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Gefalteter Stern hält ohne Klebstoff

Basteltipp Gefalteter Stern hält ohne Klebstoff

In diesem Jahr öffnet das Tageblatt bis zum Heiligen Abend wieder täglich ein Türchen des Adventskalenders. Dahinter verbergen sich weihnachtliche Basteltipps zum Mitmachen und Nachbasteln. Heute zeigt Walburga Dempewolf aus Bovenden, wie man Bascetta-Sterne faltet.

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Falten will gelernt sein: Walburga Dempewolf hat sich das Basteln von Bascetta-Sternen einst beibringen lassen.

Quelle: Vetter

Der Bastler benötigt als erstes 30 Quadrate aus dem passenden Papier. Man kann sie kaufen, aber das sei ziemlich  teuer, schränkt Walburga Dempewolf ein. Sie schneidet die Quadrate selbst, mit einer Papierschneidemaschine. Dazu benutzt sie gebleichtes Computerpapier, 120 Gramm pro Quadratmeter. Man könnte auch buntes Papier verwenden, aber Dempewolf mag das Schlichte lieber. Und „man muss ziemlich akkurat sein“, sagt sie.

Hat sie genügend Quadrate geschnitten, geht das aufwändige Falten los. Kleber braucht ein Origami-Stern nicht. Damit alles wirklich ganz genau ist, glättet Dempewolf jeden Knick mit dem Messer. Außerdem macht sie alles auf Vorrat. Sie schneidet viele Quadrate. Daraus faltet sie ebenso viele Dreiecke. Und aus den Dreiecken entstehen die Zacken.

20 Zacken hat ein Bascetta-Stern. Er wird durch einen Ikosaeder gebildet, erfährt man, wenn man im Internet forsch. Ein Ikosaeder ist ein Zwanzigflächner. Bei dem Weihnachtsstern in Origami-Technik wächst auf jeder der Flächen eine Pyramide. Kein Wunder, dass es ein Mathematiker war, der dieses Deko-Werk erdachte: der Italiener Paolo Bascetta.

Der Anfang ist einfach: Ein Quadrat wird auf die Hälfte gefaltet, die geschlossene Seite wendet Dempewolf nach rechts und öffnet das Quadrat dann wieder. Dann knickt sie die linke untere Ecke hoch bis an die Mittelfalte, die obere rechte Ecke knickt sie nach unten. Doch das sind nur die ersten drei von mehr als 40 Bastelschritten. Kein Wunder, dass da Worte allein nicht ausreichen. Das Beste ist, man macht es wie Dempewolf und sucht sich einen guten Lehrer. Die 56-Jährige hat vor drei Jahren damit begonnen, die komplizierten Sterne zu bauen. Gelernt hat sie es von einer Freundin. Schritt für Schritt habe sie es sich zeigen lassen. Die zweitbeste Hilfe ist eine Anleitung, nach Möglichkeit mit vielen Bildern. Im Internet gibt es zahlreiche Beschreibungen.

Einen Trick für die Wirkung baut Dempewolf ein. Ihre Sterne sind von innen beleuchtet. Nicht nur wegen des Energiespareffekts findet sie LED-Lichterketten am besten. Weil sie nicht warm würden, könne man sie ohne Gefahr brennen lassen. Und sie schmückt nicht nur ihre eigene Wohnung mit viel Selbstgebasteltem. Beim Basar im Haus der Mitte hat die ehrenamtlich aktive Frau Bascetta-Sterne für „Brot für die Welt“ verkauft. Um ihr Angebot für den guten Zweck bekannt zu machen, stellt mancher Betrieb solch ein Prachtstück aus.

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