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„Wettbewerb hat den Sport nach vorn gebracht“

Mission Olympic „Wettbewerb hat den Sport nach vorn gebracht“

Alles lief glatt, und dann das: Genau in dem Moment als Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf, die Siegerstadt des Städtewettbewerbs Mission Olympic bekannt geben sollte, streikte das Mikrofon. „Die Siegerstadt heißt...“ – kracks. Auch das zweite Mikrofon verweigerte den Dienst, und als die Spannung ins Unermessliche wuchs, bot Moderatorin Petra Bindel der Sportlerin kurzerhand ihr Headset an. „... Lübbenau/Spreewald“, führte Schöneborn endlich ihren Satz zu Ende.

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In der zweiten Reihe: Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (M.) und Stuttgarts Sportamtsleiter Günther Kuhnigk (r.). Davor posiert Helmut Wenzel, Bürgermeister der Siegerstadt Lübbenau/Spreewald, für die Fotografen. Olympiasiegerin Lena Schöneborn (l.) hat eben gerade den Gewinner verkündet.

Quelle: Warda

Damit hat die kleinste der fünf Finalstädte beim Wettbewerb 2008/09 des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Unternehmens Coca-Cola 100 000 Euro für den Breitensport in ihrer Stadt gewonnen. Die meisten Beobachter hatten demgegenüber auf Norden oder Neubrandenburg getippt, und einige Vertreter dieser Favoriten zeigten sich im Anschluss an die Siegerehrung leicht verschnupft über die Wahl.

„Die Maloche hat sich gelohnt“

Nicht so die Göttinger Delegation: „Es ist auffällig, dass niemand von uns enttäuscht ist“, konstatierte Alexander Frey, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (Goe-SF). „Das hat seinen Grund: Wir waren nicht fokussiert auf den Wettbewerb. Unser Gewinn war die Teilnahme, und die Maloche hat sich bereits gelohnt für den Spaß, den wir den Göttinger Bürgern geboten haben.“ Andreas Gruber, Vorsitzender des Stadtsportbundes (SSB), verwies auf fünf neue Sportvereine und 500 neue Mitglieder in Göttingen seit Mission Olympic. „Das ist ein wunderbares Ergebnis. Der Wettbewerb hat den Göttinger Sport nach vorn gebracht“, sagte er. Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, der im Anschluss an die Siegerehrung mit den Vertretern der vier Konkurrenten zum Bild auf die Bühne gebeten wurde, gefiel besonders gut am Göttinger Sportfestival im vergangenen Juni, dass es nicht kommerziell und auf Familien ausgerichtet war. „Kompliment an die Göttinger Bürger.“ Der Delegation gehörten unter anderem auch Sparkassen-Vorstand Rainer Hald und der Sportausschuss-Vorsitzende Fritz Güntzler an.
Zu Beginn der Veranstaltung im Meistersaal hatte Beatrice Guillaume-Grabisch, Geschäftsführerin von Coca-Cola, unterstrichen, dass bei einer Steigerung der Teilnehmerzahl um satte 20 Prozent Mission Olympic „zum Synonym für den Breitensport“ geworden sei. DOSB-Präsident und IOC-Vize Thomas Bach würdigte den Wettbewerb als Mittel zur Integration des Sportes in die Gesellschaft.

56 Städte hatten sich beworben, 38 von ihnen wurden zu Kandidatenstädten gekürt, fünf blieben als Finalstädte übrig. Für den Wettbewerb 2009/10 bewarben sich schon 150 Städte. Aus 28 Kandidatenstädten wurden mittlerweile die fünf Finalisten Cottbus, Mannheim, Nordhorn, Zehdenick und Wetzlar, für das Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer bereits in Berlin Flagge zeigte, ausgewählt und im Meistersaal vorgestellt.
Die Göttinger Delegation zog am Dienstagabend eine positive Bilanz des Wettbewerbs, auch weil er weiter wirkt. So wurde zum Beispiel ein Orientierungslauf-Projekt angestoßen, das weiter verfolgt werden soll, berichtete Klaus Brüggemeyer vom SSB. Er und seine Kollegen von der Göttinger Organisation würden sich wahrscheinlich ohne Zögern den Worten des Sieger-Bürgermeisters Helmut Wenzel anschließen: „Was man erlebt hat, macht stolz.“ Nur bezögen sie es auf Göttingen.

Von Eduard Warda

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