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Endlich!

Wätzolds Woche Endlich!

Hurra, hurra hurra! Korkenknallen, Trommelwirbel und Zapfenstreich - er kommt!! SPD und Grüne haben im Bauausschuss den Weg für den Möbelmarkt an der Autobahn freigemacht.

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Allerdings denkbar knapp, mit nur einer Stimme Mehrheit. Ob irgendeinem Wackelkandidat der Grünen dabei ein unmoralisches Angebot unterbreitet wurde, ist übrigens nicht bekannt und die Zustimmung des Rates jetzt nur noch reine Formsache. Bleibt zu hoffen, dass die Bauverwaltung die Sache dann nicht verschleppt, wie es ihr die SPD aktuell bei mehreren Bebauungsplänen vorwirft.

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon wie Bolle und stimme mit Ratsherrn Wedrins völlig darin überein, dass in Göttingen derzeit ein ausreichendes Angebot an Möbeln fehlt. Endlich können wir daheim bald die ganzen Pappkartons und Paletten entsorgen, die derzeit unsere Inneneinrichtung darstellen.

Und den Kindern macht das auf-dem-Boden-schlafen zwar noch nichts aus, aber meine Rechnungen für den Chiropraktiker haben jedes erträgliche Maß längst überschritten. Schließlich gehe ich ja auch stramm auf die 50 zu und gehöre schon lange nicht mehr zur Isomatten-Fraktion. Ebenso wenig wie Uli Holefleisch, der völlig zu Recht zufrieden ist, dass mit der Ansiedlung keine Kaufkraft aus Göttingen abfließt, sondern das Geld in der Stadt gehalten wird. Genau: Göttingen first!

Äußerst erfreulich auch, dass das Angebot von innenstadtrelevanten Waren im Möbelladen nicht auf die eigentlich im Einzelhandelskonzept vorgeschriebenen 800 Quadratmeter beschränkt bleibt, sondern exklusiv in diesem Einzelfall mehr als verdreifacht wird; schließlich wird das ja ein XXXLMarkt und kein Tante-Emma-Laden und da muss man sich auch mal von verstaubten Grundsätzen verabschieden.

Außerdem müssen die Kunden dann nicht extra noch mal für ein paar Kinkerlitzchen in die City fahren, wo sie sowieso keinen Parkplatz finden. Toll, dass die Verwaltung hier hartnäckig geblieben ist und sich sogar gegen den Investor selbst durchsetzen konnte, der ja auch mit deutlich weniger Fläche zufrieden gewesen wäre.

Aber manchmal muss man diese kapitalistischen Heuschrecken einfach mal in ihre Schranken weisen. Nur so, aus Prinzip. Einen anderen Grund kann es ja nicht dafür geben, dass man dem Möbelmarkt ein Innenstadtsortiment auf 2500 Quadratmetern vorschreibt und damit den City-Händlern ordentlich vor’s Knie tritt. Denn dafür, dass es hier ein unmoralisches Angebot an irgendwen gegeben hat, gibt es keinerlei Hinweise.

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