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Göttinger siegt beim Treppenhaus-Marathon

"Längerer Muskelkater" Göttinger siegt beim Treppenhaus-Marathon

Privat nimmt er auch mal den Aufzug: Der Extremsportler Johannes Schmitz hat den Treppenhaus-Marathon in Hannover gewonnen. Knapp 200 Mal rannte er 13 Stockwerke in einem Hochhaus rauf und runter. Die verrückte Disziplin ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

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Extremsportler Johannes Schmitz (rechts) auf dem Weg zum Sieg.

Quelle: dpa

Hannover. Knapp 84 000 Stufen in 10 Stunden und 14 Minuten: So schnell wie Johannes Schmitz ist keiner beim Treppenhaus-Marathon in Hannover gelaufen. Der 26-Jährige kam nach etwa 200 Runden durch den 13 Stockwerke hohen Turm des Annastift Berufsbildungswerks am Samstagabend als Erster ins Ziel.

"Das wird auf jeden Fall ein längerer Muskelkater", sagte Schmitz, der für den RSC  Göttingen an den Start ging, am Sonntag nach dem Rennen. 13 Männer und eine Frau waren am Samstagmorgen bei dem extremen Wettlauf gestartet, bei dem sie die Marathondistanz von 42,195 Kilometern in der Vertikalen zu bewältigen hatten.

Während Sieger Schmitz schon unter der Dusche stand, hatten die beiden nächstbesten Läufer noch um die 20 Runden vor sich - und das, obwohl Schmitz mit einer Knieverletzung zu kämpfen hatte. "Er ist ein unglaubliches Rennen gelaufen", sagte Marathon-Sprecherin Michaela Serttas. "Er ist schon früh in Führung gegangen."

Schmitz überbot damit auch deutlich die bisherige Bestzeit bei diesem Lauf, die im vergangenen Jahr bei 11 Stunden und 38 Minuten gelegen hatte. Über das Treppensteigen sagte der Sieger anschließend: "Ich habe gemerkt, dass mir das komischerweise liegt." Einen Aufzug nimmt der Extremsportler aber trotzdem von Zeit zu Zeit.

"Wenn ich nicht Sport treibe, bin ich eher der gemütliche Typ." Mit dem Marathon wollen die Veranstalter das Treppenhaus-Laufen in Deutschland bekannter machen. Sie haben ihn bereits zum zweiten Mal in Hannover ausgerichtet. Auch im nächsten Jahr soll es wieder einen solchen Wettkampf geben. Der Austragungsort ist aber noch offen. dpa/lni

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