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333 Dinge Theaterspielen im Schau-Operationssaal der Chirurgen
Thema Specials 333 Dinge Theaterspielen im Schau-Operationssaal der Chirurgen
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21:32 11.07.2011
Bühne im ehemaligen Operationssaal: Studenten spielen hier heute Theater im OP. Quelle: Vetter

Es klingt ein bisschen makaber, ist es aber gar nicht. Theaterspielen in einem Operationssaal geht dann, wenn der Raum schon lange umgewidmet ist – wie der Saal des ThOP. Studenten wurden früher in dem Chirurgie-Schau-Operationssaal ausgebildet, heute tummeln sie sich hier als Schauspieler. Für beides eignet sich der Raum prächtig, er wurde beim Rollenwechsel nicht wesentlich umgebaut.

Steil ziehen sich die Stühle der Besucher an den Seiten der Bühne empor, mehr als 200 sollten hier hineinpassen. Wie in einer Arena fühlen sich die Akteure zwischen den Besucherwänden, die sich türmen. Und wenn auf der Bühne mit Wasser oder Farbe gespritzt wird, sitzen nur die Gäste in der ersten Reihe gefährlich. Schon ab Reihe zwei erreicht kein Tropfen die Zuschauer.

1984 wurde das ThOP von Mitarbeitern der dramaturgischen Abteilung des Seminar für Deutsche Philologie. Ziel war die Vermittlung theaterpraktischer Fähigkeiten. Dazu zählen neben Schauspielerei und Regie natürlich auch Maske, Bühnenbau, Beleuchtung und Tontechnik. In den vergangenen 27 Jahren hat sich das studentische Theater zu einer festen Größe in der Göttinger Kulturlandschaft entwickelt. Etwa zehn Produktionen stehen jedes Jahr auf dem Spielplan. Am Mittwoch, 13. Juli, hat „That Face“ von Polly Stenham in der Inszenierung von Thomas Müller um 20.15 Uhr Premiere.
Theater im OP, Käte-Hamburger-Weg 3 in Göttingen. Karten gibt es unter der Telefonnummer 05 51 / 39 70 77. Internet: thop.uni-goettingen.de.

pek

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