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Mit Tempo 36 durch die Stadionkurve

Paralympics: Rennrollstuhl Mit Tempo 36 durch die Stadionkurve

Rollstuhl-Rennen gibt es seit 1968 im Paralympics-Programm. Über 100 Meter gingen die Athleten in Tel Aviv an den Start. In London kämpfen die Sportler über dieselben Kurz-, Mittel- und Langstrecken um die Medaillen wie die Leichtathleten bei den Olympischen Spielen.

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Quelle: dpa

Bei den Wettkämpfen wird eine Klassifizierung vorgenommen, die Klassen sind mit den Nummern 51 bis 58 ausgewiesen. Mit den leicht modifizierten Alltagsrollstühlen der 1960er Jahre haben die modernen Sportgeräte allerdings fast nichts mehr gemein. Bereits in den 1970ern begann die Entwicklung der Renn-Rollstühle, in den 1980ern gab es dann die ersten seriell gefertigten Sportgeräte im Handel.

Im Gegensatz zu den ersten Modellen sind die heutigen Sportgeräte nur noch dreirädrig und haben kaum noch Ähnlichkeit mit Alltags-Rollstühlen. Diese Renn-Rollstühle garantieren eine bessere Spurtreue. 1983 wurde damit begonnen, größere Laufräder zu verwenden, 1985 wurden dann auch deutlich  größere Vorderräder montiert. Damit einher gingen Verbesserungen der Sitzposition des Athleten. Um eine dynamischere Sitzposition zu erreichen, setzte sich 1986 durch, dass die Füße der Fahrer immer weiter nach hinten verlagert wurden. Ab 1989 war ein integrierter Lenkmechanismus für die Stadionkurven üblich, danach veränderte sich das Design der Rennrollstühle, abgesehen von einer Verlängerung des Rahmens, nicht mehr entscheidend.

Mit dem Aufkommen der Handbikes nahm die Anzahl der Renn-Rollstuhl-Fahrer ab. Die Liegend-Fahrrädern ähnelnden Handbikes erlauben höhere Geschwindigkeiten und Steigungen. So schafft ein Top-Athlet im Rollstuhl etwa 36 km/h, der Handbiker bis zu 80 Kilometer pro Stunde.

Das Sportgerät

Mit ihren dreirädrigen Renn-Rollstühlen erreichen Top-Athleten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 36 Kilometer pro Stunde. Das Sportgerät ist zwischen 1,70 m und 1,85 m lang und wiegt nur etwa acht bis zehn Kilogramm. Die mit einem Sturz von bis zu zwölf Grad justierten Hinterräder sind deutlich größer als das Vorderrad. An den Hinterrädern sind die kleineren Treibringe angebracht, mit denen der Rollstuhl beschleunigt wird. Seit 1989 gibt es einen integrierten Lenkmechanismus für Stadionkurven. 

Tiefer Sitz

Athleten mit einer hohen Läsion des Rückenmarks verfügen nur über eine recht geringe Stabilität. Sie sitzen sehr tief im Rollstuhl und haben die Knie extrem nah vor der Brust. So ist die größtmögliche Stabilität zu erzielen.

Kniesitz

Rollstuhlfahrer, die noch über teilweise oder gänzlich erhaltene Bauchmuskelaktivität verfügen, präferieren den Kniesitz. Er ist möglichst flach und kompakt. Er bietet den Vorteil, dass zusätzlich zur Armmuskulatur auch Rumpfkraft genutzt werden kann.

Sitz mit Fußbrett

Überwiegend aus Gründen des Sitzkomforts nutzen viele Rollstuhl-Athleten ein Fußbrett. Gründe können aber auch Einschränkungen der Beweglichkeit der Beine oder Trainingserfahrungen sein. Diese Athleten sitzen fast aufrecht in ihrem Sportgerät. bam

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