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Wanderin zwischen zwei lila Welten

Basketballerin Johanna Hirmke Wanderin zwischen zwei lila Welten

Von morgens bis abends hat Johanna Hirmke die Farbe Lila um sich: Als Vertriebsleiterin der Pro Basketball Göttingen GmbH sitzt sie in einem Büro, in dem viele lilafarbene Accessoires zu finden sind, abends trainiert sie mit den Zweitliga-Basketballerinnen der BG 74 Veilchen Ladies, deren lila Trikot sie am Wochenende trägt. Dabei ist ihre Lieblingsfarbe Türkis.

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In der zweiten Saison Team-Kapitän bei den BG 74 Veilchen Ladies: Johanna Hirmke spielt seit 2012 für die Göttingerinnen.

Quelle: Peter Heller

Göttingen. Seit September 2012 ist die 28-Jährige in Göttingen. Die Bambergerin kam nach Südniedersachsen um ihren Master im Fach „Management“ an der Privaten Fachhochschule zu machen. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst im Marketing bei der Feinbäckerei Ruch, ehe sie im April 2015 als Vertriebsleiterin zu den Basketballern wechselte - für sie ein absoluter Traumjob. Seit ihrem fünften Lebensjahr steht Hirmke auf dem Feld, dieser Sport wurde ihr und den vier Geschwistern in die Wiege gelegt. „Für uns kam nichts anderes in Frage. Meine Eltern haben beide gespielt, mein Vater hat bis zur Regionalliga gecoacht, ist heute Abteilungsleiter bei den Baunach Young Pikes, die als Bamberger Farm-Team in der ProA spielen. Wir waren jedes Wochenende in der Halle.“

Da konnte sie nur Basketballerin werden und da musste es auch ein Studienort sein, der eine leistungsstarke Damen-Mannschaft in der Hinterhand hatte. „Ich hätte bestimmt keine Stadt gewählt, die das nicht bieten konnte.“ Sie musste die DJK Bamberg verlassen, als diese gerade den Sprung in die 1. Bundesliga geschafft hatte.

Als Vertriebsleiterin hat Hirmke einen vielfältigen Arbeitsbereich, der von der Sponsoren-Akquise, bei der sie mit dem Gesellschafter-Pool der Pro Basketball Göttingen GmbH eng zusammenarbeitet, über Marketing-Aufgaben bis hin zur VIP-Betreuung bei den Heimspielen reicht. 50-Stunden-Wochen sind vor Heimspielen keine Seltenheit. „Das ist manchmal anstrengend, macht aber sehr viel Spaß. Wir arbeiten hier mit vielen loyalen Partnern zusammen, sind sehr breit aufgestellt.“ Vor den Heimspielen kümmert sie sich um das Catering, die VIP-Karten und die Werbeflächen. „Da gibt es strenge Richtlinien, die eingehalten werden müssen. Es kann auch mal passieren, dass ich vor einem Spiel nachts mit Nils Leunig noch eine Folie aufs Parkett kleben muss. Wir sind eine kleine Butze, packen alle zusammen an. Wenn‘s sein muss, verteile ich in der Halle auch Flyer.“

Die Herren-Mannschaft der Saison 2016/17 bezeichnet sie als „genial“. Das Team habe sich früh gefunden. „Die verstehen sich einfach gut, spielen toll zusammen. Es macht Spaß ihnen zuzuschauen.“ Kontakt habe sie nicht täglich mit den Spielern, mit Malte Schwarz war sie kürzlich zum Sparkassen-Empfang.

Und nach der Arbeit tauscht sie Business-Outfit mit Sportklamotten. Fünfmal pro Woche wird abends mit den Veilchen Ladies trainiert. Der Mix aus vielen verschiedenen Spielertypen gefällt dem Mannschaftskapitän (in der zweiten Saison) besonders gut. Auf die jungen Spielerinnen hat sie auch immer ein Auge: „Sie haben sich gut integriert, müssen sich ihre Spielzeit erkämpfen und werden ihre Rolle im Team spielen“, ist sie sich sicher. Ein Erstliga-Aufstieg ist für Hirmke nicht unrealistisch. „Wenn alle einen gute Tag haben, können wir viel bewegen. Auch wenn einige andere Mannschaften in der Weihnachtspause noch einmal aufgerüstet haben.“ Ob sie persönlich die 1. Bundesliga stemmen könnte, weiß sie nicht. „Das sind schon zeitaufwändigere Auswärtsfahrten als wir sie jetzt haben. Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist.“

Bis dahin trifft sie sich mit ihren Mitspielerinnen, die auch ihre Freundinnen sind. „Zeit für Mädelsabende bleibt immer.“ Und auch für ihren Freund Oliver Gremmes, Fußballer beim SC Rosdorf, dem sie - wann immer es passt - zuschaut. Urlaubspläne für den Sommer hat die Basketballerin auch schon. „Ich habe bis zum Bachelor-Abschluss vier Jahre in Mississippi studiert. Seit 2011 war ich nicht mehr dort. Es wird Zeit, wieder einmal dorthin zu fliegen und Freunde zu besuchen.“

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