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Hainbuchen wie urige Gestalten

Hainbuchenwald bei Gieboldehausen Hainbuchen wie urige Gestalten

Was kann man in und um Göttingen herum so alles unternehmen? Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: der Hainbuchenwald bei Gieboldehausen.

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Knorrige Gestalten im Tischengrund: der Hainbuchenwald bei Gieboldehausen.

Quelle: Blank

Ein Relikt historischer Waldnutzung existiert ganz in der Nähe Gieboldehausens in einem Forst der Realgemeinde. Am Hopfenberg, in der Gemarkung Tischengrund, befindet sich auf einer Fläche von über acht Hektar ein etwa 130 Jahre alter Hainbuchen-Kopfholzbestand, der landesweit von kulturhistorischem Wert ist.

Das Waldstück stammt noch aus der Zeit der Niederwaldwirtschaft. Als es noch keine fossilen Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas gab, war Brennholz ein sehr wichtiges Naturgut. Die Hainbuchen wurden regelmäßig geköpft, um das Holz zu ernten. Durch den Rückschnitt hat sich jede einzelne der Kopfhainbuchen im Laufe der Jahrzehnte sehr individuell entwickelt.

Kein Baum gleicht dem anderen. Wie Zwerge in einem Märchenwald stehen die knorrigen Bäume im hügeligen Forst. Urige Gestalten reihen sich aneinander – die Fantasie lebt beim Spazierengehen auf.

Der Hainbuchenwald wird in Zusammenarbeit mit der Umweltstiftung Niedersachsen und dem Landschaftspflegeverband Göttingen von der Realgemeinde Gieboldehausen bewirtschaftet. Unter der Regie des Vorsitzenden Michael Döring haben in den vergangenen Jahren verschiedene Pflanzaktionen im Tischengrund stattgefunden. Viele der kleinen Bäume wurden von jungen Gieboldehäusern gepflanzt, unter ihnen zahlreiche Schul- und Kindergartenkinder. Über Namensschilder an jeder der neu gepflanzten Buchen lässt sich diese Pflanz-Geschichte nachvollziehen. Vom Grillplatz aus können Besucher auf einem eigens ausgeschilderten Rundweg (Dauer: zirka 45 Minuten) den Hainbuchenwald und das umliegende Gelände erkunden.

Der Hainbuchenwald befindet sich am nördlichen Ortsrand von Gieboldehausen in der Gemarkung Tischengrund. Das Areal ist über einen ausgeschilderten Weg zu erreichen, der auf Höhe der Einmündung Rhumestraße von der Bundesstraße 27 (nahe der Aral-Tankstelle) in nördliche Richtung führt. Unterhalb des Grillplatzes gibt es Parkmöglichkeiten.

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