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Göttinger Zeitreise Büchertag: Göttinger Albani-Viertel im Wandel der Zeit
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21:03 03.05.2013
Zentraler Platz: der Ziegenmarkt um 1905 an der Kreuzung von Oberer Karspüle, Wenden- und Langer Geismarstraße. Quelle: EF
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Göttingen

Vom Dorf Gutingi hat die Stadt Göttingen ihren Namen erhalten. Es lag dort, wo heute Albanikirche, Stadthalle und Rohns,sches Badehaus, Theater, ehemalige Post zu finden sind: das Albaniviertel.

Eine Foto- und Kartenausstellung mit mehr als 150 Fotos versucht am Büchertag, zumindest die jüngste Vergangenheit des alten Stadtviertels nachzuzeichnen und die Veränderungen im Viertel in den vergangenen 150 Jahren zeigen.

„Es ist reizvoll zu verfolgen, wie einerseits Altes verschwindet und durch Neues ersetzt wird, wie andererseits aber auch vielfach Altes wieder freigelegt und neu zur Geltung gebracht wird“, beschreibt Büchertag-Organisator Nils König. Auf historischen Stadtplänen könne man sehen, wie sich Straßenführung und Bebauung, vor allem in den vergangenen 150 Jahren, rasant veränderten.

Ausstellung der Stadtarchäologie

„Und auch das Erscheinungsbild des Viertels wandelte sich“, sagt König. Die Schau greift im Wesentlichen auf Fotografien aus dem Fundus des Städtischen Museums zurück. Sie ist am Sonnabend, 4. Mai, ab 11 Uhr in Raum C 1 des Max-Planck-Gymnasiums am Albanikirchhof zu sehen. Auch Teile der Ausstellung der Stadtarchäologie zur Geschichte von „Gutingi“ werden gezeigt, kündigen die Veranstalter an.

Göttingens ältestes Kirche, die Albani-Kirche, wurde im elften Jahrhundert dem Heiligen Albanus geweiht, heute ist das ganze Viertel nach ihm benannt.

Zweiter Göttinger Büchertag

  • Ein Bücherflohmarkt mit 100 Ständen, drei Ausstellungen, 15 Lesungen, acht Führungen, sieben Filmvorführungen, Erzählcafé, Bühnenprogramm mit 13 Auftritten und Kinderprogramm: Das Programm für den Büchertag im Albaniviertel am Sonnabend, 4. Mai, ist vielfältig.
  • Nach der Eröffnung des Tages durch Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) um 11.30 Uhr auf der Bühne in der Oberen Karspüle beginnen die Veranstaltungen an acht Orten und in zahlreichen Geschäften im Viertel.
  • So gibt es etwa einen Bücherflohmarkt in den Straßen des Viertels – Albanikirchhof, Lange Geismarstraße, Wendenstraße und Obere Karspüle. Auf der Bühne gibt es Vorführungen unter anderem vom Deutschen Theater, den Stillen Hunden, der English Drama Group oder dem Albanischulchor.
  • Im Max-Planck-Gymnasium (MPG) am Theaterplatz ist die Ausstellung zum Albaniviertel zu sehen. Im MPG-Gebäude am Albaniplatz zeigen Tageblatt-Mitarbeiterinnen Nadine Eckermann und Marie-Luise Rudolph in der Mensa ab 14 Uhr im Stundentakt vier Tageblatt-Filme. Diese beschäftigen sich mit Göttingen in den 50er bis zu den 70er Jahren.
  • Ab 15.30 Uhr berichten Zeitzeugen im Gemeindehaus der Albanigemeinde, Albanikirchhof 1 a, in einem Erzählcafé über „Schule und Alltag im Albaniviertel“. Die Litfaßsäule auf dem Kirchhof ist ab 12.30 Uhr Treffpunkt für Führungen zu unterschiedlichen Themen rund ums Viertel.
  • Eine Abschlusslesung vom Literarische Zentrum ist um 19 Uhr in der MPG-Aula geplant. Verleger Thedel von Wallmoden spricht mit Autor Bodo Kirchhoff über „Balancen und Unwuchten“ im Leben.
  • Die Veranstalter – federführend sind die Evangelische Erwachsenenbildung und der Verein Kunst – weisen darauf hin ,dass wegen des Büchertages die Wendenstraße und ein Teil der Oberen Karspüle bis 19 Uhr vollständig für den Verkehr gesperrt sind. Das komplette Programm gibt es als Flyer, der verteilt wird, oder im Netz unter gturl.de/albani.

Die Zeitreise...

...ist ein Geschichtsprojekt des Göttinger Tageblattes und der Stadt Göttingen. Derzeit werden Filme und Fotografien – vor allem aus den 1980er-Jahren – gesucht. Kontakt: per E-Mail an redaktion@goettinger-tageblatt.de und per Telefon 05 51 / 90 17 66.

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