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Michael Römling schreibt neue Stadtgeschichte

„Geschichte einer Stadt“ Michael Römling schreibt neue Stadtgeschichte

Unter uns leben viele interessante Menschen. Einer von ihnen ist der Historiker und Autor Michael Römling. Nach einem mehrjährigen Italien-Aufenthalt hat der 39-Jährige die Begeisterung für seine alte Wahlheimat Göttingen wiederentdeckt. Eine von ihm verfasste Stadtgeschichte über die Leinestadt erscheint heute.

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Historiker, Romanautor, Chronist: Michael Römling legt neue, „locker geschriebene“ Geschichte der Stadt vor.

Quelle: Vetter

Göttingen. „Göttingen gefällt mir gut.“ Michael Römling ist zurückgekehrt in die Stadt, in der er 1993 mit seinem Geschichtsstudium begann. Inzwischen liegen Auslandsaufenthalte und Promotion hinter ihm.  Doch die Liebe brachte ihn zurück. „Meine Freundin wohnt hier“, sagt er. Neu entfacht wurde so die Begeisterung für die Leinestadt.

„Der schönste Ort von Göttingen liegt zwischen Paulinerstraße und Johannisstraße“, schreibt Römling am Ende seiner heute erscheinenden Stadtchronik. „Man erwartet dort ein paar verwinkelte und durch unansehnliche Mauern abgetrennte Innenhöfe, stattdessen empfängt einen ein kleiner Park zwischen zwei Zahnreihen aus teils verwilderten, teils gepflegten Gärten mit Jägerzäunen, durch den sich ein schmaler gepflasterter Weg schlängelt. Überall blüht es.“

Ein Jahr lang hat sich der Historiker durch historische Quellen, unzählige Veröffentlichungen und Archive gewühlt. Sein Ziel: eine leichtverständliche, „locker geschriebene“, aber stets an wissenschaftlichen Standards orientierte Geschichte Göttingens, die sich an den „interessierten Laien“ wenden soll. Das Ergebnis liegt nun in Römlings eigenem Tertulla-Verlag vor: Auf 336 reich bebilderten Seiten hat Römling die Geschichte der Stadt zusammengefasst.

„Ich habe ganz vorne angefangen. In der Steinzeit“, sagt er. Schwerpunkte setzt er bei seinem „Steckenpferd“, der frühen Stadtentwicklung („Wie ist die Stadt gewachsen?“), bei der Reformation („Die gab es fast überall, aber immer anders.“) und bei der „Göttinger Besonderheit“, der Universität, ihrer Bibliothek und der Wissenschaftsgeschichte. Eng, so berichtet er, habe er mit Museum und Stadtarchiv „sehr unbürokratisch“ zusammengearbeitet.

„Es lässt einen nicht kalt, über eine Stadt zu schreiben, die seit einem Vierteljahrtausend damit beschäftigt ist, die Welt klüger zu machen“, schreibt Römling. Zwar habe er hier fünf Jahre Geschichtswissenschaft studiert, nie aber das Stadtmuseum von innen gesehen, bekennt er im Vorwort zu seiner Stadtgeschichte. Das hat sich bei seiner Arbeit an dem jüngsten Werk grundlegend geändert.

Michael Römling: „Göttingen. Geschichte einer Stadt“, Tertulla-Verlag, 336 Seiten, 29,80 Euro.
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