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Polizei ermittelt nach sexuellen Übergriffen

Flüchtlinge unter Verdacht Polizei ermittelt nach sexuellen Übergriffen

Die Polizei ermittelt nach zwei sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Calenberger Neustadt und in Laatzen gegen zwei junge Männer. Ersten Erkenntnissen zufolge halten sie sich derzeit als Flüchtlinge in Hannover auf.

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Die Polizei durchsuchte nach dem Übergriff in Gleidingen auch eine Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: Elsner

Hannover/Laatzen. Zwei sexuelle Übergriffe, beide offenbar begangen von Flüchtlingen, beschäftigen seit dem Wochenende Hannovers Polizei. In einem Fall geht es um versuchte Vergewaltigung: An der Hildesheimer Straße in Laatzen-Gleidingen verfolgte ein Mann, der sich als Syrer ausgab, eine 45-jährige Frau und biss sie in die Wange, nachdem er sie bedrängt und an mehreren Stellen angefasst hatte. Die Polizei fandet nach dem Mann. Bei der anderen Tat ist eine 28-jährige Frau in der Toilette der Glocksee-Disko an der Brust betatscht worden. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen vorübergehend festnehmen.

Die versuchte Vergewaltigung ereignete sich am Sonnabend gegen 21.15 Uhr im Laatzener Stadtteil Gleidingen. Eine 45-Jährige hatte sich zu einem Spaziergang aufgemacht. An der Hildesheimer Straße fiel ihr ein etwa 20 jähriger Mann mit Fahrrad auf. Er sprach die Spaziergängerin an – zunächst auf Englisch, wenig später soll er auch arabisch gesprochen haben. Dabei machte er anzügliche Bemerkungen und Gesten. Die 45-Jährige wandte sich ab und machte sich auf den Heimweg. Vor ihrer Wohnung in der Ringstraße glaubte sie, ihren Verfolger abgeschüttelt zu haben. Doch als sie die Haustür aufschließen wollte, tauchte der Mann plötzlich wieder hinter ihr auf und zeigte ihr sein entblößtes Geschlechtsteil. Als das Opfer versuchte, sich in den Hausflur zu retten, griff er die Frau von hinten, fasste ihr zwischen die Beine und an die Brüste und biss ihr in die Wange. Erst als die Frau laut um Hilfe schrie, ließ der Angreifer von ihr ab und rannte davon.

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem Sextäter ein. Dabei durchsuchten die Polizei mit Suchhunden und zahlreichen Beamten auch eine Flüchtlingsunterkunft in der Straße Immengarten. Die Suche blieb allerdings erfolglos. Der Angreifer ist 1,70 Meter groß, schlank, hat kurze, dunkle Haare und dunkelbraune Augen. Bei der Tat trug er blaue Jeans und eine schwarze Jacke mit aufgesetzter Kapuze. Hinweise an nimmt die Kripo unter (05 11) 1 09 55 55 entgegen, sie ermittelt wegen versuchter Vergewaltigung.

17 Stunden zuvor hatte sich nach Polizeiangaben ein 28-jähriger Sudanese am Sonnabend gegen 4 Uhr auf der Damentoilette der Diskothek Indigo Glocksee in der Calenberger Neustadt aufgehalten. Als eine 25-Jährige den Raum betrat und den Mann wegen seines Fehlverhaltens zur Rede stellte, ging der 28-Jährige auf die Frau zu, fasste ihr an die Brust und verließ die Toilette. Die junge Frau wandte sich sofort an Polizisten, die wegen einer angeblichen Schlägerei gerade in dem Klub waren. Die Beamten nahmen den Tatverdächtigen mit zur Wache, setzten ihn aber im Anschluss an die Vernehmung und der Identitätsfeststellung wieder auf freien Fuß. Gegen ihn läuft jetzt ein Verfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung.

Kai Weber, Geschäftsführer des Flüchtlingsrats Niedersachsen, betont angesichts der Vorfälle in Hannover, dass solche Taten keinesfalls totgeschwiegen, zugleich aber nicht alle Flüchtlinge unter Generalverdacht gestellt werden dürfen. Nach den Ereignissen in der Silvesternacht in Köln hätten sich viele Flüchtlinge, insbesondere Syrer, beim Flüchtlingsrat gemeldet, um sich von den Geschehnissen in der Domstadt zu distanzieren. „Es herrscht eine große Betroffenheit über die Vorfälle – auch unter den Flüchtlingen“, sagt Weber. Er warnt aber auch davor, sexuelle Übergriffe von Männern aus anderen Ethnien anders zu bewerten als von einheimischen Männern. „Solches Verhalten ist immer gleich falsch.“

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