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Wo sich drei Weltreligionen treffen

Das Städtische Museum Wo sich drei Weltreligionen treffen

Ein Besuch im Treffpunkt dreier Weltreligionen: Der Koran und ein Gebetsteppich der Muslime, die Tora und ein siebenarmiger Leuchter des Judentums sowie Bibel und Kruzifix stehen für die Vielfalt der Kulturen und Religionen in Göttingen. Ausgestellt werden sie im Städtischen Museum Göttingen – in der Ausstellung regionaler kirchlicher Kunst.

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Kirchenkunst: Im Städtischen Museum treffen drei Weltreligionen aufeinander.

Quelle: Beuermann

Eine der bedeutendsten Kirchenkunstsammlungen Norddeutschland ist in den Museumsräumen am Ritterplan zu sehen. Die Stadt verdankt sie dem Duderstädter Sammler Karl Gläse (1852-1909), der fast 200 kirchliche Kunstwerke aufkaufte, nachdem Gotteshäuser modernisiert wurden. Die Exponate kaufte ihm das Museum später ab.

Besonders wertvoll etwa die Madonna von Bilshausen von 1150. Die romanische Skulptur wurde um 1150 geschaffen und ist ein Kunstwerk aus einer Zeit, da Göttingen gerade erst als Siedlung entstand. Die Madonna ist heute eine der wenigen monumentalen Freiplastiken dieser Zeit aus dem sächsischen Raum. Vom Ende des 15. Jahrhunderts finden sich die ersten Werke, die namentlich bekannten Künstlern zuzuweisen sind. Für die Stadt Göttingen war um 1500 der Bildhauer Bartold Kastrop einer der bedeutendsten Meister.

Einige Exponate stammen auch aus Göttinger Kirchen, „hergestellt allerdings nur bis 1520, danach gab es in der Stadt die Reformation und den Bildersturm“. Beides setzte der Marien- und Heiligenverehrung in Göttingen ein Ende. Die späteren Ausstellungsstücke stammen größtenteils aus dem Eichsfeld.

Das Städtische Museum Göttingen (museum.goettingen.de), Ritterplan 7/8, ist dienstags bis freitag von 10 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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