Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Ihme-Zentrum Hannover für 16,5 Millionen versteigert

Zwangsversteigerung Ihme-Zentrum Hannover für 16,5 Millionen versteigert

Das Ihme-Zentrum ist unter den Hammer gekommen: Beim Zwangsversteigerungstermin im Amtsgericht sind für die insolventen Gewerbeareale am Mittwoch 16,5 Millionen Euro geboten. Nach kurzer Beratung stimmte die Berliner Landesbank zu. Den Zuschlag bekam ein Investor aus Berlin.

Voriger Artikel
Mehr als 80 Experten informieren über Krebs
Nächster Artikel
Schlaudraff besucht Kinder in der MHH

Ihme-Zentrum: Bei Baustart 1972 galt das Zentrum nach US-Vorbild mit rund 2400 Bewohnern als hochmodern.

Quelle: Ole Spata

Hannover. +++ Zuschlag erteilt: Schluss am Amtsgericht – die LBB stimmt dem Gebot zu und beantragt die sofortige Zuschlagserteilung. Damit geht das Ihme-Zentrum für 16,5 Millionen Euro an die meistbietende "Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks GmbH".

+++ Erstes Gebot: Das erste Gebot wird um 10:29 abgegeben. Es kommt von der Berliner "Steglitzer Kreisel Berlin Grundstücks GmbH" und beläuft sich auf 16,5 Millionen Euro. Klaus Hasselhorst, der die Zwangsversteigerung leitet, fragt nach weiteren Geboten – und sagt, dass sich die Verschleuderungsgrenze damit erledigt hat.

+++ Nachfragen bei Hasselhorst: Ein Endvierziger mit grauem Schal kommt aus der Deckung: Nachdem er lange mit Vertretern der Landesbank Berlin getuschelt hat, stellt er Fragen zum Mindestgebot. Versteigerungsleiter Hasselhorst sagt: "Das geringste Bargebot liegt bei 8 Millionen Euro." Aber wo er die Verschleuderungsgrenze ansetzt, will er nicht sagen. Der Mann antwortet: "Ich warte noch ab." Dann geht er zum Telefonieren raus.

+++ Weiter gespanntes Warten im Saal: Zehn Minuten vor Ende der Bieterfrist gibt es noch immer kein Gebot. Thorsten Ganskow, Sprecher der Wohneigentümer im Ihme-Zentrum, sagt: "Das wundert mich jetzt doch etwas, schließlich haben wir eine Niedrigzinsphase."

+++ Gemurmel statt Gebote: Noch hat sich kein Bieter für das Ihme-Zentrum zu erkennen gegeben. Es bleiben knapp 15 Minuten.

+++ Ärger um Handyfotos: Vom Flur aus fotografiert jemand in den Saal, es gibt richtig Ärger. Das Gesetz verbietet Fotos während der Verhandlung. "Ob das zeitgemäß ist, kann man infrage stellen, aber es gilt", sagt Klaus Hasselhorst, der die Zwangsversteigerung leitet. Justizbeamte überwachen, dass die Fotos vom Handy gelöscht werden.

+++ 30 Minuten Warten: Es läuft jetzt die 30-minütige Bieterfrist, in der Angebote entgegen genommen werden. Es gibt kurze Unruhe, als ein mittelgroßer, gelockter Mann nach vorne tritt. Aber es ist nur Thorsten Jaskulski, der Zwangsverwalter, der einige Details klärt.

+++  Aufruf zur Abgabe der Gebote: Nach der Verlesung der Formalien fordert Hasselhorst zur Abgabe von Geboten auf. Es habe in den letzten Tagen Anrufe gegeben, ob man einzelne Wohnungen erwerben könne. "Nein, Sie müssen dann auch das Parkhaus, Bürogebäude und so weiter mit erwerben." Er legt keine Verschleuderungsgrenze fest. Aber: "Ich erwarte ein zweistelliges Millionengebot."

+++ Antrag der LBB:  Der Hauptgläubiger des Insolvenzverfahrens, die Landesbank Berlin, beantragt erwartungsgemäß, dass es keine Einzelversteigerung der Immobilienteile geben soll.

+++ Eröffnung der Sitzung: Die Sitzung wird um 9.57 Uhr eröffnet: Die Uhr geht allerdings falsch. Hasselhorst stellt fest "Es geht trotzdem nach der Uhr – dass die Uhren im Amtsgericht teils falsch gehen, weiß ich."

Zwangsversteigerung des Ihme-Zntrums: Großes Gedränge im Amtsgericht Hannover.

Zwangsversteigerung des Ihme-Zntrums: Großes Gedränge im Amtsgericht Hannover.

Quelle: Conrad von Meding

+++  Großes Gedränge am Amtsgericht in Hannover: Der erneute Zwangsversteigerungstermin für das Ihme-Zentrum hat begonnen. Der öffentliche Termin wurde extra in den größten Saal des Amtsgerichts verlegt. Erwartungsgemäß groß ist auch der Andrang am Mittwochvormittag: Justizbedienstete müssen die zahlreichen Zuschauer bitten, die Gänge freizuhalten, es ist deutlich voller als beim letzten Mal. Als Justizbeamte den Saal schließen wollen, ruft Klaus Hasselhorst, der die Zwangsversteigerung leitet: "Bitte Tür freihalten, damit eventuelle Bieter hören können, was nach draußen schallt." Die meisten Besucher am Mittwochvormittag sind Zaungäste, darunter viele Wohnungseigentümer aus dem Ihme-Zentrum. Thorsten Ganskow, Sprecher der Eigentümerbeirat, protokolliert heute die Sitzung.

Digitales Dossier

Zahlen, Daten, Video-Interviews: Begleiten Sie uns auf eine multimediale Reise durch das Ihme-Zentrum.

med/frs

Voriger Artikel
Nächster Artikel