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Rennen auf Bahn und Straße

Paralympics: Radrennen Rennen auf Bahn und Straße

Die Radrennen gehören bei den Paralympics zu den rasanten Sportarten. Gefahren wird seit den Spielen 1988 in Seoul auf der Straße, 1996 in Atlanta kamen die Bahnwettbewerbe hinzu. Im schicken Londoner Velodrom werden 18 Wettkämpfe stattfinden, 32 weitere auf den Straßen um Brands Hatch/Kent.

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Quelle: afp

Insgesamt nehmen 225 Radsportler (155 Männer und 70 Frauen) an den Paralympics teil. Je nach Startklasse variiert die Streckenlänge von 1,5 bis 100 Kilometer. Bei den Paralympics gibt es sechs verschiedene Wettkampf-Kategorien. Jedoch fährt nicht jede Schadensklasse jede Kategorie.

Das Einzelzeitfahren findet über 1000 Meter auf der Bahn statt, hier werden Zweiräder oder Tandems gefahren. Die Einzelverfolgung ist ein Bahnwettkampf, hier wird mit Zweirädern oder Tandems über 3000 oder 4000 Meter gefahren.
Der Sprint erfolgt über 200 Meter mit fliegendem Start. Dieser Bahn-Wettbewerb ist den Tandems vorbehalten.

Beim Team-Sprint starten drei Athleten aus einer Kombination von Amputierten und Cerebralparetikern je eine Runde. Diesen Bahn-Wettbewerb fahren ausschließlich Männer auf Zweirädern. Die Straßenrennen sind zwischen 15 und 100 Kilometer lang. Alle Räder werden bei den Massenstart-Rennen gefahren.

Die Einzelzeitfahren gibt es von 1,5 bis 50 Kilometer. Es ist ein Straßenrennen für alle Räder.

Das Handbike

Als eigenständige Sportart sind die Handbike-Rennen seit Athen 2004 im Kanon der paralympischen Sportarten aufgenommen. Prominentester Handbiker in London ist der ehemalige italienische Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi. Es gibt die Klassen H1 bis H4, es starten Athleten mit Rückenmarksverletzungen oder Amputierte. Die paralympischen Rennen werden auf dem Motorsport-Rundkurs in Brands Hatch ausgetragen. Die Handbikes der Top-Athleten sind exakt auf den Sportler angepasst und für dessen Anforderungen ausgerüstet. Jedes Rennbike ist somit ein Unikat. Die Top-Athleten bringen die mit der Armmuskulatur angetriebenen Rennbikes auf Spitzengeschwindigkeiten von gut 80 Kilometer pro Stunde. Moderne Bikes wiegen etwas über zwölf Kilogramm. Obwohl konsequent auf Leichtbauweise getrimmt, sind die Sportgeräte aufgrund des Einsatzes von Materialien wie Aluminium für Rahmen und Gabelstück sowie Carbon für Grundplatte und Ket
tenschutz extrem belastbar. Bei den technischen Funktionseinheiten für Schaltung und Bremse kommen Komponenten aus dem Radrennsport zum Tragen. Die Idee des Handbikes geht zurück auf einen  per Hand angetriebenen dreirädrigen Rollstuhl aus dem 17. Jahrhundert. Stephan Farfler, ein behinderter und handwerklich geschickter Uhrmacher aus Altdorf bei Nürnberg, hat um 1655 das erste Handbike-ähnliche Gerät erfunden. Die modernen Handbikes wurden Mitte der 1980er Jahre in den USA entwickelt. Inzwischen haben sich eigene Rennserien etabliert.

Fahrrad 

Athleten mit einer Amputation oder einer anderen Behinderung fahren meistens mit dem Fahrrad. Es gibt Straßen- und Bahn-Rennen. Unterteilt werden die Pedaleure in die Klassen C1 bis C5. Je niedriger die Ziffer ist, desto höher ist die Auswirkung der Behinderung auf das Fahren des Athleten. Alternativ kommen auch Dreiräder (Grafik) zum Einsatz. Hier treten Athleten in den Klassen T1 und T2 gegeneinander an.

Tandem

Tandem-Rennen werden sowohl auf der Straße als auch auf der Bahn ausgetragen. Hier treten sehbehinderte Sportler gegeneinander an, deswegen gibt es auch nur die Startklasse B. Der sehbehinderte Athlet sitzt auf dem Tandem hinter seinem sehenden Kollegen, der „Pilot“ genannt wird. bam

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