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Landtagswahl Landtagswahl: Was ist zu beachten?
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00:17 21.01.2013
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Göttingen / Northeim

Im Süden des Landes sind mehr als 248 000 Bürger zum Urnengang aufgerufen. Sie können mit entscheiden, welche Partei in den nächsten fünf Jahren das Land regiert. Allein in den drei Wahlkreisen Duderstadt, Münden und Göttingen-Stadt sind gut 194 000 Männer und Frauen wahlberechtigt. Im Northeimer Wahlkreis 18 (ohne Einbeck) sind es etwa 54 500.

Was wird gewählt?

Gewählt wird der 17. niedersächsische Landtag mit Abgeordneten aus allen Regionen. Die Amtszeit der mindestens 135 Abgeordneten dauert fünf Jahre. Der Landtag ist das oberste Verfassungsorgan des Landes. Die gewählten Volksvertreter entscheiden zum Beispiel über die Schulstruktur im Land, über neue überregionale Straßen und Radwege und über die Ausstattung der Polizei.

Wann und wo wird gewählt?

Die Wahllokale sind am Sonntag, 20. Januar, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Sie befinden sich überwiegend in nahen öffentlichen Gebäuden wie Schulen.  Die Adresse steht auf der Wahlbenachrichtigung.  

Wer ist wahlberechtigt?

Wahlberechtigt ist jeder Deutsche, der 18 Jahre alt ist und seit mindestens drei Monaten seinen Hauptwohnsitz in Niedersachsen hat.

Wie wird gewählt?

Jeder Wähler bekommt einen Stimmzettel. Darauf kann er zwei Kreuze machen – eines in der linken und eines in der rechten Spalte. Mit seiner Erststimme auf der linken Seite (schwarz gedruckt) entscheidet er sich für einen Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis, der ihn im Landtag vertreten soll. (Die Kandidaten aus Südniedersachsen sind in den nebenstehenden Spalten abgebildet.) Wer im Wahlkreis die meisten Stimmen bekommt, hat einen Sitz im Landtag sicher.

Mit der wichtigeren Zweitstimme auf der rechten Seite (blau gedruckt) entscheiden die Wähler über die Verteilung der 135 Sitze im niedersächsischen Landtag. Hier wird das Kreuz einer Partei zugeordnet – genauer gesagt ihrer Landesliste mit allen ihren Bewerbern. Das Ergebnis der Zweitstimme ist maßgeblich dafür, ob eine Partei in den Landtag einzieht und wie viele Sitze sie bekommt. Erst- und Zweitstimme müssen nicht der selben Partei gegeben werden.

Was ist mein Wahlkreis?

Wahlkreis 15 (Duderstadt) umfasst die Samtgemeinden und Gemeinden Rosdorf, Friedland, Gleichen, Radolfshausen, Gieboldehausen und Duderstadt. Zum Wahlkreis 16 (Göttingen/Münden) gehören Staufenberg, Hann. Münden, Dransfeld, Adelebsen, Bovenden und in Göttingen alle Stadtteile westlich der Bahntrasse. Der Wahlkreis 17 (Göttingen Stadt) deckt das Göttinger Stadtgebiet östlich der Bahntrasse ab. Zum Wahlkreis 18 (Northeim) gehören Hardegsen, Moringen, Northeim, Kalefeld, Katlenburg-Lindau und Nörten-Hardenberg.

Keine Benachrichtigung?

Auch ohne Wahlbenachrichtigung darf im Wahllokal gewählt werden. Anhand eines Ausweises können die Wahlhelfer den Eintrag im Wählerverzeichnis prüfen. Wer dort aufgelistet ist, darf wählen.

Wenn man krank wird?

Bei plötzlicher Krankheit kann kurzfristig per Brief gewählt werden. Beantragt werden kann die Briefwahl am Sonntag bis 15 Uhr bei der jeweiligen Gemeindeverwaltung. Antrag und Wahlunterlagen können von einer vertrauten Person mit schriftlicher Vollmacht geholt und gebracht werden.

Wählen trotz Behinderung?

Behinderte Menschen können eine Hilfsperson hinzuziehen. Auch die Wahlhelfer stehen zur Verfügung. Hilfspersonen sind zur Geheimhaltung verpflichtet. Sehbehinderten können vorab eine Schablone zum Stimmzettel bestellen. Ein Loch in der oberen rechten Ecke des Stimmzettels dient dazu, die Schablone richtig anzulegen. Sollte ein Wahllokal nicht barrierefrei erreichbar sein, kann beantragt werden, die Stimme in einem anderen Wahllokal abzugeben.

Ungültige Stimmzettel?

Sollte einem Wähler ein Kreuz versehentlich falsch setzen, kann er sich einen neuen Stimmzettel geben lassen – keinesfalls sollte er korrigieren. Ungültig sind zum Beispiel Stimmzettel, auf denen Kreuze nicht eindeutig zugeordnet werden können. Das gilt auch für Zettel mit mehr als einem Kreuz pro Spalte.

4000 Wahlhelfer und Prognosen

Damit die Südniedersachsen am Sonntag den ganzen Tag über wählen gehen können, sind in den Wahlkreisen Duderstadt, Münden, Göttingen und Northeim etwa 600 Wahlbüros eingerichtet und von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr als 4000 Wahlhelfer opfern ihre Freizeit, damit der Urnengang reibungslos verläuft. Sie zählen unmittelbar nach Schließung der Wahllokale die Stimmzettel aus. Viele Berechtigte haben aber auch schon vorher ihre Stimmen abgegeben – per Briefwahl. Die Briefwahlunterlagen werden in gesonderten Wahllokalen in Urnen gesammelt und dort am Wahlabend ausgewertet – ebenfalls von Wahlhelfern.

Es wird ein paar Stunden dauern, bis alle Stimmen ausgezählt sind. Damit es schon kurz nach 18 Uhr erste Prognosen zum Wahlergebnis gibt, befragen landesweit Meinungsforscher die Wähler nach dem Urnengang nach ihrer Entscheidung – anonym natürlich. Das Institut Infratest Dimap erstellt Prognosen für die ARD und den Norddeutschen Rundfunk. Seine Mitarbeiter sind in den Kreisen Northeim und Göttingen vor neun Wahllokalen stationiert: darunter drei in der Stadt Göttingen, außerdem in Landolfshausen, Gerblingerode, Nesselröden, Staufenberg, Northeim und Nörten-Hardenberg. Die Forschungsgruppe Wahlen befragt für die Prognosen des ZDF Wähler in einem Nörten-Hardenberger und einem Mündener Wahllokal, dazu an vier Standorten in der Stadt Göttingen.

Darüber hinaus hat der niedersächsische Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie 200 Wahlbezirke für seine repräsentative Wahlstatistik  ausgewählt. Hier werden an Männer und Frauen in verschiedenen Altersgruppen unterschiedliche amtliche Stimmzettel ausgegeben. Abgesehen von dieser Aufteilung seien die Wahlzettel hundertprozentig anonymisiert, versichert ein Sprecher des Landesbetriebes.

Partys & Fahrdienst

Traditionell verfolgen die Parteien Trendmeldungen und Ergebnisse am Sonntagabend auf offenen Wahlpartys. Ausgewählte Veranstaltungen sind

  • Freie Wähler treffen sich in Hann. Münden im Ratsbrauhaus (Marktplatz 3) – gemeinsam mit CDU-Mitglieder aus diesem Wahlkreis
  • die Göttinger CDU ist im Zak am Wochenmarkt, ihr Duderstädter Kandidat in Brochthausen im Gasthaus Zur Erholung
  • die SPD trifft sich in ihrem Parteihaus in der Nikolaistraße 30, im Hotel Freizeit Auefeld in Münden und im Hotel Budapest in Duderstadt
  • die Grünen kommen im JT-Casino am Göttinger Wochenmarkt zusammen
  • die Linken sind in der Langen Geismarstraße 2 in Göttingen
  • die Piraten in der Langen Geismarstraße 11
  • die FDP in ihrer Geschäftsstelle in der Wilhelm-Weber-Straße 4.
  • Für gehbehinderte Menschen bietet die CDU von 10 bis 17 Uhr einen Fahrdienst an. Er kann unter Telefon 0551/51782–13 oder –14 bestellt werden

Wen soll ich wählen? Wer vertritt welche Position?

Das Tageblatt hat allen Kandidaten aus den Wahlkreisen 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen zu aktuellen Themen gestellt. Verschaffen Sie sich einen Überblick:

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