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Thema des Tages Printpoeten im Endspurt am Eichsfeld-Gymnasium
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16:15 11.08.2018
Die Schülerfirma "Printpoeten" am EGD bedruckt T-Shirts für die neuen Fünftklässler Quelle: ny
Duderstadt

Die Produktionsstätte der Printpoeten umfasst zwei Räume im Erdgeschoss des EGD. Harry Plotter steht im Schriftzug des berühmten Zauberlehrlings auf dem Plotter, mit dessen Hilfe Buchstaben und das EGD-Logo in Folie geschnitten werden. Diese Vorlagen werden dann mit einer Heißpresse auf die T-Shirts gepresst. Mehr als 120 sollen es in diesem Jahr werden – für jeden Fünftklässler, der nach den Sommerferien ans EGD kommt, ein persönliches mit seinem Namen.

Im Produktionsraum ist es trotz offener Fenster stickig, die Maschinen laufen auf Hochtouren. „Erstmalig bekommen auch die Schülerpaten ein Namens-T-Shirt, damit die Fünftklässler sie auf dem Schulhof besser finden können“, erklärt Christine Boes, Kunstlehrerin am EGD, die zusammen mit ihrer Kollegin Jill Winkelvoß die Schülerfirma betreut. Das heißt für die Printpoeten, weitere 30 T-Shirts zu bedrucken.

Nachhaltigkeit und Fair Trade

Zurzeit sind rund 25 Jugendliche in der Schülerfirma als eingetragene Genossenschaft aktiv, die seit 2012 existiert und wie ein Wirtschaftsunternehmen funktioniert. „Wir haben auch Aufträge von anderen Schulen und Vereinen“, erklärt Printpoetin Lisa. Die Arbeitsbereiche in der Firma sind entsprechend vielfältig. Nicht nur Sinn für Kreativität und Design ist gefragt, sondern auch die Themen Buchhaltung, Marketing und Kundenbetreuung müssen mit entsprechenden Leuten besetzt werden.

„Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Die Printpoeten wurden ausgezeichnet als Fair-Trade-Botschafter mit Zertifikat von der Landesschulbehörde. Die Textilien stammen von Fair-Trade-Anbietern, die Folien von einem deutschen Hersteller, um lange Transportwege zu vermeiden“, erläutert Boes. Die T-Shirts für die Fünftklässler werden von der Sparkasse gesponsert, die für die Paten vom EGD-Förderverein. Da die Schülerfirma wirtschaftlich arbeitet, werden auch Gewinne eingefahren. „Die werden zum Teil für karitative Zwecke gespendet, zuletzt an die Tafel in Göttingen. Der andere Teil geht wieder an den Förderverein, wo er allen Schülern zugute kommt“, sagt Boes.

Printpoeten teilen sich die Arbeit

Am Freitag, einen Tag nach offiziellem Schulbeginn, werden die Fünftklässler am EGD-Junior willkommen geheißen. Wegen Platzmangel am Gymnasium werden die Fünft- und Sechstklässler seit einigen Jahren in den Räumen der Astrid-Lindgren-Schule untergebracht. Seit Montag vor Schulbeginn sind die Mitglieder der Schülerfirma mit dem T-Shirt-Druck beschäftigt. „Wir arbeiten in Schichten, jeden Tag sind andere Printpoeten dran“, erklären Carla und Lisa, während Michel die fertigen T-Shirts mit einem Folder ordentlich zusammenfaltet und stapelt.

Jede fünfte Klasse bekommt eine eigene Farbe. Auch mit den 30 zusätzlichen Shirts für die Paten, die unter anderem die Fünftklässler auf ihren Wegen zwischen EGD-Junior und EGD-Hauptstelle begleiten sollen, sind die Printpoeten zuversichtlich, den Auftrag termingerecht zu erfüllen.

Von Claudia Nachtwey

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