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Ex-Formel-1-Pilot gibt Debüt

Paralympics: Alessandro Zanardi Ex-Formel-1-Pilot gibt Debüt

„Mein Rennen findet nun im Prothesen-Center in Budrio statt“, schreibt Ex-Formel-1-Pilot Alessandro Zanardi 2002 auf seiner Homepage. Ein Jahr zuvor hatte der zweifache Meister der US-amerikanischen Champ-Car-Rennserie bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring beinahe sein Leben verloren, siebenmal musste der Italiener wiederbelebt werden.

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Zurück auf der Rennstrecke: Alessandro Zanardi.

Quelle: dpa

London. Seine Beine konnten die Mediziner der Unfallklinik Berlin Marzahn nicht retten. Am Mittwoch, 5. September, steht für ihn wieder ein Rennen an: Der 45-Jährige gibt sein emotionales Paralympics-Debüt mit dem Handbike – auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke Brands Hatch.

Nach dem brutalen Schicksalsschlag wieder auf die Beine zu kommen, sei die schwierigste Aufgabe gewesen. „Die Herausforderung ist, ein paar Beine herzustellen, die funktionieren. Sie haben kein Blut, aber sie schmerzen sehr. Sie sind kalt wie Metall, aber sie bringen mich zum Schwitzen, als ob ich fortwährend bergsteige. Sie erlauben mir, mich vorwärts zu bewegen, aber sie lassen mich auch fallen“, beschreibt Zanardi seinen langen Weg zurück in ein aufrecht bewegtes Leben. Seine Lebensfreude hat er nicht verloren, Neugier und Leidenschaft treiben ihn an. Über Twitter teilte er seinen fast 24 000 Lesern unmittelbar vor der Abreise nach London mit: „Ich bin ein glücklicher Junge.“

Bereits 2003 wieder im Rennwagen

Nach dem Laufen lernen saß Zanardi bereits 2003 wieder in einem Rennwagen. Ihm hatten Wettbewerb und die positive Anspannung gefehlt. In einem speziell für ihn umgebauten BMW nahm er von 2005 bis 2009 an der Tourenwagen-Weltmeisterschaft teil. Er gab mit der Hand Gas und gewann Rennen. Doch er spürte, dass er etwas Neues machen will. So probierte er die handgetriebenen Rollstühle aus, die Liegendfahrrädern ähneln.

2006 nahm er erstmals am New-York-Marathon teil, 2011 gewann er das renommierte Rennen und zählt in London zu den Medaillenkandidaten. Zweieinhalb Jahre lang hat der lebensfrohe Italiener hart für seine Paralympics-Premiere trainiert. Etwa 80 Kilometer absolvierte „Alex“ in der Vorbereitung täglich mit seinem Sportgerät. Den Spitznamen erhielt er von US-amerikanischen Reportern, da sie Schwierigkeiten hatten, seinen Namen auszusprechen. Jetzt ist der zweifache Champ-Car-Meister bereit für die Rückkehr nach Brands Hatch, wo er vor 21 Jahren in der Formel 3000 Zweiter wurde. Er startet im Einzel, Team und Zeitfahren.

Den Enkeln von London erzählen

„Ich werde Freunden und meinen Enkelkindern, so ich glücklich genug bin, einmal welche zu haben, immer von London berichten“, wird Zanardi in der kostenlosen Londoner U-Bahn-Zeitung Metro zitiert. „Sie auf dem sitzend haben, was von meinen Beinen übrig geblieben ist, werde ich ihnen erzählen, Opa war in London und machte dies und das.“

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