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14:35 11.10.2018
Das Tanzsportteam Göttingen präsentiert im Oktober des vergangenen Jahres seine neue Choreographie. Quelle: Pförtner
Göttingen

Das Tanzsportteam Göttingen wird 25 Jahre alt – ein Vierteljahrhundert ein Meer aus Farben, glitzernde Kleider, herausgeputzte Damen und Herren, schöne Musik und herzzerreißende Bewegungen auf dem Parkett. Junge Menschen haben sich in dieser Zeit Jahr für Jahr in die Herzen der Fans getanzt, angefangen in der Regionalliga über die Bundesliga und der ersten Deutschen Meisterschaft 1999 in Karlsruhe bis zu den Welttitelkämpfen 2016 im ungarischen Pecs und den Europameisterschaften 2018 im russischen Seebad Sotschi.

Weit mehr als 500 Tänzer sind es in den vergangenen Jahren gewesen, die in den vergangenen Jahren an der Geschichte des Göttinger Standard-Tanzsportteams mitgeschrieben haben, von der tanzenden Konditormeisterin bis hin zum Theologen. Von Malta über die Schweiz bis hin nach Irland sind sie heute beruflich und privat verstreut. Die Liebe zum Tanzsport hat auch das eine oder andere Paar bis vor den Traualtar geführt. Viele Formationen sind mit ihren faszinierenden Choreografien wie „Bond“, „Wien“, „Titanic“, „Romeo und Julia“ oder der aktuellen Produktion „Postmodern Jukebox“ bei ihren Fans in bester Erinnerung geblieben. Göttingen sei längst „Deutscher Meister in der Gunst des Publikums“, schwärmt Jens Wortmann, Vorsitzender des TSC Schwarz-Gold Göttingen.

Präsentation zur Geschichte des Tanzsportteams

Über 2000 Zuschauer bei den jährlichen Bundesliga-Heimturnieren mit den acht besten Standardformationen Deutschlands, rund 1500 bei den Präsentationen, die im Oktober die Fans in den Bann ziehen – in diesem Jahr am 20. Oktober um 18.30 Uhr in der Sparkassen-Arena unter dem Motto „25 Jahre Tanzsportteam Göttingen“.

Dann werden viele Ehemalige zum großen Wiedersehen in die Universitätsstadt kommen, um sich von Freitagabend bis Sonntag im ASC-Clubhaus zu treffen und alte Zeiten noch einmal hochleben zu lassen. „Insgesamt waren die 25 Jahre der Formationsgeschichte in Göttingen eine wechselvolle, spannende und von Erfolg gekrönte Zeit sowie eine für die Stadt Göttingen nicht mehr wegzudenkende Größe“, sagt Tanzsportlehrer und Cheftrainer Markus Zimmermann (48).

Tickets für Heimturnier zu gewinnen

Vom 19. bis 21. Oktober dreht sich beim ASC 46 Göttingen alles um den Tanzsport. Im Mittelpunkt steht die Jubiläumspräsentation am Sonnabend, 20. Oktober, bei der um 18.30 Uhr die A-Formation die Geschichte der vergangenen 25 Revue passieren lässt. „Die diesjährige Präsentation gibt unserem Göttinger Publikum die Möglichkeit, die Geschichte hinter dem heutigen Team zu erfahren, mit uns in Erinnerungen zu schwelgen und kleine Anekdoten zu hören“, sagt Cheftrainer Markus Zimmermann.

Für das Bundesliga-Heimturnier der Standardformation Göttingen, für das ab Montag, 15. Oktober, in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen, Weender Straße 44, und Duderstadt, Marktstraße 9, Tickets erhältlich sind, verlost das Tageblatt Karten: 12x2 Tickets für die Veranstaltung am Sonnabend, 9. Februar 2019, in der Sparkassen-Arena. Wer gewinnen möchte, kann von Sonnabend, 13. Oktober, 8 Uhr bis Sonntag, 14. Oktober, 20 Uhr unter Telefon 0137/9880800 anrufen und deutlich seinen Namen, Anschrift und Telefonnummer sowie das Stichwort „Formationstanz“ auf Band sprechen. (0,50 Euro pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden benachrichtigt, die Namen können im Tageblatt veröffentlicht werden.

Der ehemalige Medizin- und Jurastudent, der längst sein Hobby zum Beruf gemacht hat, kam 1993 mit der formationserfahrenen Anike Poppinga auf die Idee, im Göttinger TSC Schwarz-Gold im ASC 46 eine neue neue Formation mit Tänzern aus dem studentischen Umfeld zusammenzustellen – mit Erfolg, wie sich in den folgenden Jahrzehnten herausstellte.

Dabei mussten in der Anfangszeit, in der in einer ehemaligen Exerzierhalle auf den Zietenterrassen trainiert wurde, alle zusammen in Tag- und Nachtarbeit Kleider nähen. „Die meisten waren völlig ahnungslos, wie eine Nahmäschine funktioniert“, erinnert sich Zimmermann schmunzelnd. Heute sind die Fräcke maßgeschneidert, selbst Hand angelegt wird nur noch bei internationalen Auftritten, wenn es darum geht, den Bundesadler aufzunähen. Um 1996 die neue Musik zu „Bond“ zu präsentieren, wurden die Oberteile der Kleider auf der Brustpartie mit Zielscheiben bestrasst.

Skandalträchtige Kleider 2014

2014 traten die Damen der A-Formation zur Choreografie „Rockphony“ nach Auffassung der Turnierleitung mit skandalträchtigen weißen Kleidern mit roten Spitze an. Unter der roten Spitze befand sich teilweise Hautstoff. Die Trainer erhielten eine Verwarnung, der Hautstoff symbolisiere Nacktheit, und das sei auf der sogenannten Höschenlinie nicht erlaubt. Die Kleider waren zu retten, indem die Spitze entsprechend der Höschenlinie mit Stoff unterlegt und stark bestrasst wurde – selten glitzerten Hinterteile von Tänzerinnen so stark.

Von Ferdinand Jacksch

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