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Regional „Wichtig ist nicht der Sieg, sondern der Spaß“
Sportbuzzer Sportmix Regional „Wichtig ist nicht der Sieg, sondern der Spaß“
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09:48 10.06.2010
So beliebt, dass die Teilnehmerzahl auf 1000 begrenzt ist: Das Quattroball-Turnier des SC Memmelsdorf feiert dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum und dient Göttingen als Vorbild. Quelle: EF

Doch während Becker heute statt auf Asche, Rasen und Sand lieber in Illustrierten präsent ist, feiert das Quattro-Turnier sein Jubiläum und ist mit rund 1000 Teilnehmern so erfolgreich wie nie zuvor. Zugleich entstehen überall in Deutschland Ableger. Auch in Göttingen, wenn sich am 17. und 18. Juli erstmals im Jahnstadion Mannschaften in den vier Ballsportarten – daher der Name Quattroball – Fußball, Basketball, Volleyball und Handball messen werden.
Veranstaltet wird das Turnier von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), ASC 46, MTV Grone und Tuspo Weende. Doch die Idee kommt aus Bayern, wie Veit Hesse von der GoeSF neidlos zugibt: „Ex-Basketball-Profi Uli Frank, der lange in Bamberg gespielt hat, hat uns von Quattroball berichtet.“ Nun hofft man auch für Göttingen auf eine ähnliche Erfolgsgeschichte.

„Dass wir eine so erfolgreich Idee haben, hätten wir damals nicht gedacht“, erzählt Edgar Schatz am Telefon. Vor 25 Jahren habe man „einfach mal was anderes machen wollen“ und deshalb das Turnier erfunden, erzählt der 1. Vorsitzende des SC Memmelsdorf. Man spielt mit Teams, die nicht mehr als zwölf Spieler haben dürfen, auf dem Kleinfeld auf Zeit und es gibt keine Pause – so lassen sich die Regeln kurzfassen. Nach zehn Jahren hat man auch eine Art Frauenquote eingeführt. Nun müssen mindestens zwei Frauen auf dem Spielfeld sein. Ist dies nicht möglich, wird die Mannschaft dezimiert.
Die Teams kommen aus ganz Deutschland, eine sogar aus Südfrankreich, berichtet Schatz stolz. Ein besonderer Reiz liegt darin, dass man sich nicht nur in seiner Stammsportart messen muss, sondern auch in anderen, findet Schatz. Und während im ersten Jahr „sogar schon“ 48 Mannschaften mitmachten, waren es 1986 bereits 64. „Wir mussten die Teams irgendwann auf 96 begrenzen, denn mehr Kapazitäten können Verein und Ort nicht aufbringen“, erzählt Schatz.

Und da weitaus mehr Mannschaften mitmachen wollten, hat man versucht, die Auswahl nach dem Prinzip ,Wer zuerst kommt, malt zuerst‘ zu gestalten. „Ein großer Fehler“, sagt Schatz. Denn dies hatte zur Folge, dass der Vereinsbriefkasten mehrmals aufgebrochen wurde und die Anmeldungen einiger Teams „verschwanden“. Nun entscheidet das Los über die Teilnahme. „Jedes Jahr tut es mir weh, wenn ich sehe, wie einige Teams bis zum Ende der Auslosung hoffnungsvoll warten, und dann mit gesenkten Schultern nach Hause gehen, weil sie nicht ausgelost wurden.“ Also bekommt die Mannschaft, die nicht teilnehmen darf, für die Auslosung im darauffolgenden Jahr zwei Lose.

Für den Ort mit knapp 9000 Einwohnern hat sich das Turnier zu einem großen Sommerhappening entwickelt. Etwa 150 freiwillige Helfer kümmern sich um die rund 1000 Sportler, organisieren Spiele, Essen und Discozelt. „Die meisten zelten oder kommen mit dem Wohnwagen“, sagt Schatz. „Zu gewinnen gibt es bei uns auch eher symbolische Preise wie Fresspakete und Bälle.“ Zudem ist ihm und dem Verein die Unabhängigkeit des Turniers wichtig: Vor ein paar Jahren wollte eine große Automarke Hauptsponsor werden, doch dies lehnte man ab, da man das Turnier nicht in „Audi-Quattro-Turnier“ umbenennen wollte, berichtet Schatz.
Soweit sind die Organisatoren in Göttingen noch nicht. Teams werden noch gesucht, das Turnier muss sich erst etablieren. Einen Tipp gibt Schatz jedoch noch: „Wichtig ist nicht der Sieg, sondern der Spaß. Das müssen die Veranstalter den Teilnehmern von Anfang an klarmachen. Nur dann wird das Turnier ein Erfolg.“

Gespielt wird am Sonnabend ab 10 Uhr und am Sonntag ab 9 Uhr. Meldeschluss ist der 15. Juni, die Startgebühr beträgt 100 Euro. Maximal 64 Teams können bei der Premiere in Göttingen antreten. Weitere Informationen unter www.goesf.de.

Von Corinna Berghahn

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