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Dänemark-Reise kann tödlich enden

Einschläferung möglich Dänemark-Reise kann tödlich enden

Viele Hundebesitzer aus Deutschland streichen derzeit Dänemark von der Liste ihrer Urlaubsländer. Grund: die Aktualisierung des dänischen Hundegesetzes. Und das gilt auch für Urlauber, die ihre Hunde mit ins Land bringen.

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American Staffordshire.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Seit Juni 2010 sind der Besitz und die Weitergabe der Rassen Pitbull Terrier, Tosa Inu, American Staffordshire Terrier, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, American Bulldog, Boerboel, Kangal, Zentralasiatischer Ovtcharka, Kaukasischer Ovtcharka, Südrussischer Ovtcharka, Tornjak,  Sarplaninac verboten.

Hunde dieser Rassen, die vor dem 17. März 2010 angeschafft wurden, dürfen auch weiterhin ins Land gebracht werden, müssen aber an einer höchstens zwei Meter langen Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen. Absolut verboten bleiben Pitbull Terrier und Tosa Inu. Für solche Hunde können die dänischen Behörden die Tötung anordnen – auch wenn sich ein Urlaub dem Ende naht und das Tier Dänemark bald wieder verlassen würde.

Vom Gesetz betroffen sind auch Mischlinge aus den verbotenen Rassen. Hier muss der Halter Rasse und Zeitpunkt der Anschaffung nachweisen. Auch „normale“ Hunde, die zugebissen haben, können Opfer des dänischen Hundegesetzes werden. Das Hauptproblem dabei: Über eine Einschläferung entscheiden meist lokale Polizeibeamte – und die sind nicht selten keine Hundefachleute.

Tierschützer erklären, seit Inkrafttreten des Gesetzes seien bereits  mehr als 1800 Hunde getötet worden. Der dänische Staat rechtfertigt das rigorose Gesetz mit dem Schutz von Mensch und anderen Tieren vor Bissen aggressiver Hunde.

Nicht immer reagiert Dänemark so hart: In Kopenhagen wurde Dackeldame „Evita“ nach einem Biss begnadigt. Möglicher Grund: „Evita“ gehört dem dänischen Prinz Henrik. Das Opfer war ein Mitglied der Leibgarde.

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