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Ein Meer von Märzenbechern am Kleinen Mönchskopf

Frühlings-Wald Ein Meer von Märzenbechern am Kleinen Mönchskopf

Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: Ein Besuch bei den Märzenbechern im Frühlings-Wald.

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Meer von Märzenbechern: Auf dem Kleinen Mönchskopf bei Reckershausen blühen sie schon.

Quelle: Gückel

Wer die Natur nicht kennt, wird sie nicht lieben und schützen lernen. Deshalb: Raus in die Natur! Im Frühling ist dafür die beste Jahreszeit. Die lichten Buchenwälder des Frühjahrs lassen ungeahntes Leben aus der dichten Laubschicht sprießen. Einer der ersten Frühlingsboten: die Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), auch Märzenbecher genannt.

Eines der größten Märzenbecher-Vorkommen findet sich nordöstlich von Reckershausen. Der Große und der Kleine Mönchskopf (323 Meter hoch) sind die südlichsten Berge des Reinhäuser Waldes. Ein idyllisches Tal, das sich von Reiffen- bis Reckershausen zieht, trennt beide Berge. Unterhalb des Bergkammes findet der Märzenbecher ideale Bedingungen: ein hoch gelegener, geschützter Nordhang mit viel Licht unter noch blattlosen Laubbäumen, dazu eine dünne Humusschicht auf Kalkfelsen. Weitere Vorkommnisse gibt es im Göttinger Wald am Kamm des Westerberges, auf dem Ossenberg oder am Nordhang des Giesebergs bei Deiderode.

Allerdings: Märzenbecher sind selten, ihr Umfeld äußerst schützenswert. Wer sie in Gruppen besuchen oder sich nicht mit äußerster Vorsicht im Wald bewegen will, der sollte ein anderes, touristisch erschlossenes Märzenbecher-Paradies besuchen: den Schweineberg bei Hameln mit riesigem, 1,5 Kilometer langen Märzenbecher-Gürtel.

Der Kleine Mönchskopf ist erreichbar vom Friedhof Reckershausen aus oder vom Ende der Bergstraße aus über den Waldweg Richtung Norden. Märzenbecher wachsen flächig unterhalb des Bergkamms.

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