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„Nur schöne Nachrichten in der Zeitung wären doch langweilig“

Zeitung in der Schule „Nur schöne Nachrichten in der Zeitung wären doch langweilig“

1065 Viertklässler aus 52 Schulen in der Region beteiligen sich an der Tageblatt-Aktion „Zeitung in der Grundschule“. Sie bekommen eine Woche lang die aktuelle Zeitung geliefert und arbeiten damit im Unterricht. Zusätzlich erhalten fünf Klassen die Möglichkeit, das Druckhaus zu besichtigen. Die Kinder kommen zum Tageblatt, aber das Tageblatt auch zu ihnen: Mitarbeiter der Redaktion besuchen jede der Klassen an einem Schultag. Am Dienstag, 9. Juni, waren Andreas Fuhrmann, Dörte Janßen und Ute Lawrenz in der Grundschule im Drammetal und der Plesseschule Reyershausen.

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Vertieft in die Zeitungslektüre: Lea und Fabienne (v.l.) von der Grundschule im Drammetal.

Quelle: Mischke

Politik ist langweilig. Das verstehe ich nicht“, sagt Isabel. Seit zwei Tagen lesen die Schülerin der 4a der Grundschule im Drammetal und ihre Mitschüler das Tageblatt im Klassenzimmer. Ganz anders liegen die Interessen bei Florian: „Ich habe den Politikteil gelesen, weil mich die Europawahl interessiert hat.“ Schnell wird klar: Jeder Leser stellt andere Erwartungen an eine Zeitung: Sportergebnisse, Veranstaltungshinweise im Magazin, Neuigkeiten über kleine und große Stars auf der Seite „Welt im Spiegel“.

Besonders der Flugzeugabsturz über dem Atlantik und eine Messerattacke in Göttingen beschäftigen die Schüler. Warum immer so viele schlechte Nachrichten in der Zeitung stehen? „Nur schöne Nachrichten in der Zeitung wären doch langweilig“, bringt Sina die Gewichtung der Artikel auf den Punkt. Dass Zeitung aber nicht nur zum Lesen da ist, beweist Max. Flink hat er zwei Schiffe gefaltet und schenkt sie dem Fotografen und der Redakteurin zum Abschied.

Flugzeugabsturz über Atlantik

Auch die Schüler der Klasse 4b der Grundschule im Drammetal haben über den Flugzeugabsturz über dem Atlantik gesprochen – und im Tageblatt nachgelesen. Dadurch haben sie gemerkt, dass eine Zeitung eine Menge Hintergrundinformationen liefern kann. Im Gegensatz zu vielen Radiosendern, wie Julia aufgefallen ist. Die seien dafür aktueller, weil sie noch am gleichen Tag berichten könnten. „Die Zeitung muss ja erst noch gedruckt werden“, so die Zehnjährige.

Was Journalisten denn tun würden, wenn es „langweilig ist, wenn es also keine Themen gibt“, möchte Lea wissen. Ein Journalist müsse immer auch selbst nach Themen suchen, also aufmerksam sein und recherchieren, erklärt der Redakteur. Daher werde der Beruf  auch niemals langweilig.

Große und kleine Zeitungen

Wie viel Farbe braucht man für eine Zeitung? Wie viel Kilogramm Papier sind nötig, um alle Tageblätter für einen Tag zu drucken? Das wollten die Schüler der Klasse 4 der Plesseschule in Reyershausen wissen. „Welche ist die größte und welche die kleinste Zeitung“, fragte Emil nach dem Format. Seit Montag bekommen die Schüler das Tageblatt und hatten schon am ersten Tag so eifrig darin gelesen, dass sie die Pause fast vergessen hätten, berichtete ihr Lehrer Harald Merker. Viel haben sich die Schüler aus den Plessedörfern Reyershausen, Billingshausen und Spanbeck für die nächsten Tage vorgenommen. So wollen sie zum Beispiel im Internet recherchieren, seit wann es Werbung in der Zeitung gibt.

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