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Regional Wie ein defektes Hallenfenster zwei Handballspiele vorzeitig beendete
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18:44 24.09.2018
Die Spiele werden wahrscheinlich wiederholt. Quelle: Swen Pförtner
Nörten-Hardenberg

Wegen eines Wasserschadens sind am Sonntag die Oberligaspiele der HSG Plesse-Hardenberg jeweils vorzeitig abgebrochen worden – sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Grund war ein technischer Defekt. Die Spiele werden wahrscheinlich nachgeholt.

Starker Regen hatte bereits bei dem für 15 Uhr angesetzte Frauenspiel den Weg durch ein nicht ganz geschlossenes Hallenfenster auf die Spielfläche gefunden. „Daher wurde zur Halbzeitpause die Spielfläche so nass, dass eine Wiederaufnahme des Spiels nicht möglich war“, schilderte der HSG-Vorsitzende Robert Heidhues die missliche Situation.

Hallenwart hat kein Glück

Zuvor hatte der herbeigerufene Hallenwart kein Glück die Elektronik des Fensters zu überlisten. Die HSG-Frauen um ihren neuen Trainer Yunus Boyraz hatten zur Halbzeit gegen den TuS Hollenstedt mit 10:9 geführt.

Auch das für 17 Uhr geplante Oberligaspiel der Männer fiel letztendlich ins Wasser. „Ein Servicetechniker hatte einen Reset der Hallensteuerung durchgeführt. Das brachte jedoch nicht das gewünschte Ergebnis, sprich ein geschlossenes Hallendachfenster“, ließ der Vorsitzende Heidhues wissen: „Da es aber aufgehört hatte zu regnen und das Wetterradar zwei regenfreie Stunden erwarten ließ, entschieden Ausrichter und Unparteiische es zu versuchen und das Spiel mit einer Stunde Verspätung anzupfeifen.“

Wasser auf der Spielfläche

Doch nach 28 Minuten waren alle Beteiligten beim Stand von 12:18 aus Sicht der HSG am Ende ihrer Kunst. Bei einer Spielunterbrechung hatte sich herausgestellt, dass es wieder angefangen hatte zu regnen. Die Schiedsrichter zogen die Halbzeitpause vor. Doch der Niederschlag hielt an – draußen und dann eben auch wieder auf der Spielfläche. „Und so blieb den beiden nichts anderes übrig, als im Sinne der Gesundheit der Spieler auch diese Partie ohne endgültiges Ergebnis abzubrechen“, so Heidhues.

Die gedrückte Stimmung im Lager der HSG-Akteure brachte Malte Sültmann zum Ausdruck, der zu diesem Zeitpunkt mit fünf Toren bester Werfer war: „Eine wirklich ärgerliche Situation. So war auch eine gute Spielvorbereitung nicht möglich. Dementsprechend haben wir auch gespielt. Für uns ist es gut, dass wir so noch einmal eine neue Chance bekommen.“ Was auch der HSG-Männerwart Marc Köhring so sieht: „Ich gehe davon aus, dass das Spiel wiederholt wird. Es lag ja höhere Gewalt vor.“

Gäste aus Hameln enttäuscht

Auch die Reaktion aus dem Hamelner Lager ließ nicht lange auf sich warten: „Das ist für uns natürlich richtig ärgerlich. Wir haben bis zu diesem Zeitpunkt ein richtig gutes Spiel gemacht. Jetzt müssen wir noch einmal hinfahren. Die Schiedsrichter hätten das Spiel gar nicht anpfeifen sollen“, kritisierte VfL-Trainer Sven Hylmar. Am Montag erklärte Jens Schoof, Spielleiter der Handball-Oberliga, dass beide Spiele wiederholt werden – es liege höhere Gewalt vor. Die Vereine müssten sich nun auf Nachholtermine einigen.

Inzwischen hat der HSG-Vorsitzende Heidhues sein Bedauern über den Verlauf des Sonntagnachmittags ausgedrückt. „Das gilt natürlich gegenüber den enttäuschten Trainern, Spielern und Betreuern der VfL Hameln, die an dem Nachmittag gut ins Spiel gefunden hatten. Das gilt auch für die Spielerinnen und Verantwortlichen des TuS Hollenstedt, die den weiten Weg ohne Spielergebnis wieder nach Norden antreten mussten. Und ganz besonders gilt das für unsere Zuschauer, die Fans der Gäste- und Heimmannschaften, die sich genauso wie wir einen anderen Sonntagnachmittag vorgestellt haben. Wir als Verantwortliche der HSG Plesse-Hardenberg werden alles Mögliche tun, um in Zukunft einen reibungslosen Ablauf unserer Heimspiele zu gewährleisten.“

Von Ferdinand Jacksch

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