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Rechtsfindung live erleben als Prozessbeobachter

Göttinger Gericht Rechtsfindung live erleben als Prozessbeobachter

Was kann man in und um Göttingen herum so alles unternehmen? Die Tageblatt-Redaktion stellt 333 Dinge vor, die man in der Region gemacht haben sollte. Heute: eine Verhandlung erleben in einem Göttinger Gericht.

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Lehrstück in Sachen Rechtsstaatlichkeit: Aufmerksame Zuhörer im Landgericht.

Quelle: Hinzmann

Im Gericht und auf hoher See, sagt der Volksmund, sind wir alle in Gottes Hand. So gesehen ist ein Vormittag im Gericht wie eine Seefahrt: Man weiß nie, was einen erwartet. Das könnte dies sein: Ein spannender Mordprozess im Schwurgerichtssaal hinter hoher Glaswand und mit wachsamen Wachtmeistern. Eine amüsante, an königlich-bayerisches Amtsgericht erinnernde Verhandlung beim Einzelrichter. Eine schicksalsentscheidende Güteverhandlung im Arbeitsgericht. Oder ein von Gesetzes- und höchstrichterlichen Urteilszitaten strotzender Streit zwischen Bürger und Behörde im Verwaltungsgericht. Ob es öde wird oder spannend, amüsant oder schockierend, weiß man nie. Schon mancher Lehrer mit Schulklasse hat sich mit Grausen abgewandt, wenn die Kinder in einen Missbrauchsprozess geraten waren.

Dabei gilt: Verhandlungen sind grundsätzlich öffentlich, abgesehen von Jugendsachen oder solchen, bei denen die Öffentlichkeit ausdrücklich ausgeschlossen ist. Jeder kann zuhören, sofern er nicht selber Zeuge in der Sache ist. Man kann auch kommen oder gehen, wann man will, wenn man nicht stört dabei. Saalrecht haben die Richter. Wer interessiert ist, lässt gefährliche Gegenstände zu Hause, nimmt den Eingang Maschmühlenweg (mit Kontrolle) und informiert sich am Aushang, wo verhandelt wird. Zivilverfahren sind nicht zu empfehlen, Strafprozesse sehr wohl.

Land-, Amts-, Arbeitsgericht, Berliner Straße 8, Verwaltungsgericht, Berliner 5. Verhandlungen täglich ab 9 Uhr.

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