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Packendes Duell der derzeit besten Teams

Paralympics: Rollstuhlbasketball Packendes Duell der derzeit besten Teams

Es ist die Paarung, die sich jeder Spielplan-Ersteller für das Finale erhofft: Weltmeister gegen Vizeweltmeister, Paralympicssieger gegen Silbermedaillengewinner. Bei den Spielen in London gibt es dieses packende Duell der derzeit besten Rollstuhlbasketball-Frauen-Teams bereits als erstes Vorrundenspiel der Gruppe B.

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Trainer der deutschen Herren: Nicolai Zeltinger.

Quelle: dpa

London. Seriensieger USA trifft auf Dauerrivale Deutschland. Und Team Germany ist zuversichtlich, den Favoriten stürzen zu können und sich endlich den langersehnten Traum von Gold zu erfüllen.

Trainer ist selbstbewusst 

„Wir sind jetzt dran. Es ist Zeit für eine Wachablösung. In der Vorbereitung haben wir die USA dreimal geschlagen.“ Andreas Joneck, Teammanager der deutschen Rollstuhlbasketball-Teams, blickt selbstbewusst auf die Wettkämpfe der Frauen. Rollstuhlbasketball gehörte bereits bei den Spielen 2008 in Peking zu den meistbesuchten Sportarten. In England genießt das temporeiche Spiel seit Jahrzehnten einen extrem hohen Stellenwert. Tickets für die Paralympics-Partien der Top-Favoriten zu bekommen, ist beinahe unmöglich.

Enorme koordinative Fähigkeiten

Das rasante Spiel, welches enorme koordinative Fähigkeiten von den Athleten verlangt, folgt im wesentlichen den Regeln des Fußgänger-Basketballs. Mannschaftsstärke, Zählweise und Spielfeldgröße sind identisch, und auch der Korb hängt in 3,05 Metern Höhe, was hohe Anforderungen an die Wurftechnik der Athleten stellt. Doch die Sportler müssen nicht nur sicher werfen, sie müssen  auch ihren Rollstuhl und den Umgang mit dem orangefarbenen Basketball extrem gut beherrschen. Der wesentliche Unterschied zum Fußgänger-Basketball besteht in der Klassifizierung. Je nach Grad der Behinderung wird der Athlet in eine von acht Klassen (ein bis 4,5 Punkte) eingeteilt. Die fünf Spieler auf dem Feld dürfen  zusammen höchstens 14 Punkte haben. Der Schubfehler ersetzt den Schrittfehler.  

Aussetzer des deutschen Teams sehr unwahrscheinlich

Dass sich die deutschen Damen einen Aussetzer erlauben und sich nicht fürs Viertelfinale qualifizieren, ist sehr unwahrscheinlich. In den Partien gegen die Gruppengegner Frankreich, China und Mexiko ist Team Germany deutlich favorisiert. Im möglichen Viertelfinale ginge es für die Mannschaft von Bundestrainer Holger Glinicki am Dienstag, den 4. September weiter. Ob es wirklich Gold wird, steht am 7. September fest.

Die deutschen Herren sind gestern Abend in der 16500 Zuschauer fassenden North Greenwich Arena gegen Gastgeber Großbritannien ins Turnier gestartet. „Das war unser Wunschgegner zum Auftakt“, jubelte Nicolai Zeltinger nach der Auslosung im April dieses Jahres. Der Bundestrainer der deutschen Herren-Nationalmannschaft sah so den größten Druck auf dem Gastgeber. Im Tagesrhythmus folgen für die deutschen Herren nun die Partien gegen Außenseiter Kolumbien, Asienmeister Japan, den zweifachen Paralympicssieger Kanada und gegen Polen. Schafft Deutschland mit einem der ersten vier Plätze in der sechsköpfigen Vorrundengruppe B den Sprung ins Viertelfinale, findet dieses nach einem Tag Pause am Mittwoch,  5. September, statt.

Die großen Vier

Neben Großbritannien gehören Australien (Weltmeister und Paralympicssieger), USA und Kanada zu den großen Vier. „Danach kommen wir. Unserem jungen Team fehlt noch ein wenig die Routine, 2016 wollen wir ein Top-Team sein. An guten Tagen können wir aber die Großen bezwingen“, so Joneck. Zuletzt bekam das Kanada mit seinem Star Patrick Anderson zu spüren. Der 33-Jährige war jahrelang unangefochten der beste Rollstuhlbasketballspieler der Welt. „Zuletzt hat er sich aber eine Auszeit genommen und unter anderem geheiratet“, sagt Joneck, der als Manager des Bundesligisten und amtierenden Champions-League-Siegers RSC Lahn-Dill drei Jahre lang eng verbunden mit dem kanadischen Ausnahmeathleten war. Von 2003 bis 2006 ging Anderson für den RSC in der Bundesliga auf Korbjagd. Neunjährig wurde Anderson von einem betrunkenen Autofahrer angefahren und musste an beiden Beinen oberhalb des Knies amputiert werden. „Mit seiner Art Basketball zu spielen, trug er als Botschafter des Rollstuhlbasketballs maßgeblich zum Bekanntwerden der Sportart bei“, betont Joneck.

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