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Regional Zweiter Verbandsliga-Neustart des TV Jahn
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12:01 04.05.2018
Benjamin Möller verabschiedet sich im letzten Oberliga-Spiel aus der ersten Mannschaft des TV Jahn Duderstadt. Quelle: Schneemann
Duderstadt

Am 29. Mai 2015 meldeten die Eichsfelder keine Mannschaft mehr für die Saison 2015/16 in der Handball-Oberliga. Damit stand der TV Jahn damals als erster Absteiger in die Verbandsliga fest. Neun Abgänge waren einfach zu viel, um in der Oberliga noch ein konkurrenzfähiges Team aufbieten zu können.

Drei Trainer in einer Saison

Diesmal hat es bei gerade einmal drei Siegen, zwei Unentschieden und 20 Niederlagen sportlich nicht gereicht. Drei Trainer haben in der zu Ende gehen Spielrunde ihr Glück versucht, das von Anfang an schlingernde Schiff in ruhige Fahrwasser zu manövrieren – doch vergebens. Erst Artur Mikolajczyk (der in der kommenden Saison den Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg übernimmt), von dem man sich in der Weihnachtspause im beiderseitigen Einvernehmen trennte, dann der ehemalige Manager Ekki Loest, zuletzt dann Jens Wilfer, der sich in der Spielrunde 2018/19 nur noch auf seinen angestammten Verbandsligisten HSG Oha konzentrieren wird.

Wer bleibt, ist Ekki Loest, der auch in der Familie stark engagierte Unternehmer, eine Handballikone mit einem Netzwerk weit über Südniedersachsen hinaus. Und er hat schon alle Ämter durch beim TV Jahn, ob Abteilungsleiter, ob Manager oder Trainer. Zwischenzeitlich hatte er sich aus dem Handballgeschäft aus unterschiedlichsten Gründen zurückgezogen, doch sein Herz hängt einfach an diesem Sport. Um es auf den Punkt zu bringen: Ohne Ekki Loest wäre der Handball beim TV Jahn Duderstadt längst tot. Andere Versuche ohne ihn sind kläglich gescheitert. Loest kann es nicht lassen.

Loest setzt auf mannschaftliche Geschlossenheit

Er will dem Handball im Eichsfeld wieder Leben einhauchen und in der kommenden Saison einen neuen Versuch starten, derzeit als Berater des Klubs: „Unsere Vorstellung, wieder mehr auf Spieler aus der Region und wieder mehr auf mannschaftliche Geschlossenheit zu setzen, hat sehr positive Reaktionen ausgelöst. Wir sind auf dem richtigen Weg“, ließ er durch seinen neuen sportlichen Leiter Matthias Koch ausrichten. Engagierte, ehrenamtliche Mitarbeiter am richtigen Fleck sind selten geworden. Davon weiß auch Loest sein Leid zu klagen.

Auch brauchbare Spieler für einen Neustart gibt es nicht wie Sand am Meer. Fest zugesagt haben folgende Akteure: Torjäger Justin Brandt, Alexander Klocke, Till Winkler, Nikolas Grolig, Ivan Klajic, Deni Skopic und Sergej Rollheuser. Beim letztgenannten ist allerdings noch abzuwarten, ob er beruflich hier in der Region bleibt. „Wir müssen erst einmal 14 Leute zusammen haben, die Handball spielen, und alles andere sehen wir dann“, bleibt Loest dieser Tage einigermaßen zuversichtlich. Bis Mitte der Woche konnte der TV Jahn offiziell noch keine neuen Spieler vermelden, auch noch keinen neuen Trainer.

Tombola zu Gunsten der Jugendarbeit

Am Sonnabend soll erst einmal die Saison 2017/8 abgehakt werden. Und das mit einer großen Tombola zu Gunsten der eigenen Jugend mit einer Abschlussfete bei Bratwurst, Bier und Cocktails. Und mit vielen Danksagungen. Ob an die Führungsspieler wie Justin Brand, Tobias Fritsch und Deni Skopic, die bei der aus vielen Gründen schwach besetzten Bank fast immer durchspielen mussten, ob an die übrige Mannschaft sowie den Trainer- und Betreuerstab. „ Dank sagen möchten wir auch Eigengewächs Benjamin Möller (35) der seine Karriere in der ersten Mannschaft beenden wird. Ein toller Typ, der die Mannschaft über viele Jahre unterstützt und geholfen hat“, betont Abteilungsleiter Christian Hupe.

Von Ferdinand Jacksch

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