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Vor 140 Jahren entsteht die Göttinger SPD, Teil 2 Neue Publikation: Texte aus der Historie der Sozialdemokratie

Vom Staatsfeind zur Volkspartei

Neue Publikation: Texte aus der Historie der Sozialdemokratie

Die Sozialdemokraten besitzen „den Stoff für Geschichten, für Mythen und Legenden, für das große Epos“. Aus Anlass des 150-jährigen Parteijubiläums der deutschen Sozialdemokratie haben die Göttinger Politikwissenschaftler Felix Butzlaff und Franz Walter diese These in den Mittelpunkt einer Publikation gestellt.

Zuerst von der SA besetzt, 1944 durch Bombenangriff zerstört: die Volksheimstätte am Maschmühlenweg.

© EF

 „Mythen, Ikonen, Märtyrer. Sozialdemokratische Geschichten“ heißt die im Verlag Vorwärts Buch erschienene Anthologie.

„Die Sozialdemokraten konnten von Generation zu Generation ihre Geschichte weitererzählen. Denn es war die aufregende Geschichte von mutigen Frauen und Männern , tragischen Märtyrern, verwegenen Abenteurern, aber auch von verächtlichen Konvertiten“, heißt es im Vorwort des Jubiläumsbandes.

Solche identitätsstiftenden Geschichten sammelten Walter und Butzlaff im Jubiläumsband. Recherchiert und aufgeschrieben haben sie neben den Herausgebern 21 junge Wissenschaftler des Göttinger Institutes für Demokratieforschung.

Gut zu lesen und spannend geschrieben sind die Texte über Helden und Ikonen, Orte und Ereignisse, Kultur und Projekte. So etwa die Kurzporträts der höchst unterschiedlichen Gründerväter der Sozialdemokratie Ferdinand Lasalle und August Bebel – populistisch und charismatisch der eine, einfühlsam und volksverbunden der zweite.

Zeitlich orientieren sich die Autoren von der Gründungsgeschichte der Partei bis zum „Mythos Rot-Grün“ und dem Wahlsieg 1998.

„Mythen, Ikonen, Märtyrer“ (ISBN 978-3-86602-914-9) ist teils illustriert und hat 302 Seiten. Das Buch kostet 20 Euro.
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