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Hilfe für Göttinger Fußmatten-Rebell

Aufmerksamkeit und Unterstützung Hilfe für Göttinger Fußmatten-Rebell

Die Göttinger Fußmatten-Debatte zieht weiterhin bundesweit Kreise. Unterstützung hat Bernd Boland, Inhaber eines Fotogeschäfts in der Langen Geismarstraße, nun auch aus dem Süden der Republik erhalten.

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Der Fußmatten-Rebell auf seiner Matte: Geschäftsinhaber Bernd Boland.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Auch dort ist bekannt, dass Boland von der Göttinger Stadtverwaltung aufgefordert wurde, die Fußmatte vor seiner Ladentür zu entfernen, weil das Auslegen der Matte gegen die städtische Sondernutzungssatzung verstoße.

Doch Boland weigerte sich, erhielt nach einem Tageblatt-Bericht bundesweite Aufmerksamkeit und Unterstützung von Kunden seines Geschäfts. Erst neulich habe eine Kundin Pralinen vorbeigebracht mit der Aufforderung, sich nicht unterkriegen zu lassen, berichtet Boland, während er gerade mit einem weiteren Kunden über das Thema diskutiert.

Boland verkauft bereits verschiedene Werbe-Artikel wie Tassen, T-Shirts und Mousepads zum Thema Fußmatte. Er plant zudem, analog zu seinem Mousepad (Aufschrift: „Saubere Stadt Göttingen... tritt mich nicht zu fest“) auch in die Fußmatten-Produktion einzusteigen.

Dabei wurde ihm nun Hilfe zusagt von Lothar Amm, Geschäftsführer eines Reinigungsunternehmens in der Nähe von Fürth. Amm, der auch im Deutschen Textilreinigungsverband aktiv ist, schreibt Boland per Mail: „Beim Arbeitskreis Schmutzfangmattenservice im Deutschen Textilreinigungsverband verfolgen wir mit großem Interesse die Geschehnisse in Göttingen.

Fußmatten mit ein paar Klicks selbst gestalten

Auf unserer letzten Tagung wurde Ihr Fall diskutiert. Ich versichere Ihnen, dass das Vorgehen der Stadtverwaltung einmalig in der ganzen Bundesrepublik ist.“

Doch Amm belässt es nicht nur bei der verbalen Unterstützung, sondern bietet Boland auch Unterstützung von Unternehmer zu Unternehmer. Da Boland auch die Herstellung von Fußmatten plant, hat Amm angeboten, mit seiner Firma zwei kostenlose Exemplare zu erstellen.

Die Matten seien bereits in der Produktion, sagte Amm gegenüber dem Tageblatt. Der findige Unternehmer verweist außerdem auf eine Online-Plattform seines Unternehmens, bei der man Fußmatten mit ein paar Klicks selbst gestalten kann: mymat.de.

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Tageblatt-Redakteur Jörn Barke.

Bei einer Pressekonferenz mit internationalen Medienvertretern hat der Kommattant der städtischen Mattenbeseitigungsflotte gestern noch einmal die amtliche Fußmattenpolitik der Verwaltung erläutert.

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