Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Absturz in der Wedemark: Fluglehrer (74) war herzkrank

Ultraleichtflugzeug Absturz in der Wedemark: Fluglehrer (74) war herzkrank

Der Absturz eines Ultraleichtflugzeuges in der Wedemark im April bleibt rätselhaft. Bei dem Vorfall kamen ein 76-jähriger Fluglehrer und sein 50-jähriger Schüler ums Leben. Bei der Obduktion wurde nun festgestellt, dass der Fluglehrer „erhebliche Vorschädigungen“ an Herz und Lunge hatte. Ob die Erkrankung zum Absturz geführt hat, ist unklar.

Voriger Artikel
Mehr Straftaten auf dem Schützenfest
Nächster Artikel
Granaten und Munition gestohlen? Soldat versetzt

Experten aus Braunschweig bei der Untersuchung des Wracks.

Quelle: Christian Elsner

Wedemark. Nach dem Absturz eines Ultraleichtflugzeuges Anfang April in der Wedemark, bei dem ein Fluglehrer und sein Schüler ums Leben gekommen sind, liegt ein erster Zwischenbericht über die Absturzursache vor. Demnach war der 74-jährige Fluglehrer herzkrank. Bei der Obduktion sei festgestellt worden, dass der Fluglehrer „erhebliche Vorschädigungen“ an Herz und Lunge hatte. Ob diese Erkrankung zu dem Absturz geführt hat, ist unklar.

8f4d5378-1a3b-11e7-b122-10534c34aa17

Für die Insassen kam jede Hilfe zu spät: Beim Absturz eines Ultraleichtfliegers bei Hannover sind zwei Menschen ums Leben gekommen.

Zur Bildergalerie

Die Untersuchungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig haben bislang ergeben, dass die Maschine vom Typ MD 3 Rider aus ungeklärter Ursache im Sinkflug gegen eine Überlandleitung geprallt ist. Durch den Kontakt mit der Stromleitung entstand den Experten zufolge ein sogenannter Lichtbogen. Die Maschine fing sofort Feuer, es gab einen Knall, und das Flugzeug stürzte brennend zu Boden. Die Untersuchungen ergaben, dass beide Insassen noch am Leben waren, als die Maschine auf dem Feld aufprallte. Der 74-jährigen Fluglehrer und sein 50 Jahre alter Schüler verbrannten in dem Wrack.

Absturz bleibt rätselhaft

Das Ultraleichtflugzeug war am 5. April um 17.18 Uhr vom Flughafen in Langenhagen zu einem Ausbildungsflug gestartet. Ursprünglich wollten der Fluglehrer und sein Schüler mehrere Runden rund um das Gelände des Airports drehen. Doch das Vorhaben wurde von der Flugaufsicht aufgrund der Verkehrssituation vor Ort abgelehnt. Also machten sich die Insassen der MD 3 Rider auf den Weg Richtung Norden. Sie flogen eine weile an der Autobahn 7 entlang und bogen schließlich nördlich der Ortschaft Elze nach Westen ab. Auf einem Feld zwischen Bennemühlen und Brelingen setzte die Maschine sechsmal zu sogenannten Außenlandeübungen an. Dabei flog die MD 3 Rider jeweils nur rund 20 Meter über dem Boden. Anschließend flog die Maschine wieder in Richtung A 7, ein Stück an der Autobahn nach Norden, um dann kurz darauf in Richtung Elze abzubiegen.

Was dann geschah, bleibt auch für die Experten der BFU bislang rätselhaft. Die Auswertung der Radardaten und mehrere übereinstimmende Zeugenaussagen belegen, dass die Maschine in einen Sinkflug eintrat - warum, ist unklar. Am Triebwerk der Maschine konnten die Experten keine Mängel feststellen.

Flugschüler und Ausbilder sterben

Der Flugschüler hatte seine Ausbildung erst im Februar begonnen und hatte mit dem 74-jährigen Fluglehrer elf Flugstunden und 40 Landungen absolviert. Vor dem Start in Hannover soll sich der Fluglehrer beim Ausbildungsleiter nach den Regeln für Außenlandeübungen erkundigt haben, obwohl an diesem Tage solche Manöver eigentlich nicht vorgesehen waren. Wann die BFU ihren Abschlussbericht zu diesem Fall vorlegen wird, ist noch offen.

Unfall in Hemmingen: Auch die Untersuchungen nach dem Absturz eines Ultraleichtflugszeugs am Sonnabend bei Hemmingen werden auch noch eine Weile dauern. Der 82-jährige Pilot hatte sich nach einer Störung an der Steuerung zur Notlandung entschlossen. Die Maschine stürzte ab. Der Pilot erlitt schwere, die Co-Pilotin leichte Verletzungen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hannover