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Thema des Tages Band-Contest mit Festival-Charakter
Thema Specials Thema des Tages Band-Contest mit Festival-Charakter
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13:05 03.08.2018
Party am Einkaufszentrum: „Rock am Kauf Park“, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2016. Quelle: r
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Göttingen

64 Bands, 230 Tänzer und 309 Musiker – das ist die Bilanz der bisherigen 15 Veranstaltungen. Jetzt kommen weitere dazu: Aus einer Vielzahl von Einsendungen hatten sich in diesem Jahr die Bands „Surlife“, „Wasted Act“ und „Freight Yard“ durchgesetzt. Sie stehen nun im Finale des Contests und dürfen am Abend jeweils 20 Minuten lang versuchen, das Publikum und eine fachkundige Jury von ihren Auftrittsqualitäten zu überzeugen. Nach Einschätzung von „Kauf Park“-Centermanager Andreas Gruber ist „Rock am Kauf Park“ mittlerweile der „größte Bandwettbewerb der Region“ mit jeweils mehreren Tausend Besuchern. Die Veranstaltung setzt dabei auf den inzwischen etablierten Festival-Charakter – mit einer kleinen Nebenbühne („Kolonnaden-Stage“), auf der in den Auftrittspausen Tanz-Shows der Göttinger Dance Company für Abwechslung sorgen sollen, und mit einer „internationalen Food-Truck-Meile“. Mit Andreas Wurm von Antenne Niedersachsen führt erneut ein bekannter Moderator durch den Abend, und auch ein musikalischer Headliner ist wieder mit dabei: diesmal die Antenne Niedersachsen Band feat. Kaya Laß (Auftritt ab 22.40 Uhr).

Videos von Stargast Kaya Laß:

Im Mittelpunkt stehen zuvor jedoch die teilnehmenden Nachwuchsbands, die um 20.10 Uhr („Surlife“), 20.45 Uhr („Wasted Act“) und 21.20 Uhr („Freight Yard“) jeweils ihre Bühne bekommen. Nachdem sich die Jury beraten hat, soll die Siegerband gegen 21.55 Uhr gekürt werden. Danach dürfen die Gewinner noch einmal zu den Instrumenten greifen. Zur Jury gehören diesmal unter anderen Tageblatt-Redakteur Markus Scharf und Matthias Stitz von der Vorjahressiegerband „Jungfrau Männlich Deluxe“. Als Hauptpreis für die diesjährige Gewinnerband winken ein Studioaufnahmetag in den Peppermint Park Records Music Studios in Hannover am 27. Oktober sowie ein Auftritt auf dem KWP-Festival am 19. August in Göttingen. Die zweitplatzierte Band darf sich über einen 200-Euro-Einkaufsgutschein von „Sound and Vision“ freuen, die drittplatzierte über einen 100-Euro-Centergutschein des „Kauf Park“. Als Publikumspreis winkt zudem eine exklusive Senderführung beim Radiosender Antenne Niedersachsen. Für die Besucher wird es auf dem Gelände ebenfalls ein Gewinnspiel geben, bei dem zum Beispiel VIP-Tickets für ein Heimspiel von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund und diverse Sachpreise verlost werden.

Sprungbrett für die Karriere

Schaut man in die Historie des Bandwettbewerbs, dann fällt auf, dass der Contest für einige Bands durchaus als Sprungbrett für das weitere Vorankommen angesehen werden darf. „Sweet Creature“ etwa starteten nach ihrem Sieg bei der zweiten Auflage 2004 auf den Bühnen der Region durch, und „Midas Inc.“, der Sieger von 2009, brachte es drei Jahre später immerhin zum Co-Headliner an selber Stelle. Für „Merry-go-round“ reichte es zwar 2007 nicht zum Sieg, dafür stand die Band 2015 erneut auf der Bühne von „Rock am Kauf Park“ – diesmal als Stargast. Stets achteten die Veranstalter darauf, auch einen gewissen Glamour-Faktor auf die Bühne zu bringen. So traten außer Konkurrenz bereits Kultbands wie „Sweety Glitter“ (2004 und 2012) oder „Soul Cake & The Horns Deelite“ (2005) auf. Als Moderatoren finden sich etwa „Crazy Olli“ oder „Der Worlitzer“ in der Zeitleiste des Wettbewerbs wieder.

Kostenloser Buspendeldienst

Für Besucher von „Rock am Kauf Park“ richtet der Veranstalter einen kostenlosen Buspendeldienst ein. Vom Göttinger Bahnhof aus (Bussteig D) fahren Shuttlebusse um 19 Uhr, 19.30 Uhr und 20 Uhr zum „Kauf Park“. Zurück geht es um 23 Uhr, 23.30 Uhr, um Mitternacht sowie direkt nach Veranstaltungsende. Für Besucher, die mit dem Auto anreisen wollen, stehen ausreichend Parkplätze auf dem Gelände des „Kauf Park“ zur Verfügung. Der Eintritt zu „Rock am Kauf Park“ ist frei.

Abends Rock, tagsüber Schlager

Die Bühne auf dem Parkplatz des „Kauf Park“ wird am Sonnabend bereits ab 11 Uhr vormittags bespielt: Den ganzen Tag über soll ein großes „Open-Air-Schlagerfestival“ mit zahlreichen Live-Auftritten für Unterhaltung sorgen. Mit dabei sind unter anderen Nic („Ein Stern, der deinen Namen trägt“), Norman Langen („Deutschland sucht den Superstar“), Die Himmelsstürmer, Leo Rojas und Laura Wilde. Eine gemeinsame Autogrammstunde aller teilnehmenden Schlager-Stars ist für 17 Uhr geplant.

Das Programm in der Übersicht:

20.00 Uhr Anmoderation Andreas Wurm 20.10 Uhr Auftritt „Surlife“ 20.30 Uhr Göttinger Dance Company 20.45 Uhr Auftritt „Wasted Act“ 21.05 Uhr Göttinger Dance Company 21.20 Uhr Auftritt „Freight Yard“ 21.40 Uhr Göttinger Dance Company 21.55 Uhr Bekanntgabe Siegerband und Siegerehrung 22.10 Uhr Auftritt Siegerband 22.25 Uhr Göttinger Dance Company 22.40 Uhr Auftritt Antenne Niedersachsen Band feat. Kaya Laß

Weitere Informationen auf gturl.de/rakp sowie auf rock-am-kauf-park.de

Kurz-Infos zu den teilnehmenden Bands 2018:

Surlife – melodisch und authentisch

„Melodische Gitarrenriffs, energiegeladene Rhythmen und ein breites, authentisches Emotionsspektrum“ – so charakterisieren sich die drei jungen Musiker von „Surlife“ auf ihrer Facebook-Seite. Am 31. Juli haben sie mit „Ambivalent“ ihr erstes Album herausgebracht – gerade rechtzeitig zu „Rock am Kauf Park“ also. Die Bandmitglieder Marcel Bernauer und Micha Müller-Zitzke machen schon seit 2011 zusammen Musik; später kam Nils Danzeisen dazu. „Surlife“ gibt es seit 2016. Das Problem der inzwischen recht großen räumlichen Trennung kompensiert die Band mit viel Leidenschaft, Akribie und Engagement für das, was sie tut. Die musikalischen Einflüsse sind vielfältig und reichen von Metallica bis Nirvana, von Casper bis Rise Against, von P.O.D. bis Eminem. Ein Faible haben die „Surlife“-Jungs für Wortspiele – der Bandname selbst ist ein Beispiel dafür, der Songtitel „Brainbow“ ebenfalls.

Mehr Infos: gturl.de/surlife

Wasted Act – erst Bierecke, dann große Bühne

Dass es „Wasted Act“ in der jetzigen Konstellation überhaupt gibt, war von ungewöhnlich vielen Zufällen abhängig. Doch irgendwie haben Alexander Falinski, Victor Schroeder, Jakob Himmelein, Volker Portugall und Sören Kaffeya zusammengefunden – und gemeinsam haben sie mächtig Spaß an ihrer Mucke, die unter anderem von klassischen Rockbands der 70er- und 80er-Jahre geprägt ist. Ihr Genre beschreiben sie augenzwinkernd als „Auf-die-Fresse-Blues“, und aufgetreten sind sie damit bisher vier Mal, unter anderem bei der Geburtstagsparty der Bierecke „Quick“ Anfang Juli. Bei „Rock am Kauf Park“ wollen sie einfach Spaß haben und möglichst viele Besucher von ihrer Musik überzeugen. Für die Zukunft plant die Band ein Album und eventuell sogar eine kleine Tour durch Europa. Der Bandname setzt sich aus zwei Songtiteln von „Skid Row“ zusammen, nämlich „Wasted Time“ und „Riot Act“.

Mehr Infos: gturl.de/wastedact

Freight Yard – passt in kein Korsett

Übersetzt heißt „Freight Yard“ schlicht „Güterbahnhof“, und genau dort probt die siebenköpfige Band – was die Wahl des Bandnamens logisch erscheinen lässt. „Authentischer Alternativ-Rock, stilvolle Arrangements und frische Stimmen“ – so definieren sich die sieben jungen Musiker, namentlich Tiemo Rosin, Josephine Simon, Sascha Löwe, Sebastian von Haaren, Lars Knieper, Philip Watzlawik und Nils Bartels. Seit Anfang 2016 sind sie in dieser Zusammenstellung gemeinsam kreativ. Nach einem anfänglichen Ausflug in den Deutschrock ist „Freight Yard“ inzwischen bei einem kreativen Genre-Mix gelandet, der von sehr unterschiedlichen Einflüssen gekennzeichnet ist. „Rock am Kauf Park“ sehen die Musiker als Plattform, um weitere Bühnenerfahrung zu sammeln und Connections zu den anderen Bands aufzubauen. In einigen Monaten soll eine erste EP erscheinen, später auch ein Album.

Mehr Infos: gturl.de/freightyard

Von Markus Riese

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