Erstrunden-Aus erfolgte gegen Eintracht Hildesheim.

Der Rückkehrer: Bayer Dormagen (2. Bundesliga)

Neben TUSEM Essen ist TSV Bayer Dormagen der zweite Zweitligist beim Erstrunden-Turnier in Göttingen. Der TSV ist nach dem zweiten Platz in der 3. Liga West in der abgelaufenen Saison aufgestiegen – und feiert somit seine Rückkehr in den Profihandball-Bereich.

Dabei gehörte der Werksklub in der Vergangenheit bereits zu einer der festen Größen in der Handball-Bundesliga, in die der Verein 1987 erstmals aufstieg. In der ewigen Bundesliga-Tabelle liegt Dormagen auf Platz 19. Zudem trugen einst namenhafte Spieler das Trikot des TSV. Darunter unter anderem Adrian Pfahl, der heutige TV-Moderator Alexander Bommes oder auch Pascal und Kentin Mahé.

Die Teilnahme am DHB-Pokal 2017 war für Dormagen nicht von Erfolg gekrönt: Gleich in der ersten Runde scheiterten die Rheinländer an Altenholz. Dabei schaffte es der TSV 1993 sogar mal ins Endspiel des Wettbewerbs, zu dem er nun in Göttingen antritt. Im Halbfinale rechnet er sich gegen den Northeimer HC Chancen auf den Finaleinzug beim Erstrunden-Turnier aus.

Der Newcomer: Northeimer HC (3. Liga West)

Für den Northeimer HC ist der DHB-Pokal im wahrsten Sinne des Wortes Neuland. Noch nie nahm der 2011 gegründete Verein, der damals aus der HSG Northeim/Hammenstedt/Hillerse hervorging, am deutschen Pokalwettbewerb teil – und ist damit klarer Außenseiter. Das Pokal-Wochenende in Göttingen ist nach Aussage von NHC-Chef Knut Freter „ein absolutes Novum“ und „das größte Handballwochenende in der Vereinsgeschichte“.

2014 stieg der NHC erstmals in die 3. Liga auf. Nach dem direkten Abstieg gelang dies im Jahr 2017 erneut. Mit soliden Leistungen in der Spielzeit 2017/2018 gelang es den Northeimern diesmal aber, die Klasse zu halten. Auch in der neuen Saison lautet das Ziel der Mannschaft vom langjährigen Trainer Carsten Barnkothe: Klassenerhalt. Der NHC wolle gemäß dem vereinseigenen Konzept „Northeimer Handball 2020“ zudem weiter auf wirtschaftliche Stabilität und eine gute Jugendarbeit setzen, erklärt Freter.

Der Pokalneuling hofft zunächst jedoch erstmal auf eine gut gefüllte Sparkassen-Arena. „Wir hoffen auf 2000 verkaufte Tickets“, sagt Freter.

Tickets gibt in den Geschäftsstellen des Tageblatts in Göttingen, Weender Straße 44, und in Duderstadt, Marktstraße 9.

Von Filip Donth

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