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Wieder mal dicke Luft bei der SVG

Fußball Wieder mal dicke Luft bei der SVG

Die Heimpartie am Sonntag scheint ins Wasser zu fallen, doch hinter den Kulissen von Fußball-Oberligist SVG brodelt es wieder einmal. In der vergangenen Woche hat Fußball-Abteilungsleiter und Teammanager Thorsten Tunkel mit Rücktritt gedroht.

Hintergrund ist unter anderem eine Meinungsverschiedenheit mit dem neuen Trainer Djordje Curcic. Ein Telefongespräch mit dem Vorsitzenden Franz Gulz hat die Wogen zunächst geglättet. Weitere Gespräche am Wochenende und in der kommenden Woche mit Gulz, der aus Wien anreist, sollen restliche Unklarheiten beseitigen.

Die Chancen, dass sich Tunkel und Curcic aussöhnen, stehen gut, jene, dass die Heimpartie der SVG am Sonntag um 14 Uhr gegen Borussia Hildesheim angepfiffen wird, gehen gegen Null. „Das Spiel ist stark gefährdet“, unterstrich gestern Pressesprecher Helmut Latermann. Eine endgültige Entscheidung falle jedoch erst am Sonntagmorgen.
Tunkel, der bis gestern in Berlin Urlaub gemacht hat, berichtete auf Tageblatt-Nachfrage, er habe am vergangenen Montag ein Fax geschickt, in dem er dem Verein seinen Rücktritt angeboten habe. Beweggrund sei die „allgemeine Situation im Verein“ gewesen. „Als Curcic zum Trainer gemacht wurde, gab es Dinge, die wir intern besprochen haben und die zwei Tage später in der Zeitung stehen. Es wurde so hingestellt, dass ich derjenige war, der die Ablösung von Constein betrieben hat“, sagte Tunkel – Christian Constein war laut SVG-Pressemitteilung nach einem Vortrag von Tunkel beim Vorstand ins zweite Glied zurückgekehrt (Tageblatt berichtete).

Aus SVG-Kreisen war unterdessen zu hören, dass Tunkel auf Geheiß von Curcic beim 0:3 in Wolfsburg nicht in die Kabine der Mannschaft und auf die Bank durfte. Daraufhin schaute er sich die Partie zusammen mit Ex-Coach Knut Nolte an, der von Lupo Martini eingeladen worden war.

„Es ist nicht so, dass Djordje kommt und alles verbietet“, machte der neue SVG-Trainer deutlich. „Ich möchte nur nicht, dass jemand vom Vorstand in die Kabine kommt. Sie ist ein Platz für die Mannschaft, den Trainer, die Assistenten und Betreuer. Ich arbeite für die SVG und nicht für Tunkel, Lüdecke oder Latermann.“ Es sollten „alle für die SVG arbeiten und nicht jeder gegen jeden. Wenn jemand quer schießt, werde ich das spüren. Und ich spüre sehr gut.“ Im Prinzip basiere die Meinungsverschiedenheit mit Tunkel jedoch auf einem Missverständnis, das am Wochenende aus dem Weg geräumt werden soll. Curcic kann sich sogar gut vorstellen, Tunkel als Teammanager und Constein als Assistenten zu behalten.

„Dinge intern besprechen“

Curcic und Tunkel wünschen sich nun unisono Ruhe im Verein, „Dinge müssen zukünftig intern besprochen werden“ (Tunkel). Das dürfte der Vorsitzende Franz Gulz gern hören. „Es hat eine Irritation gegeben, aber ich denke, dass Thorsten weitermachen sollte“, bekräftigte der Wiener gestern. „Er ist SVGer und bleibt SVGer.“ Es gebe „ein paar Leute“, die würde er gern in der SVG behalten – dazu gehört offenbar Tunkel.

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