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Thema des Tages „Meine Tür steht fast immer offen“
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13:50 07.08.2018
Mosaik am Gieboldehäuser Rathaus. Quelle: Christina Hinzmann
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Region

Allen gemein ist die Aussage, dass ihre Bürger jederzeit Kontakt mit ihrem Bürgermeister aufnehmen und Termine vereinbaren können – persönlich, per E-Mail, telefonisch oder über Facebook.

Steffen Ahrenhold (CDU), Bürgermeister Samtgemeinde Gieboldehausen:

Seit seinem Amtsantritt 2017 habe er in allen zehn Mitgliedsgemeinden mit 13 Ortschaften eine Bürgersprechstunde abgehalten – in alphabetischer Reihenfolge, zuletzt am 24. Juli in Wollershausen. Jetzt will Steffen Ahrenhold, Bürgermeister der Samtgemeinde Gieboldehausen, damit erst einmal eine Pause einlegen. Er betont aber, dass er auch außerhalb der Sprechstunden erreichbar sei.

„Der Bedarf ist höchst unterschiedlich“, so seine Feststellung. Mal hätten sechs Bürger die Gelegenheit genutzt, ihn zu treffen, mal sei keiner gekommen. Für Ahrenhold kein Problem, denn „ich nehme mir immer etwas zum Arbeiten mit“. Drei- oder viermal sei das der Fall gewesen, berichtet der Samtgemeindebürgermeister und vermutet, das habe vielleicht am Wetter gelegen, oder die Bürger hätten keine Themen für die die Samtgemeinde zuständig ist. Und dort, wo er mit den Bürgern ins Gespräch kam, seien es „oft sehr interessante Themen“ gewesen, die er habe mitnehmen können. Er vergleicht die Sprechstunden mit seinem Wahlkampf, als er an den Hautüren um Stimmen geworben hatte: „Man weiß nicht, was einen erwartet.“ Viele Besucher seiner Sprechstunden seien ältere gewesen, aber nicht ausschließlich, betont Ahrenhold.

Arne Behre (SPD), Bürgermeister Samtgemeinde Radolfshausen:

Eine Bürgersprechstunde in den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Radolfshausen bietet Bürgermeister Arne Behre nicht an. Bei den meisten Themenbereichen gebe es zur Samtgemeinde wenig Berührungspunkte, weil sie in die Zuständigkeit der Mitgliedsgemeinden fielen. Unabhängig davon biete die Verwaltung der Samtgemeinde feste Öffnungszeiten, während denen die Bürger mit ihren Anliegen vorbeikommen könnten. Auch sei es möglich, Termine außerhalb der Öffnungszeiten zu vereinbaren – etwa sonnabends.

Thomas Brandes (SPD), Bürgermeister des Flecken Bovenden:

Eine Bürgermeistersprechstunde, sagt der Bovender Bürgermeister Thomas Brandes, habe er noch nie angeboten. Er habe den Anspruch, als Bürgermeister „immer ansprechbar“ zu sein und biete die Möglichkeit, Termine zu vereinbaren. „Das wird in Bovenden auch lebhaft praktiziert“, sagt er . Außerdem sei er auch per E-Mail oder über Facebook erreichbar. Ältere Bürger stünden auch häufig „bei mir im Zimmer“, berichtet Brandes. „Meine Tür steht fast immer offen“, und wenn es seine Zeit erlaube, dann bitte er den Besucher auch gleich herein. Jüngere schrieben häufig E-Mails, so Brandes’ Erfahrung.

Klaus Hampe, allgemeiner Vertreter von Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg:

In der Gemeinde Rosdorf gebe es jedes Jahr vier Bürgersprechstunden – die dritte steht am 30. August bevor. Die Sprechstunden werden Nach Auskunft von Klaus Hampe, dem allgemeinen Vertreter des Rosdorfer Bürgermeisters Sören Steinberg (SPD), „gut angenommen“. Für die Dauer von zwei Stunden würden Termine im 15-Minuten-Takt vergeben, erläutert Hampe den Ablauf, so dass es am Ende acht Gesprächstermine je Sprechstunde seien. „Die sind auch immer ausgebucht“, sagt Steinbergs Vertreter, daher bestehe auch nicht die Absicht, etwas zu verändern.

Holger Frase (SPD), Bürgermeister des Flecken Adelebsen:

Der Adelebser Bürgermeister Holger Frase bietet wöchentlich donnerstags um 16 Uhr eine Sprechstunde an. „Zu Beginn meiner Amtszeit war diese immer sehr voll. Mittlerweile würde ich schätzen, dass es 2 bis 3 Personen pro Monat sind. Es könnten auch Termine außerhalb Sprechstunde vereinbart werden. „Daraus hat sich in meinen Augen auch ein Trend entwickelt. Entweder einen Termin vereinbaren, eine Mail schreiben, mich auf der Straße ansprechen oder beim Einkaufen oder mich über die sozialen Netzwerke anschreiben“, sagt Frase. Er schätzt die Zahl der Anfragen von Bürgern auf 15 bis 20 pro Woche.

Harald Wegener (BFHMü), Bürgermeister der Stadt Hann. Münden:

„Meine Wahrnehmung ist, dass die Inanspruchnahme der Sprechstunden zu Beginn meiner Amtszeit sehr hoch war und dann stetig abgenommen hat“, so der Hann. Mündener Bürgermeister Harald Wegener. „Wenn diese Entwicklung auch mal zu einem Ausfall einer Bürgersprechstunde führt, biete ich den direkten Dialog weiter verlässlich an“, kündigt er an.

Michael Kaiser (parteilos), Bürgermeister der Stadt Hardegsen:

Regelmäßige Bürgersprechstunden bietet der Hardegser Bürgermeister Michael Kaiser nicht an, aber „einmal einen Sprechnachmittag auf unserem Wochenmarkt“, wie er berichtet. Es sei aber „kein Problem, relativ zeitnah einen Termin bei mir zu erhalten“ Außerdem stehe er, soweit es die Terminlage erlaube, „auch in dringlichen Fällen kurzen spontanen Unterredungen offen gegenüber“. Zudem sei er in Hardegsen auch regelmäßig an den Wochenenden „sehr präsent“, wodurch er viel von dem erfahre, „was die Menschen in Hardegsen und in den Ortschaften bewegt“, sagt Kaiser und verweist auf die Möglichkeiten der direkten Kontaktaufnahme per E-Mail oder telefonisch. Der Hardegser Bürgermeister sieht das „gelebte Bürgernähe“, weshalb bislang noch kein Wunsch nach einer regelmäßigen Bürgersprechstunde geäußert“ worden sei.

Von Britta Eichner-Ramm

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