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Wie aus einer Idee ein kleines Gewerbe wird

Unter uns Wie aus einer Idee ein kleines Gewerbe wird

Unter uns leben viele interessante Menschen. Einer von ihnen ist Piet Munk. Der 41-jährige Göttinger ist Werder-Bremen-Fan und Erfinder des Fischkopf-Fan-Shirts.

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Erfolgreich: Werder-Fan Piet Munk designt Fanartikel mit Fischkopf-Motiv für Werder-Anhänger.

Quelle: Hinzmann

Es ist kalt im kleinen Wintergarten im Hinterhof des Hauses in der Gotmarstraße 10. In dem schmalen Raum ohne Heizung sind unzählige Kartons gestapelt. Ihr Inhalt: T-Shirts, Kapuzenpullis und Jacken, unter anderem mit Fischkopf-Motiven bedruckt. Es ist der Lagerraum von Piet Munk. Der 41-jährige Göttinger ist geistiger Vater des Fan-Motivs für den Fußball-Bundesligisten Werder Bremen. „Die Idee zum Fischkopf-Motiv hatte ich schon vor gut zwei Jahren“, sagt der gelernte Hotelfachmann. Auf der Suche nach dem richtigen Geburtstagsgeschenk für einen Freund hat er kurzerhand das Logo entworfen. Inspiriert vom St.-Pauli-Motiv mit Totenkopf modifizierte Munk das Emblem.
Das Ergebnis: Ein Fischkopf mit gekreuzten Gräten. Denn dieses Motiv passe einfach zu Werder. „Im Stadion wird immer ‚Was ist grün und stinkt nach Fisch – Werder Bremen‘ skandiert“, erklärt Munk. Auf der Geburtstagsfeier kam das Geschenk sehr gut an. So gut, dass Munk inzwischen nicht nur in einem Fanshop in Bremen seine Shirts verkauft, sonders auch einen kleinen erfolgreichen Online-Vertrieb aufgebaut hat – mit passendem Markennamen: Fishirts. Gut 600 Shirts habe er auf Lager. Genug, um die täglich gut 20 Nachfragen zu bedienen. Wenn ein T-Shirt oder Pullover nicht auf Lager sein sollte, so muss Munk nur einmal kurz über den Innenhof laufen. Direkt gegenüber betreibt sein Freund Heiner Hagemann eine Textildruckerei, in der Munk Nachschub drucken lassen kann. So ermöglichen die kurzen Wege eine schnelle Lieferung.

Als überzeugter Werder-Fan, der seit gut 30 Jahren regelmäßig bei Heimspielen seines Lieblingsvereins in der Ostkurve steht, freut sich Munk über einen weiteren Vorteil seines Erfolges: Jetzt kann er auch beruflich bedingt regelmäßig ins Weserstadion fahren. „Besser kann es doch nicht laufen.“

Den anfänglichen Schriftzug „Werder“ unter dem Fischkopf, ersetzte Munk mit beginnendem Erfolg durch „Bremen“. „Zwar bedeutet Werder Flussinsel“, so Munk. Dennoch ist es auch ein geschützter Name, und Ärger mit dem Verein wollte er dann doch nicht bekommen. Mit der Zeit kamen neue Motive hinzu: „Ostkurve“, „Gegen Gegentore“ und „Teufelskerl“. Weitere Motive sollen im kommenden Jahr folgen. Und neue Artikel sollen ins Sortiment aufgenommen werden. Munk denkt dabei an Handtücher und Taschen. „Ich werde mal testen, wie es läuft.“

Aber nicht nur die Fans sind von Munks T-Shirts angetan. Auch der Fußball-Verein Werder Bremen ist auf den Göttinger aufmerksam geworden. Der Club überlegt derzeit, ob er Munks Motive in sein Fan-Sortiment aufnehmen soll.
Weitere Informationen und das gesamte Fischkopf-Sortiment sind im Internet unter www.fishirt.de zu finden.

Von Dörte Janßen

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