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Drei Westafrikaner und ein scharfes Hühnchen

Grill-Serie, Teil 15 Drei Westafrikaner und ein scharfes Hühnchen

Würstchen und Steaks sind die Klassiker der deutschen Grillkultur, aber es geht auch anders: Das Tageblatt hat Profi- und Hobbyköchen ihre Lieblingsrezepte entlockt. Der Ghanaer Raymond Kofi Sakyi, Student der internationalen Agrarwissenschaft in Göttingen, bereitet scharfes westafrikanisches Hühnchen vom Spieß, Kochbanane mit Nüssen und geröstetem Zuckermais zu.

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Drei Männer am Grill: Eche Ndalue, Jerry Eloke und Raymond Sakyi (von links).

Quelle: Heller

Raymond Kofi Sakyi stammt aus Ghana und studiert in Göttingen. Der 26-Jährige hat sich für die Zubereitung des typisch westafrikanischen Grillgerichtes Verstärkung geholt: Jerry Eloke (30) und Eche Ndalue (34), beides Nigerianer und Studenten der internationalen Wirtschafts- und Lebensmittelwissenschaften in Kassel. Sakyi und auch Ndalue halten sich bei der Zubereitung des scharfen Hühnchens vom Spieß etwas zurück. „In Westafrika ist kochen oder grillen eigentlich eine Arbeit für Frauen“, erklärt Sakyi. Immerhin erbarmt sich Eloke, nimmt die Vorbereitungen in die Hand und sagt den Freunden, was zu tun ist.

Frischer Knoblauch (zwei bis drei Zehen gerieben), ordentlich Currypulver und zwei sehr scharfe, frische Chili-Schoten (ebenfalls gerieben), außerdem scharfes Paprikapulver, dazu etwas Öl, Salz und Pfeffer. Alles wird in einer Schüssel mit den in mundgerechte, handliche Portionen zerkleinerten Hähnchenteilen – Keulen, Flügel und Bruststücke – vermengt. Fast liebevoll massiert Eloke die Gewürze in das Hühnchenfleisch ein. Die Gewürze sollen gut ins Fleisch einziehen, erklärt er.

Holzspieße im Wechsel mit frischer Paprika und Zwiebel

Unterdessen hat Sakyi Zuckermaiskolben (pro Person einen) auf den vorgeheizten Grill gelegt, Eche passt auf, dass sie nicht anbrennen und dreht regelmäßig die goldgelben Kolben. Kurz nach dem Mais sollten auch die Hähnchenspieße aufs Feuer – auf Holzspieße im Wechsel mit frischer Paprika und Zwiebel gesteckt.

Erst gut eine Viertelstunde später gesellen sich die in Drittel geschnittenen Kochbananen auf dem Rost dazu. Kochbananen, in einigen afrikanischen Sprachen auch Plantan genannt, sind länger als Dessertbananen und roh erst im Stadium der Vollreife genießbar. Deshalb werden sie meist gekocht oder gebraten – oder eben gegrillt. Wie auch die scharfen Chili-Schoten seien sie zum Beispiel im Asia-Shop erhältlich, sagt Sakyi. Die westafrikanischen Freunde verwenden Chili-Schoten, die nicht spitz, sondern wie zu klein geratene Minipaprika aussehen.

Die Bananenstücke sollten am Ende von allen Seiten schön braun sein, der Mais ein kräftiges Orange angenommen haben und das Hühnchenfleisch erkennbar durch sein. Eloke pikst immer wieder prüfend ins Fleisch. „Es sollte kein Saft mehr austreten“, sagt er.
Bis das Grillgut fertig ist, bereiten Sakyi und Eloke noch einen Salat zu: Mais aus der Dose, Salatgurke fein gewürfelt, Erbsen aus der Dose, frisch geraspelte Karotten und sechs hartgekochte und geraspelte Eier, dazu Mayonnaise, Salz, Pfeffer und fertig.

Gegessen werde die Kochbanane zusammen mit Erdnüssen, erklären die drei Westafrikaner. Der Maiskolben schmecke köstlich mit Butter und Salz, oder in Kombination mit Kokosnuss. Das alles ist für den europäischen Gaumen zwar ungewohnt, aber Mais, Banane, Nüsse und Salat mildern die Schärfe vom Hühnchen ab.

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