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333 Dinge Herberhausen an der Sahara
Thema Specials 333 Dinge Herberhausen an der Sahara
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17:02 25.09.2011
Momentaufnahme der Erdgeschichte: Rippelmarken bei Herberhausen. Quelle: Schäfer

Vor 240 Millionen Jahren lag Herberhausen am Südrand der westlichen Sahara. Und die Einwohner Herberhausens waren Fische. Denn diese Region war damals Meeresgrund, erkennbar an den vielen Muschelresten, die der Boden heute noch birgt. Später hat die Kontinentalverschiebung die Scholle nach Norden gedrückt.

Ein Stück fossilen Meeresbodens bei Herberhausen liegt frei. Er zeigt das, was wir heute bei Ebbe im Wattenmeer beobachten können: die sogenannten Rippelmarken. Im Wattenmeer bestehen sie aus Sand, in Herberhausen aus Kalkstein. Es sieht so aus, als sei das Wasser gerade verschwunden – eine steinerne Momentaufnahme der Erdgeschichte. Wobei das Wort Momentaufnahme relativ ist – die Zeit der Versteinerung war ein wenig länger als die Belichtungszeiten heutiger Kameras.

Entstanden sind diese Rippelmarken durch die Strömung am Boden des Muschelkalkmeeres, einem Nebenmeer des weltumspannenden Tethys-Ozeans. Führungen bieten das Stadtforstamt Göttingen (Pfarrweg 1 in Herberhausen, Telefon 05 51 / 2 10 22) oder Dr. Gernot Arp im Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen (Goldschmidtstraße 3, Telefon 05 51 / 39 79 86) an.

Zu erreichen ist der Forststeinbruch zu Fuß: von Herberhausen in Fortsetzung der Straße Zum Hohen Brunnen nach Osten oder von der Ombornstraße am Parkplatz an der Forststraße, die weiter in den Hollandsgrund führt, den schmalen Pfad rechts bergan.

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