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Die von der Resterampe

Tag 2 im Dschungelcamp Die von der Resterampe

Tag zwei im Dschungel und schon kann man – nein, man muss sogar – denen vom RTL für dieses grandiose Kandidaten-Casting gratulieren, meint  Carsten Bergmann.

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Sophia Wollersheim (l.) kämpft gegen Helena Fürst um die begehrten Sterne. In sechs Runden müssen sie verschiedene australische Dinge oder Tiere ertasten und deren Anzahl erraten.

Quelle: RTL / Stefan Menne

Hannover. Die zwölf Patienten von der Resterampe liefern im Dschungel Australiens das ab, was wir alle so sehnsüchtig nach der Langweiler-Nummer aus dem Vorjahr erwartet haben: Stumpfe Sprüche, peinliche Dialoge und ein Kandidaten-Selbstverständnis so fernab jeder Realität, das man einfach nur rund um die Uhr applaudieren möchte.

Erkenntnisse, die bleiben: Kneipen-Jenny hat kein Problem mit Schnapsnasen an ihrer Seite, Griesgram-Gunter trauert seiner Zeit mit Johnny Cash hinterher, Einstein-Ortega hätte gerne Gentechnologie studiert und Dschungel-Barbie Sophia gewinnt endlich mal ein Duell.

Die Kunst der Legatoni

Kasalla allerseits! Totto Legat, der Freund des Fremdschämens, der Mann, der die Disziplin zu 50 Prozent großschreibt, genau dieser Chuck Legat macht den Dschungel zu seinem WM-Finale, zu seinen Legatfestspielen. Was der Ruhrpott-Rambo aus der Pumper-Hölle ansagt, das ist Phase. Als Motivator, als Stänkerer,  als King des Flachwitzes, als Sexberater für Jungfrau Menderes. Auch hat es  die Bochumer Dampframme nach zwei Tagen geschafft, Ballermann-Barden Jürgen die innige Freundschaft zu seinem treuen Big-Brother-Kumpel Zlatko vergessen zu lassen – Australien hat ein neues Traumpaar.

Die Friese des Grauens

Da traut man sich nicht einmal mehr, mit dem Kopf zu schütteln. Helena, der Fürst aus der Hölle vom RTL, ausgestattet mit einem sensiblen Raucher-Stimmchen so sanft wie Joe Cocker auf Speed, scheint den gleichen Frisurentip bekommen zu haben wie Schreihals Riggggie. Rasta Style – die braucht kein Drei-Wetter-Taft. Und Höllena beweist: Das Aussehen ist im Dschungel wirklich wumpe. Im direkten  Duell mit Wollersen-Barbie Sophia gab es auch keine Schönheitspreise zu gewinnen, nur Sterne fürs Abendmahl: Frau gegen - ja , sagen wir mal – Frau. Helena macht seine Aufgabe eigentlich ganz ordentlich. Selbstbewusster Kampfschrei vorab: „Wenn hier jemand weiß, was er macht, dann ICH.“ Gegen den Wollersen-Willen reichte es dennoch nicht. Fastenzeit!

Der lebende Tote

Kaum liegen zwei Nächte hinter dem moppeligen Countrysänger, schon geht es Gunter und drüber. Dem dauerpöbelnden Toupet-Rebellen auf kaltem Entzug scheint die Gicht in den Mittelfinger gefahren zu sein. Entweder mimt Gunter Gabriel im Camp die Schildkröte, während er filigran wie ein Brontosaurus in seine Stiefel steigt, oder teilt Gott und der Welt seine verstopften Darm-Leiden in seinem persönlichen Guantanamo  mit. Zum Glück kommen ihm die alten Erinnerungen an Johnny Cash in Erinnerung. Ein Glanzmoment, der den Mitcampern in dieser 24-Stunden-Dauer-Dschungelprüfung ein wenig Luft verschafft.

Der Beißer der Vergeltung

Der Rolf, dieser possierliche Veggi-Vernichter aus der Steinzeit, beißt sich durch in der Löwengrube der Fleisch-Veteranen. Kein Wunder, seine Zähne hat er noch frisch vor dem Camp von seinem Arzt eingesetzt bekommen. Damit traut er sich in den Verbal-Zweikampf mit Totto Legat – und darf mit der Oberarm-Maschine am nächsten Morgen sogar kuscheln. Doch Vorsicht, der Zacher vergisst nichts. Niemals.  Es dauert eben nur ein wenig länger. Hallelujah!

Das doppelte Blondchen

Super-Silkon-Sophia, die runderneuerte Plastik-Barbie Frau aus dem Stall Wollersheim, marschiert von Prüfung zu Prüfung. Nicht murren, sie lässt es krachen. Sie probiert sich sogar als Kursleiter der Anonymen-Alkoholiker-Gruppe mit Teilnehmerin Gin-Jenny Elvers. Alles in allem war es bislang jedoch wenig erfolgreich. Wie es das dralle Blondchen aber immer wieder versucht, mit diesen Körpermaßen irgendwie geschickt auszusehen, ist allemal ein Anblick wert.  Und siehe da: In der Prüfung, in der es darum ging, Dinge mit Hand, Gesicht oder Fuß zu erspüren, beweist Sophia, das nicht alles falsch an ihr ist. Prompt gewinnt sie gegen Höllena, die ohne Essen in ihr Camp wieder hinab steigen muss. Da schwillt der Wollersen doch glatt die Brust an vor Stolz – man sieht es nur nicht.

Der Camp-Einstein

David Ortega, der Checker aus dem Scripted-Reality-Wahnsinn, wäre gerne Millionär. Wer nicht? Erst wollte er Gentechnologie studieren – war aber leider zu blöd dafür. Dann sollte es die Architektur richten. Klappte auch nicht. Also Fernsehen. Das ebnete dem IQ-Verweigerer zumindest den Weg in den Dschungel. Hut ab. Und seinem Traum vom großen Geld kommt er scheinbar immer näher: Er will sich selbstständig machen. Als Burgerbrater – alles vegan versteht sich. Denn: „Veganer sind ein Volk, die sind voll intelligent.“ Jetzt muss der Blitzmerker nur noch das Kochen lernen. Vielleicht doch lieber Gentechnologie? Seine Berufsberatung brachte ihm die Dschungelprüfung „Katakomben der Verzweiflung“ ein, in der er am Sonntag sein Können beweisen darf – wieder gegen Höllena, ein Duell auf Augenhöhe und gleichem Testosteronspiegel.

Der Legat des Tages

"Er sollte sich mal einen Arschtritt geben und ausse Puschen kommen!"

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