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Wolf schreibt heute mit Huskies Geschichte

US-College-Meisterschaftsspiel Wolf schreibt heute mit Huskies Geschichte

Es ist ein Basketball-Match, das in die Geschichtsbücher eingehen wird. Erstmals wird das Auftaktspiel der nordamerikanischen College-Basketball-Serie NCAA I außerhalb der USA ausgetragen. Wenn sich in der Nacht von Freitag auf Sonnabend auf der US-Air-Base Ramstein bei Kaiserslautern die Talente der University of Connecticut (UCONN) und der Michigan State University um 23.30 Uhr beim Tipoff gegenüberstehen, dann sind auch drei Deutsche dabei.

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Will sein NCAA-Format unter Beweis stellen: Enosch Wolf.

Quelle: EF

Göttingen.  Der Göttinger Enosch Wolf sowie die Berliner Niels Giffey und Leon Tolksdorf lassen sich bei den UCONN Huskies zu Basketball-Profis ausbilden. „Meine Mannschaft ist top.Wir haben meiner Meinung nach die besten Aufbauspieler im Land. Wir sind ein junges talentiertes Team, das eine sehr gute Chemie hat“, beschreibt Wolf seine Huskies. Der 22-Jährige spielt seine dritte College-Saison, bekam unter dem als exzentrisch geltend, aber überaus erfolgreichen Ex-Coach Jim Calhoun allerdings kaum Einsatzzeit.

Calhoun ist einer der erfolgreichsten NCAA-Coaches aller Zeiten, war 26 Jahre lang Headcoach der Huskies und führte sie mit fast 900 Siegen regelmäßig ins große Meisterschafts-Final-Turnier „March Madness“. Unter Calhoun gewann Uconn 17-mal den Titel der Conference (Big East) und wurde 1999, 2004 und 2011 NCAA-Champion.

Unter dem neuen Coach Kevin Ollie, bis September noch Calhouns Assistenz-Trainer, will Wolf nun sein NCAA-Format unter Beweis stellen. Doch Ollie hat mit einem Handicap zu kämpfen. Weil die akademischen Noten der Spieler zu schlecht waren, wurden die Huskies von der NCAA bestraft. Sie dürfen nur ihre Conference-Spiele bestreiten, sind für die Finals gesperrt. Daraufhin wechselten Leistungsträger wie Oriakhi, Smith und Bradley das College.

Uconn hat also vermutlich ein nicht ganz so starkes Team zur Verfügung wie in den vergangenen Jahren. Im Frontcourt zählen jedoch Napier, Boatright und Calhoun zu den großen Talenten. Besonders Point Guard Napier wird eine NBA-Karriere vorhergesagt. Der Deutsche Geffey will auf der Small-Forward-Position in die Starting Five rücken. Wolf hat recht gute Chancen auf reichlich Einsatzzeit, denn er ist der einzige richtige Center im Team. Mit seinen 2,16 Metern ist er einer der in der NCAA seltenen Athleten, die größer als 2,14 Meter sind. So wolle er versuchen, eine Führungsrolle im Team zu übernehmen und sich einen Platz in der Startformation zu erkämpfen.

Die College-Basketball-Liga in den USA sei hart, in Deutschland gebe „es nichts Vergleichbares“, was das „physische und athletische Spiel“ betreffe. „Das Spiel in Ramstein gegen Michigan State wird sehr schwer. Michigan ist ein Top-Team, das sehr schnell und physisch spielt. Es wird ein harter Kampf werden“, blickt Wolf gespannt auf das Duell. Sein Einsatz geriet vor zwei Wochen kurzfristig in Gefahr. Beim Training zog er sich eine Gehirnerschütterung zu. Es war bereits seine dritte in den vergangenen zwei Jahren. „Es ist wieder alles okay“, gab Vater Horst Wolf Entwarnung.

Ausgetragen wird die Partie nicht etwa in einer gewöhnlichen Basketball-Arena. Nein, ein kompletter Flugzeug-Hangar wurde umgebaut, um die geschichtsträchtige Begegnung medienwirksam zu inszenieren. Der US-amerikanische Sportsender ESPN hat einen Vertrag mit den US-Streitkräften abgeschlossen. In den nächsten fünf Jahren soll das NCAA-Auftaktmatch jeweils auf einem Stützpunkt in Übersee ausgetragen werden, berichtet Sandra Archer, Sprecherin der Militärbasis Ramstein.

„ESPN America überträgt das Spiel  live, deswegen auch die ungewöhnliche Zeit. Im Hangar werden gut 3000 geladene Gäste sein, überwiegend Militärs und deren Angehörige“, so Archer weiter.  Die Auftaktpartie findet zwei Tage vor dem „Veterans Day“ statt, mit dem in den USA den US-Bürgern gedacht wird, die für die Vereinigten Staaten in Kriegen gedient haben.

NCAA I Basketball
NCAA I wird die Serie genannt, in der die Hochschulen um die US-amerikanische College-Meisterschaft spielen. Sie wird von der National Collegiate Athletic Association (NCAA) seit 1939 ausgerichtet und gilt als NBA-Kaderschmiede. Im Basketball setzt sich die NCAA I aus 32 Conferences (regionale Ligen) und fast 350 Teams zusammen. Für das Meisterschaftsturnier qualifizieren sich 64 Teams, darunter die 32 Conference-Sieger. Rekordmeister sind mit elf Titeln die UCLA Bruins von der University of California in Los Angeles. bam
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