Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
333 Dinge Wo sich drei Weltreligionen treffen
Thema Specials 333 Dinge Wo sich drei Weltreligionen treffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:28 09.11.2012
Von Katharina Klocke
Kirchenkunst: Im Städtischen Museum treffen drei Weltreligionen aufeinander. Quelle: Beuermann

Eine der bedeutendsten Kirchenkunstsammlungen Norddeutschland ist in den Museumsräumen am Ritterplan zu sehen. Die Stadt verdankt sie dem Duderstädter Sammler Karl Gläse (1852-1909), der fast 200 kirchliche Kunstwerke aufkaufte, nachdem Gotteshäuser modernisiert wurden. Die Exponate kaufte ihm das Museum später ab.

Besonders wertvoll etwa die Madonna von Bilshausen von 1150. Die romanische Skulptur wurde um 1150 geschaffen und ist ein Kunstwerk aus einer Zeit, da Göttingen gerade erst als Siedlung entstand. Die Madonna ist heute eine der wenigen monumentalen Freiplastiken dieser Zeit aus dem sächsischen Raum. Vom Ende des 15. Jahrhunderts finden sich die ersten Werke, die namentlich bekannten Künstlern zuzuweisen sind. Für die Stadt Göttingen war um 1500 der Bildhauer Bartold Kastrop einer der bedeutendsten Meister.

Einige Exponate stammen auch aus Göttinger Kirchen, „hergestellt allerdings nur bis 1520, danach gab es in der Stadt die Reformation und den Bildersturm“. Beides setzte der Marien- und Heiligenverehrung in Göttingen ein Ende. Die späteren Ausstellungsstücke stammen größtenteils aus dem Eichsfeld.

Das Städtische Museum Göttingen (museum.goettingen.de), Ritterplan 7/8, ist dienstags bis freitag von 10 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!