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Göttinger Fußmatte in Satire-Sendung

Bernd Bolands Abtreter in der Rubrik „Der reale Irrsinn“ Göttinger Fußmatte in Satire-Sendung

Bernd Boland feiert mit seiner Fußmatte weiter große Erfolge. Der Rebell, der die Matte vor seinem Geschäft in der Fußgängerzone liegen lässt, obwohl die Stadt sie als nicht ordnungsgemäß einstuft, hatte einen großen Auftritt im Fernsehen: in der Satiresendung Extra 3 des NDR.

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Bernd Boland schreibt Song über Matten in Göttingens Innenstadt

Von Pawlowski: alte Matte.

Quelle: EF

Göttingen. 210 000 Zuschauer in ganz Norddeutschland sahen die Sendung, in der die Göttinger Fußmatten-Posse in der Rubrik „Der reale Irrsinn“ vorgestellt wurde.

Der im Tageblatt geprägte Begriff „Fußmatte des Grauens“, der mittlerweile auf Merchandising-Tassen von Boland prangt, wird auch im Fernsehbeitrag verwendet. Stadtsprecher Detlef Johannson kommt in dem Beitrag zu Wort, um die Haltung der Verwaltung zu begründen:

„Da mag man sich vorstellen, wenn jetzt im Abstand von wenigen Metern dann mal die rechteckige grüne und dann die runde gelbe und daneben dann wieder die ovale rote Matte liegt, ob das dem Gesamtbild der Innenstadt gut tut?“

Etwas hinterlistig schließt der Sprecher des Beitrags, während eine Reihe weiterer Matten in der Fußgängerzone im Bild gezeigt wird, an die Ausführungen an: „Und dann vielleicht sogar mal die quadratische rote oder die rechteckige graue oder sogar die lange rote oder die doppelte graue oder die…“ – mit dieser offenen Frage endet der Beitrag.

Auch Kabarettist Klaus Pawlowski spottet über die Göttinger Fußmatten-Debatte. Er hat ein Foto seiner alten Matte an das Tageblatt geschickt – und sich zugleich in Versform Gedanken darüber gemacht, dass er sich als Folge der Debatte eine neue Matte mit Tageblatt-Logo zulegen will:

„Und ich hoffe, dass die Matte
gnädigst mir die Stadt gestatte,
auch wenn die Verordnungslatte
höher hängt  als die Krawatte,
die ich mal gesehen hatte
an Herrn Dienberg hier im Blatte.“

Einen anderen Gedanken hatte eine Gesprächsrunde im Teehaus Kluntje. Dort sei den Teilnehmern eingefallen, schreibt Rainer Knoke an die Redaktion, dass es früher in der Langen Geismarstraße einen Goldschmied namens Matten gegeben habe. Der sei aber schon lange nicht mehr da, „vermutlich wollte er dem Mattenstreit aus dem Wege gehen. Das Geschäft war dort, wo heute der Outdoor-Laden ist“.

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„Medaille“ für Matten-Rebell
Entwurf: Boland mit Göttinger Einheits-Matte.

Der März ist vorbei, und damit dürften vor Geschäften in der Innenstadt nach dem Willen der Stadt eigentlich keine Fußmatten mehr zu finden sein. Weit gefehlt: Überall in der Fußgängerzone liegen die Fußabtreter weiter herum.

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