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Vor 159 Jahren wird der Göttinger Bahnhof gebaut

Volksfest Vor 159 Jahren wird der Göttinger Bahnhof gebaut

Zeitreise zum Beginn des Fernreisens: Vor 159 Jahren wurde in der Stadt Göttingen ein Bahnhof gebaut, 19 Jahre nach der Premierenfahrt einer deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth.

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Nach einer Zeichnung von Fritz Schneider: Der Bahnhof und die Bahnstrecke werden 1854 mit einem Volksfest eröffnet. Die erste Dampflok fährt ein, auf dem Vorplatz formiert sich der Festzug.

Quelle: Städtisches Museum

Göttingen. Einigkeit herrschte um 1850 in der Stadt darüber, dass eine Verlängerung der hannoverschen Südbahn von Alfeld nach Göttingen als vorteilhaft anzusehen sei, Streit gab es allerdings über den Standort der Bahnstation in der Universitätsstadt.

Während auf der Strecke längst gebaut wurde, diskutierten die Göttinger Bürger immer noch über die mögliche Fläche. Im Gespräch waren die „Gegend vor dem Weenderthore“ und ein Gelände auf dem „sogenannten Masche hinter der Anatomie“. Bei der Entscheidung für einen Bahnhof nahe der Anatomie spielte der Stadtsyndikus und spätere Bürgermeister Ferdinand Oesterley eine große Rolle.

Er sprach sich für den Standort Masch aus und wies auf die Pläne für den Bau  einer Maschinen- und Wagenreparatur-Anstalt hin, in der bis zu 150 Menschen Beschäftigung finden sollten. 1853 wurde endlich der Grundstein für den Bahnhof gelegt.

Zeitreise zum Beginn des Fernreisens: Vor 159 Jahren wurde in der Stadt Göttingen ein Bahnhof gebaut, 19 Jahre nach der Premierenfahrt einer deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth.

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Nach dem Vorbild des hannoverschen Central-Bahnhofs übernahmen Conrad Wilhelm Hase, Julius Rasch und Adolph Funk die Planung für den Neubau, der am 31. Juli 1854 zusammen mit der Eisenbahstrecke eröffnet wurde. Die Stadt machte daraus ein großes Volksfest mit Festzug und Salutschüssen aus den Stadtkanonen.

Mit dem Bahnhof begann die Stadt Göttingen ihre Reise ins 20. Jahrhundert. Die Bevölkerungszahl stieg, und Wirtschaftsbetriebe siedelten sich an.

Das Bahnhofsgebäude wurde in den folgenden Jahrzehnten mehrfach umgebaut. Auch der Bahnhofsvorplatz veränderte sich: Bis in die 40er-Jahre des 20. Jahrhunderts durchquerten Reisende auf dem Weg in die Innenstadt eine Parkanlage mit Palmen, die im Botanischen Garten überwinterten.

Im Zweiten Weltkrieg fielen im April 1945 Teile des Bahnhofsgebäudes Luftangriffen zum Opfer – ebenso wie die benachbarte Anatomie, die vollständig zerstört wurde.

Wer hat Fotos und Filme?
Die Zeitreise ist ein Geschichtsprojekt des Tageblattes und der Stadt Göttingen. Derzeit werden Filme und Fotografien – vor allem aus den 1980er-Jahren – gesucht. Kontakt: per E-Mail an redaktion@goettinger-tageblatt.de und Telefon 05 51 / 90 17 66.
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Eine tolle Auszeichnung: Der Göttinger Bahnhof ist am Donnerstag in Berlin wie bereits vom Tageblatt angekündigt als „Bahnhof des Jahres 2013“ ausgezeichnet worden. Damit reiht sich Göttingen in Großstädte wie Bremen, Leipzig und Darmstadt ein, die zu den bisherigen Siegern gehören. Doch warum wurde Göttingen ausgezeichnet?

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