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Thema des Tages Ferien und unterwegs in Südniedersachsen
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00:17 14.08.2018
Eines der touristischen Glanzlichter der Region: ein Grün auf dem Golfplatz Hardenberg in Form eines Keilerkopfes. Quelle: r
Göttingen

Wie verbringen die Göttinger Bundestagsabgeordneten die Zeit? Wir haben sie gefragt.

Trittins Gespräche und Geburtstag

Er habe die Sommerpause beispielsweise für eine Teilnahme an der Tour de Natur von Hann. Münden entlang der Werra und für Gespräche im Wahlkreis genutzt, sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin. Dann habe er mit Freunden seinen Geburtstag bei einem guten Essen gefeiert.

Jürgen Trittin (Grüne) Quelle: Peter Heller

„Im August habe ich zwei Wochen Urlaub geplant“, teilt Trittin mit. Danach werde er bei Terminen im Wahlkreis unter anderem an einer Diskussion zum Paragrafen 219a teilnehmen. „Und als Mitglied im Auswärtigen Ausschuss bin ich die gesamte Zeit mit den aktuellen Entwicklungen auf der Welt befasst, so wie dem Handelsstreit mit den USA oder dem Versagen der EU bei der Seenotrettung im Mittelmeer.“

Konstantin Kuhle (FDP) Quelle: Christina Hinzmann

Kuhle in FDP-Büros, auf Sommertour und im Urlaub

Die sitzungsfreie Zeit zwischen Juli und September erstreckt sich insgesamt auf neun Wochen. Davon verbringe er drei Wochen arbeitend im Büro – im Wahlkreis in Göttingen, in der FDP-Landesgeschäftsstelle in Hannover und im Bundestag in Berlin. „Drei weitere Wochen befinde ich mich auf Sommertour – als Bundestagsabgeordneter in Süd-Niedersachsen und als Generalsekretär der FDP-Niedersachsen im ganzen Land“, teilt der FDP-Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle mit. Schließlich mache er zwei bis drei Wochen Urlaub.

Auf der Sommertour in Südniedersachsen will Kuhle vor allem solche Einrichtungen in den Blick nehmen, die mit seiner Tätigkeit im Innenausschuss des Deutschen Bundestages zusammenhingen, etwa die Landesaufnahmebehörde in Friedland, die Siekhöhe und die Polizei in Göttingen. „Bei dieser lokalen Sommertour plane ich auch, die verschiedenen Redaktionen in Süd-Niedersachsen zu besuchen“, so Kuhle.

Die Frage nach der Jahresbilanz will Kuhle zweigeteilt antworten: Er freue sich, bei der Sommertour auch die letzten zwei Bürgermeister in seinem Wahlkreis zu einem Antrittsbesuch aufzusuchen. „Ich bin zufrieden damit, dass ich die Kontakte in meinem Wahlkreis intensivieren und die Belange der Bürgerinnen und Bürger nach Berlin tragen konnte und kann“, erklärt der Abgeordnete. Andererseits mache ihn die politische Situation sehr nachdenklich – „das weitere Erstarken des Rechtspopulismus in ganz Europa nötigt uns Abgeordneten einen noch stärkeren Einsatz für Demokratie und Grundrechte ab“. Er habe sich vorgenommen, in der verbleibenden Zeit des Jahres 2018 „verstärkt mit Jugendlichen, Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern über diese wichtigen Grundwerte ins Gespräch zu kommen“.

Fritz Güntzler während seiner Sommertour in Adelebsen. Quelle: Markus Scharf

Güntzler trifft Menschen

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler hat gerade seinen Urlaub mit der Familie und Freunden beendet – „ein große Gruppenerlebnis“, wie er sagt. Ziel war die Nordseeinsel Sylt, wo Wohnmobil- und Camping-Fan Güntzler des Familienlabradors zuliebe hingefahren ist. Das Tier könne die Hitze nicht mehr so vertragen, daher lag das diesjährige Sommerreiseziel von Familie Güntzler im Norden.

Seit dem 30. Juli hat sich der Abgeordnete in seinem Büro in Berlin auf seine politische Sommerreise durch Südniedersachsen vorbereitet, wie er sagt. Drei Wochen lang will er in allen Städten und Gemeinden des Wahlkreises jeweils zwei bis drei Termine wahrnehmen – zusammen mehr als 60 – und dabei „möglichst viele Menschen treffen“. Einen Themenschwerpunkt setze er für die politische Sommertour nicht.

Auf die Frage nach einer Halbzeitbilanz zur Jahresmitte 2018 sagt Güntzler, er sei „weit davon entfernt“, sich „an Silvester Dinge vorzunehmen“. Die Verbindung Politik und Beruf funktioniere „ganz gut“. Und welche Themen stehen nach der politischen Sommerpause bevor? Der Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, der auf als Abgeordneter im parlamentarischen Finanzmarktgremium und im Finanzausschuss ordentliches sowie im Haushaltsausschuss stellvertretendes Mitglied ist, nennt das Thema Unternehmenssteuerreform. Diese halte er für die bundesdeutschen Unternehmen für sehr wichtig, zumal sich die deutsche Wirtschaft im Steuerwettbewerb beispielsweise mit den USA, Frankreich oder auch Belgien befinde. So habe er für die CDU/CSU Papiere als Diskussionsgrundlage entwickelt.

Thomas Oppermann (2. v. re.), der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, zu Besuch beim Golf Club Hardenberg. Quelle: Niklas Richter

Oppermann zu Fuß über die Alpen

Zwei Wochen Ostsee hat sich Thomas Oppermann, SPD-Bundestagsabgeordneter und Vizepräsident des Bundestages, in diesem Sommer gegönnt, und eine Alpenüberquerung zu Fuß. „20000 Höhenmeter in 21 Tagen“, erklärt Oppermann. Von Bad Tölz nach Belluno in Italien will er es in den drei Wochen schaffen. Mit seiner Wandergruppe will er starten, Juristen, die sich vom Studium kennen, erklärt Oppermann. Mit dabei sei auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil.

Während seiner zehntägigen Sommerreise habe er in diesem Jahr sein Augenmerk auf die touristischen Glanzlichter in Südniedersachsen gelegt und unter anderem den Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen, den Hutewald im Naturpark Solling-Vogler und den Golfclub Hardenberg besucht. Oppermann: „Man hat sonst nicht die Zeit, sich die schönen Seiten der Region anzuschauen.“

Im Rückblick sagt Oppermann, es sein nach der Bundestagswahl kein einfacher Start gewesen mit den Koalitionsverhandlungen, der Regierungsbildung und der Regierungskrise mit dem Streit zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer um die Asylpolitik. Dennoch habe der Haushalt noch vor der Sommerpause verabschiedet werden können. Aus seinem Wahlprogramm habe er die Sanierung des Schlosses Herzberg umsetzen können. Jeweils sieben Millionen Euro zahlen Land und Bund für die Arbeiten am Schloss. Jetzt wolle er versuchen, die Bundesförderung der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen um 100 000 Euro auszubauen.

Von Peter Krüger-Lenz und Markus Scharf

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