Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Sozialdemokrat fordert Mindestlohn

Ronald Schminke, Folge 8 Sozialdemokrat fordert Mindestlohn

Am 20. Januar ist Landtagswahl. Mit 20 Fragen stellt das Tageblatt die Kandidaten der Parteien in vier Wahlkreisen vor. Die Antworten sollen maximal 140 Zeichen (Twitterlänge) haben. Der Gimter Ronald Schminke kandidiert für die SPD im Wahlkreis 16 Göttingen/Münden. Schminke ist  55 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne.

Voriger Artikel
Sozialdemokratin will Politik aktiv mitgestalten
Nächster Artikel
Pirat Richter will Nebeneinkünfte veröffentlichen

SPD-Kandidat und Landtagsabgeordneter: Ronald Schminke in seinem Heimatort Gimte an der Weser.

Quelle: Theodoro da Silva

Welchen Beruf üben Sie aus und welche Ausbildung haben Sie?

Handwerker (Maurer), 14 Jahre am Bau, dann Studium Akademie der Arbeit / Uni Frankfurt, 16 Jahre Geschäftsführer IG B.A.U. Südniedersachsen.

Seit wann sind Sie Parteimitglied und in der Politik aktiv?

Seit 1975 SPD-Mitglied, 1981 Ortsrat Gimte, 1986 Stadtrat Münden und seit 1991 bis lfd. Kreistagsmitglied.

Welches politische Amt haben oder hatten Sie?

Ich war 15 Jahre Ortsbürgermeister in meinem Geburtsort Gimte, eine Zeit mit vielen guten Erfahrungen, davon profitiere ich noch heute.

Welche Hobbys haben Sie?

Die Produktion eigener Hausmacher-Mettwurst, meine Rinderhaltung an der Weser, sowie Steinmetzarbeiten und Hochseefischen in Norwegen.

Gab es ein prägendes Ereignis in Ihrem Leben?

Das Erlebnis der Geburt meines ersten Sohnes hat mein Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen nachhaltig geprägt.

Was würden Sie nach der Wahl als erstes in Niedersachsen durchsetzen?

Vergabegesetz mit Tariftreue und den gesetzlichen Mindestlohn. Für Pflegeberufe einen allgemeinverbindlichen Sozialtarifvertrag.

Warum wollen Sie auf der Landesebene Politik machen?

Südniedersachsen und besonders der ländliche Raum dürfen nicht abgekoppelt werden. Ich möchte ÖPNV, Breitband und sonstige Infrastruktur ausbauen.

Was können Sie im Land verändern?

Verteilungsgerechtigkeit und Bildungschancen für die Jugend verbessern. Fachkräftemangel beseitigen, Krippen- und Kitaplätze schaffen.

Wie fahren Sie nach Hannover?

Grundsätzlich mit der Eisenbahn, nur zur Plenarwoche mit dem Auto (wegen des großen Koffers und der Mettwurst für meine Mitstreiter).

Warum treten ausgerechnet Sie in ihrem Wahlkreis als Kandidat an?

Bodenständigkeit und Nähe zu den Menschen im Wahlkreis sind mir sehr wichtig, nicht die Postenjägerei in Hannover – das schätzen die Leute.

Koalition? Mit wem?

Allein die Wähler entscheiden. Rot-Grün hat große Übereinstimmungen, Schwarz-Gelb ist verkracht und verbraucht, das ist meine persönliche Ansicht.

Ich hole … Prozent

20 plus X Prozent – und vielleicht auch das Doppelte, wenn es die Leute gut mit mir meinen.

Mein politisches Vorbild ist:

Herbert Wehner.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Die rebellische Republik. Warum wir uns nicht mehr für dumm verkaufen lassen. Von Thomas Wieczorek.

Treffe ich die Bundeskanzlerin, sage ich ihr folgendes:

Liebe Frau Merkel, steigern Sie die CDU-Frauenquote, indem Sie die Ihnen gefährlichen Männer wegbeißen? Kennen Sie „Sorry Lady“ von Peter Maffay?

Sie haben einen politischen Wunsch frei:

Frieden und auskömmliche Löhne in Europa und in der ganzen Welt. 

Auf was können Sie nicht verzichten?

Auf meine Familie, meine Freunde, auf meine Wurst und auf meine Gewerkschaft.

Wie beschreiben Sie Ihren Charakter?

Man sagt mir nach, ich sei bodenständig, kämpferisch und grundehrlich unterwegs. Ich widerspreche dem nicht, und es wird auch so bleiben.

Twittern Sie, haben Sie eine Facebook-Seite?

Twittern, nein. Ich habe zwar eine Facebook-Seite, aber ich nutze diese nur extrem selten.

Wie verbringen Sie einen freien Sonntag?

Wer mit dem Helfersyndrom eines Gewerkschafters infiziert ist, hat selten frei, außer er fährt in die Einsamkeit Norwegens zum Fischen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 9. bis 15. Dezember 2017