Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
333 Dinge Friedhof der Armen und Professoren
Thema Specials 333 Dinge Friedhof der Armen und Professoren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:28 27.05.2011
Von teils aufwendig gestalteten Grabmalen geprägt: der Bartholomäusfriedhof an der Weender Landstraße. Quelle: Heller

Als zur Zeit der Aufklärung die direkt an den Innenstadtkirchen gelegenen Friedhöfe als unhygienisch galten, wurde das Friedhofswesen aus der Stadt heraus verlagert. Vor den Toren Göttingens entstand 1747 der Bartholomäusfriedhof. Er galt zunächst als Armenfriedhof, wurde dann aber stärker angenommen, als sich auch Prominente dort beerdigen ließen, darunter aufgeklärte Professoren der 1737 eröffneten Universität. 1840 wurde der Friedhof auf seine heutige Größe von knapp 20 000 Quadratmetern erweitert. Als ab 1850 die Bebauung auch vor den Toren der Stadt einsetzte, wurde der Friedhof allmählich von der Besiedlung überholt, war nicht mehr erweiterbar und wurde 1881 geschlossen, als der neue Zentralfriedhof an der Kasseler Landstraße eingerichtet wurde.

Der Bartholomäusfriedhof verfiel trotz beachtlicher künstlerischer Bausubstanz mit der Zeit. Seit knapp einem Jahrzehnt bemüht sich die Stadt jedoch um die Sanierung des Geländes und der teils aufwendig gestalteten Grabmale, darunter auch zwei Mausoleen. Erhalten sind unter anderem die Grabmale des Physikers und Schriftstellers Georg Christoph Lichtenberg, des Dichters Gottfried August Bürger und der Verlegerin Anna Vandenhoeck.

Der Bartholomäusfriedhof liegt zwischen Güterbahnhof- und Weender Landstraße. Er ist frei zugänglich.

bar

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!