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Winzige Kügelchen für große Hunde Nach der Wahrheit suchen

Interview: Tierarzt Stephan Neumann

Nach der Wahrheit suchen

Homöopathie, Kinesiologie, Akkupunktur: Über alternative Tiermedizin sprach Katharina Klocke mit Prof. Dr. Stephan Neumann, Leiter der Kleintierklinik des Tierärztlichen Institutes der Georg-August-Universität Göttingen.

Was fehlt dem Hund? Marianne Birkholz untersucht Alea.

© Hinzmann

Es gibt zunehmend Angebote von Anwendern alternativer Tierheilmethoden. Wie stehen Sie als Schulmediziner zu diesen Therapien?

Neumann

Neumann

Quelle:

Ich bin sehr neugierig darauf. Deshalb haben wir am Institut auch regelmäßig kleine Forschungsprojekte zu diesem Thema.

Wie sieht diese Forschung aus?

Das ist kein Schwerpunkt unserer Forschungsarbeit Aber wir haben zum Beispiel ein herkömmliches, schulmedizinisches und ein homöopathisches Mittel gegen Arthrose beim Tier getestet. Beide Mittel halfen, das schulmedizinische schneller, das homöopathische langsamer, dafür ohne Nebenwirkungen.

Welche Schlüsse haben Sie aus dem Ergebnis gezogen?

Bei der Behandlung eines an Arthrose erkrankten Tieres empfehlen wir, beide Mittel einzusetzen: langfristig das homöopathische und bei Arthroseschüben das herkömmliche Medikament.

Was unterscheidet alternative von schulmedizinischen Methoden?

Das ist ein sehr schwieriges Thema. Die Schulmedizin orientiert sich an nachweisbaren Organismen und Reaktionen. Bei bakteriellen Infektionen etwa kennen wir den Erreger und das Medikament. Bei alternativen Methoden sehen wir die Mechanismen nicht und können sie deshalb auch nicht überprüfen. Aber trotzdem sind sie da, und die Therapien zeigen Wirkung. Das belegen auch unsere eigenen Studien. Wir wissen nicht genau, wie es funktioniert.

Welchen Stellenwert haben alternative Therapien in ihrer eigenen Arbeit als Veterinär?

In der Göttinger Kleintierklinik setzen wir teilweise bereits homöopathische Mittel ein, etwa wie eben schon beschrieben bei der Arthrosebehandlung. Alternativ dazu wenden wir auch die Golddrahtakupunktur bei Hunden mit chronischen Gelenkerkrankungen an. Das ist eine Methode aus der chinesischen Akupunkturlehre.

Ihr Fazit also…

Ich bin da aufgeschlossen. Um es lyrisch zu sagen: Man muss sich der Suche nach der Wahrheit öffnen.

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