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Thema des Tages Stern strahlt über Friedland
Thema Specials Thema des Tages Stern strahlt über Friedland
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02:15 05.12.2016
Team Landhaus Biewald und Genießer Stube: Daniel Raub (4.v.r.)  bleibt Sternekoch und feiert das mit Mutter Karin (5.v.r) und Mitabeitern. Quelle: Pförtner

Mit dem Guide Michelin, der Bibel der Gastronomiekritik, ist am Donnerstagabend der dritte aktuelle deutsche Gastronomieführer erschienen. Bereits zuvor hat der Gault Millau Restaurants in Deutschland bewertet, ebenso wie der Varta-Führer, der auch Hotels bewertet. Der Stern im Michelin ist stets die Auszeichnung mit der größten Strahlkraft. Seit 2014 ist Daniel Raub, Küchenchef im Landhaus Biewald, mit seiner Genießer Stube im Kreise der Sterneköche vertreten. In diesem Jahr hat er besonders gezittert: „ich weiß nicht, wann, wer oder ob überhaupt ein Tester bei uns zu Gast war“, sagt er. Der Druck, das Niveau zu halten, auch wenn er mal nicht selbst in der Küche steht, sei schon enorm groß. „Der Stern hat viel mit unserer Außenwirkung zu tun“, sagt Raub.

„Ich koche, wie ich immer koche“, sagt er. Und auch wenn der Meister einmal nicht selbst hinter dem Herd stehen kann, läuft alles wie geplant. „Wir haben unser Niveau nicht nur gehalten, sondern sogar etwas gesteigert“, meint der Sternekoch. Das Urteil der Michelin-Inspektoren über die Genießer-Stube lautet: „Wer die klassische Küche von Daniel Raub probiert, weiß, warum das Restaurant diesen Namen trägt! Die Speisen sind fein, ausdrucksstark, angenehm klar strukturiert, fast schon puristisch ohne viel Chichi zubereitet“.

Nicht nur geografisch sondern auch kulinarisch dicht am Friedländer Restaurant liegt das Restaurant Schillingshof in Groß Schneen. „Ein elegantes Restaurant in einem Fachwerkhaus von 1648. Gekocht wird ambitioniert und produktorientiert - eine klassisch basierte internationale Küche mit kreativen Elementen“: Die Küche von Meister Stephan Schilling ist den Michelin-Testern 4,5 von fünf möglichen Punkten wert - die gleiche Bewertung erhält auch das Restaurant Gauss in Göttingen. TV-Köchin Jacqueline Amirfallah wird im Michelin wir folgt beschreiben: „Brust und Keule von der Nanteser Ente, Honigjus, Lavendelmöhren, Haselnusscrêpe“ ist nur eine der interessanten modernen Kreationen von Jacqueline Amirfallah.  Ohne Punktewertung aber aufgeführt im Guide Michelin sind außerdem die Restaurant Gaudi, die Georgia-Augusta-Stuben im Hotel Gebhardts, das Restaurant Novalis und Keilerschänke in Nörten-Hardenberg, das Haus Reblaus in Münden und das Biohotel Werratal, das im „Bib Gourmand“ dem Michelin-Portal für ausgezeichnetes und günstiges Essen,  als „ausgezeichnetes Restaurant gelistet wird.

Drei Sterne für Sven Elverfeld

Wer gerne einmal drei-Sterne-Küche genießen möchte, kann nach Wolfsburg fahren: Das „Aqua“ mit Küchenchef Sven Elverfeld hat auch im neuen Michelin seine drei Sterne verteidigt. In Niedersachsen gibt es ein zweites Drei-Sterne-Lokal, das „LaVie“ in Osnabrück. In den angrenzenden Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es werder zwei- noch drei-Sterne-Restaurants.  Insgesamt können im neuen Michelin-Führer 14 Restaurants in Niedersachsen Sterne vorweisen, drei alleine in Wolfsburg.

Neu hinzugekommen sind in diesem Jahr das „Jante“ in Hannover und das „Saphir“ in Wolfsburg, die jeweils mit einen Stern ausgezeichnet wurden. Bundesweit 292 ausgezeichnete Häuser listet der am Donnerstag veröffentlichte Guide Michelin 2017 auf, zwei mehr als im Vorjahr. Die deutsche Küche verbinde mehr und mehr Tradition und Moderne, lobt der Restaurantführer. Der Hotel- und Restaurantführer des französischen Reifenherstellers gilt in Gourmetkreisen als „Bibel der Feinschmecker“. Vor 51 Jahren hatten die ersten deutschen Restaurants ihren ersten Stern bekommen. Zwei Sterne gab es erstmals 1974 und drei Sterne 1980.

Schillingshof Spitze im Gault Millau

Im Gastronomieführer Gault Millau hat der Schillingshof in Groß Schneen seinen Spitzenplatz in Südniedersachsen verteidigt. Küchenchef Stephan Schilling holte dort erneut die beste Bewertung in der Region ab: Mit drei Kochhauben und 17 Punkten landete er noch vor der Genießer-Stube von Daniel Raub (zwei Hauben, 16 Punkte). Auch im benachbarten Oberzentrum Göttingen können Freunde exklusiver Küche bei Jacqueline Amirfallah im Restaurant Gauss, Speisen auf dem hohen Niveau  (zwei Hauben und 16 Punkte) genießen. 15 Punkte bei zwei Hauben holte auch Damian Konwissorz mit seinem Restaurant Gaudi in Göttingen. Zwei Hauben und 16 Punkte erkochte sich erneut auch Küchenchefin Katja Burgwinkel, die das Novalis-Restaurant vom Burghotel in Nörten-Hardenberg allerdings zum Jahreswechsel  verlässt.

Regionaler Spitzenreiter im Gault Millau: Stephan Schilling. Quelle: R

Im Varta-Führer finden sich Genießer-Stube und Schillingshof als „Tipp“ wieder (mit drei von fünf Diamanten), auch die Küche von Jörg Treichel im Biohotel Werratal (zwei Diamanten)  wird dort als „Tipp“ ausgewiesen. In Göttingen werden die Restaurants Gauss, Gaudi und Planea jeweils mit zwei Diamanten bedacht. Drei Diamanten erhält das Novalis Restaurant im auch als Hotel-Tipp aufgeführten Burghotel Hardenberg. Das in Northeim-Hollenstedt ansässige Restaurant „Seeger‘s Gasthof“ erhält einen Restaurant-Diamanten, ebenso der Groß Schneer Hof. Zwei bekommt „Der Schwan“ in Einbeck.

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